1.500 Blogger bei der re:publica
01.04.2009 | 13:39 Uhr 2009-04-01T13:39:00+0200
Berlin. Unter dem Motto "Shift happens" (Veränderung passiert) sind am Mittwoch rund 1.500 Blogger zur Konferenz re:publica in Berlin zusammengekommen. In Vorträgen, Diskussionen und Workshops wollen sie sich bis Freitag über die vielfältigen Möglichkeiten der Kommunikation im Internet austauschen.
Ein Schwerpunkt der Internetkonferenz sei der allgemeine Medienwandel, «den wir fernab von kulturpessimistischen Untergangsstimmungen mit den Akteuren der neuen Medienwelt diskutieren wollen», erklärte Mitveranstalter Markus Beckedahl der Nachrichtenagentur AP. Als weitere Themen nannte er Datenschutz, die Ethik im Internet und das Verhältnis zwischen Politik und dem Leben im Netz.
Zu den Rednern gehören der Wikipedia-Mitbegründer Jimmy «Jimbo» Wales, der Jurist Lawrence Lessig und der kanadische Blogger Cory Doctorow (Boing Boing). Lessig ist Initiator der Initiative Creative Commons, die das Modell einer freien Lizenz für Texte, Fotos und Videos entwickelt hat. «Die re:publica'09 ist deutlich internationaler geworden», sagte Beckedahl. Zu der Internetkonferenz werden auch die in Deutschland bekannten Blogger Stefan Niggemeier und Thomas Knüwer erwartet.
Konferenz strahlt mit Videostreams, Blogs und Twitter ins Netz
Zu den Hauptvorträgen werden Video-Streams ins Netz gestellt. Außerdem berichten die meisten Teilnehmer in ihren Blogs und über Twitter von der Veranstaltung. Die Twitter-Beiträge lassen sich über den Hashtag «#rp09» finden (mit den mit einer Raute kenntlich gemachten Hashtags werden einzelne Begriffe in Tweeds markiert, um die Suche danach zu erleichtern).
Unterstützt wird die zum dritten Mal stattfindende Veranstaltung unter anderem von IBM, der Bundeszentrale für politische Bildung, der Aktion Mensch und dem Medienboard Berlin-Brandenburg. Die Zahl der Teilnehmer habe sich seit der ersten Konferenz verdoppelt, erklärte Beckedahl. «Und auch in diesem Jahr hätten wir mehr Tickets verkaufen können als wir Platz haben.» Auch 2010 werde es wieder eine re:publica geben. «Wir werden das breite Themenspektrum beibehalten, um möglichst viel Facetten der digitalen Kultur zu präsentieren.» Im vergangenen Jahr nahmen an der Konferenz mehr als 950 Menschen teil. Das diesjährige Branchentreffen geht bis zum 3. April. (ddp/ap)
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08:13
Ich werde nie verstehen, warum so viele Blogger das Bedürfnis haben, sich selbst so extrem wichtig zu nehmen. Ein Blog ist ein Medienformat, mehr nicht. Veranstaltungen dieser Art versuchen daraus immer mehr zu machen: Lebengefühl, Lifestyle, whatever.
Meiner Meinung nach dienen diese Blogger-Zeltlager einzig und allein dem Zweck, dass sich die sog. A-Blogger vom Rest der Szene Anerkennung und Gewicht versichern lassen, da sie dies vom (nicht-bloggenden) Rest der Welt nicht bekommen.
Eine völlig überbewertete Veranstaltung für überbewertete Leute.
11:02
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah (mit dem BarCamp Ruhr 2).