Die Hypo Real Estate braucht noch mehr Staatsgelder
14.08.2009 | 07:19 Uhr 2009-08-14T07:19:00+0200
München. Die Hypo Real Estate braucht noch mehr Geld. Das hat der Vorstand der Bank auf der Jahreshauptversammlung mitgeteilt. Erst für 2012 rechnet das Unternehmen wieder mit Gewinnen. Die Verstaatlichung des Instituts im Juni sei "nur der erste Schritt zur Sicherung der Existenz" gewesen.
Die mit Milliardenhilfen des Bundes gestützte Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) braucht zum Überleben noch mehr Geld. Das Institut werde voraussichtlich erst 2012 wieder Gewinne machen, erklärte Konzernchef Axel Wieandt am Donnerstag auf der Hauptversammlung des Instituts in München. Deswegen sei für die Bank eine «weitere Kapitalunterstützung» nötig. Erst kürzlich hatte die HRE mitgeteilte, in der ersten Jahrehälfte einen Verlust von einer Milliarde Euro eingefahren zu haben.
Bank erwägt Auslagerung von Papieren
Die Verstaatlichung der HRE im Juni sei «nur ein erster Schritt zur Sicherung der Existenz» des Instituts gewesen, erklärte Wieandt. Jedoch benötige der Baufinanzierer für seinen Fortbestand «längerfristig umfassende Unterstützung» durch den staatlichen Bankenrettungsfonds SoFFin. Als Hilfen seien sowohl Garantien als auch Eigenkapital für die Bank nötig.
Die HRE habe weiter massiv mit den Folgen der weltweiten Finanzkrise zu kämpfen, erklärte Wieandt. Die Zahl fauler Kredite in den Depots des Baufinanzierers wachse stetig weiter. Deswegen prüfe die HRE die Auslagerung der Papiere in ein Bad Bank. Daneben werde auch die Auslagerung von Wertpapieren erwogen, die für die Bank strategisch nicht mehr wichtig seien. Medienberichten zufolge will die Hypo Real Estate Papiere für einen dreistelligen Millionenbetrag auslagern.
Bisher nur durch Staatsgelder gerettet
Die HRE geriet durch die Finanzkrise massiv in Bedrängnis und stand im Herbst kurz vor dem Zusammenbruch. Das Institut konnte nur durch Finanzhilfen des Bundes und der Bankenbranche gerettet werden, die sich mittlerweile auf mehr als 100 Milliarden Euro belaufen. Die HRE wurde mittlerweile zwangsverstaatlicht und ist zu 90 Prozent in den Händen des Bundes. (afp)

10:21
#12 von Elektrosteiger...
...welche Gewinne?
Die HRE wird sehr lange keine, wenn überhaupt jemals wieder, Gewinne machen.
Gewinner sind die Deutsche Bank und andere die bei der Rettung mit am Tisch saßen und die Politiker über den Tisch gezogen haben. Bei einer Pleite der HRE wäre es für die Deutsche Bank teuer geworden, so aber ist ein Konkurrent weg, die Gewinne bei den restlichen Banken fließen wieder und der Steuerzahler sieht von seinem eingesetzten Rettungsgeld nichts wieder. Das Prinzip Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren hat sich in der Krise noch enorm verstärkt. Das genau Gegenteil von dem was Bundesmerkel und Steini versprochen haben und mithin genau das, was die FDP will.
21:41
Und das bedeutet, das der liebe Deutsche Steuerzahler die HR weiterhin subventionieren darf bis zum St.Nimmerleinstag, und nach der Wahl mit 25% Märchensteuer.
Und, die Verluste soll der Steurzahler wie immer löhnen, die Gewinne kassiert der STAAT und die BUNDESMERKELIN und der STEINBRÜCK ein...
21:22
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21:00
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20:04
Pleite gehen lassen ist die einzige Maßnahme. Man hätte ja auch die 500.000,00 € einsparen können. Abe nein, wir dummen Steuerzahler zahlen ja. Die Nieten in Nadelstreifen müssen endlich einmal von der Bildfläche verschwinden. Diese unfähigen geldgieren Geier müssen mal mehr in die Verantwortung gezogen werden wenn sie Gelder verzocken.
17:03
Wahrscheinlich werden die neuen Quartalszahlen der HRE-Bilanz möglicherweise noch vor der Bundestagswahl bekannt.
Da wird wieder ein Horror-Szenario offenbar werden.
16:56
http://www.derwesten.de/nachrichten/wirtschaft-und-finanzen/2009/8/12/news-128858530/detail.html
Gestern dieser Artikel und heute...
Kann das sein dass irgendwem massiv das Fell juckt ?
16:50
Am 12.08 stand noch in der Zeitung das der Chef der Bank durch eine Gesetzeslücke eine Sonderzahlung von 500.000 Euro erhalten hat, heute sagt dieser Kerl das die Bank mehr Geld braucht? Hat der Vorstand noch eine Gesetzeslücke entdeckt, womit man noch mehr Geld abstauben kann?
Tut mir leid, aber ich habe immer gelernt, was ich mir selbst eingebrockt habe, muss ich auch selbst ausbaden. Wenn mir dann doch geholfen wurde, musste ich erstmal kleine Brötchen backen...nix mit Klappe aufmachen und Forderungen stellen. So sollten diese Herren, die sich Vorstand nennen, auch mal an Moral, Erziehung und Gerechtigkeit orientieren. Und eben auf einen Teil ihres Einkommens verzichten. Passiert in sehr vielen Betrieben jedes Jahr zuhauf, warum nicht auch mal da? Denn dadurch könnte der Vorstand auch die eigenen Arbeitsplätze (komisches Wort in dem Zusammenhang) sichern. Wie wäre es denn, diese Bank, kontrolliert abstürzen zu lassen? Wie teuer wäre das? Oder eben den Vorstand persönlich Haften zu lassen, wie es in der freien Wirtschaft auch oft üblich ist? Mache ich als Unternehmer Mist, hafte ich...macht nen Bankvorstand Mist, bekommt er Staatshilfe und nen fetten Bonus
16:45
@6 Q bei Ackermann steht für Qualität.
Geraune wird groß geschrieben.
16:43
Bis jetzt mindestens 100 Milliarden Euronen für eine -angebliche systemische - Bank.
warum ist denn die HRE angeblich systemisch?
Im Mediendesorientierungsdschungel ist dann immer ein geraune -von wegen Pfandbriefsystem und kommunale Finanzierung - zu vernehmen.
100 Milliarden wären ein Eigenkapitalstock bei einer Gründung einer neuen Good-Bank,da würde sich unser Schwiezerkracher QAckermann aber die Hände reiben.
Nach meinen Infos spricht man von einem weiteren Finanzbedarf der HRE von mindestens -zusätzlich 170 Milliarden bis Open End.