Die Fehler der Vergangenheit bei Eon
11.08.2011 | 19:16 Uhr 2011-08-11T19:16:37+0200
Essen. Der Energieriese Eon begründet den „notwendigen“ Stellenabbau immer wieder mit dem Atomausstieg. Die Ursachen für die Radikalkur aber liegen Tiefer. Eine Analyse.
Bis zu 11 000 Stellen will Johannes Teyssen beim Eon-Konzern streichen. Ursache für diese Radikalkur sind auch Fehler, die bereits unter seinem Vorgänger Wulf Bernotat begangen wurden.
Historie: Ein Blick zurück offenbart, wie doppelte und dreifache Verwaltungsstrukturen gewachsen sind. Eon entstand 2000 durch die Fusion von Veba in Düsseldorf und Viag in München. An beiden Standorten leistete sich Eon – auch mit Rücksicht auf die Landespolitik – stattliche Verwaltungen. Gleiches gilt für Ruhrgas, die 2003 in den Konzern integriert wurde. Teyssen gestand ein: „Man kann den Vorwurf nicht entkräften, dass wir zu lange an überkommenen Verwaltungsstrukturen festgehalten haben.“
Ruhrgas : Deutschlands größte Gashandelsgesellschaft war früher eine Ertragsperle. Was unter anderem daran lag, dass sie allein auf weiter Flur agierte. Konkurrenz, wie Wingas, wurde nicht ernst genommen. Dann wurde Ruhrgas von der Gasschwemme überrascht. Mit dem Preisverfall funktioniert das Liefermodell mit Gazprom nicht mehr. Konsequenz: 2011 droht ein Verlust von einer Milliarde Euro, die Beziehungen zu Gazprom sind gestört.
Übernahmen: Anfang 2006 schickte sich Eon an, den spanischen Energieversorger Endesa zu übernehmen. Über ein Jahr später musste man den kostspieligen Kampf aufgeben, weil man den Widerstand der spanischen Regierung völlig unterschätzt hatte. Bei anderen Käufen stellten sich Gewinne nur selten ein. Es wuchs ein massiver Schuldenberg. Zurzeit 33,6 Milliarden Euro.
Erneuerbare Energien: Nach dem rot-grünen Atom-Ausstieg 2000 freundete sich Eon nur langsam mit Erneuerbaren Energien an. Die Gewinne sprudelten auch ohne Wind, Wasser und Sonne kräftig. Eon hat nach der schwarz-gelben Energiewende Nachholbedarf beim Ökostrom, aber angesichts der Schulden werden die Mittel für die Investitionen knapp.
Strategie: Zweifelhaft. Selbst in Kreisen von Eon-Führungskräften macht sich Enttäuschung breit, weil Teyssen bislang die Antwort schuldig blieb , wie er die Krise bewältigen will. Der geplante Einstieg in den Schwellenländern Brasilien, Indien und Türkei wird bei Analysten mit einiger Skepsis gesehen. Grund: In der Vergangenheit hatte Eon mit Auslandsengagements nie viel Glück.

08:11
@6:
So funktioniert nun mal kapitalistische Wirtschaft. Soziale Aspekte hatten und haben hier keinen Platz. Es herrscht längst ein weltweiter Wirtschaftskrieg, den aber keiner wahrhaben will. Dazu gibt es auch ein Wolkenkukucks-Wandlitz der sogenannten oder selbsternannten Polit- und Wirtschaftseliten. Und für die da oben Schwebenden sind die da unten so weit weg, dass diese von denen gar nicht mehr als einzelne Individuen wahrgenommen werden. Höchsten etwa so wie Fliegendreck.
06:22
Äh, verstehe ich nicht. Schuldenberg von 33,6 Mrd. EURO und ab 2000 sprudelten nur so die Gewinne. Watt denn nu ? Ist das nun ein auf Gewinnmaximierung basierender Konzern oder ist eon pleite ? Und was machen die in Havard mit summa cum laude promovierten ? Elitmanager bei diesem Stromoligarchen außer Schulden eigentlich noch ? Fragen über Fragen, aber keine Antworten. Na ja, wenn man die Regierung nicht mehr kaufen kann, versiegen auch die Gewinne !
23:34
Bei EON arbeiten im Atombereich 2500 Leute. Durch den Atomausstieg werden da jetzt 11000 Leute entlassen... ah ja... der Atomausstieg dient nur als Alibi für eh schon lange geplante Massenentlassungen und Outsourcing-Massnahmen, um die Rendite zu steigern und die Aktionäre froh zu machen, das ist alles... jetzt hat man endlich jemanden gefunden dem man es in die Schuhe schieben kann, ansonsten hätte man das langsam und schleichend gemacht, hier mal 10 Leute, da mal ne Niederlassung usw...
22:02
Was da oben für hochbezahlte Pfeifen sitzen, wußte ich spätestens nach dem Durchlesen des OVG Urteils zum Kraftwerk Datteln IV. Offensichtliche Fehler in allen Punkten und damit Mrd. Euro von EON bewußt in den Sand gesetzt. Dieses Kraftwerk hätte, rein rechtlich, gar nicht erst gebaut werden dürfen. EON wurde mehrfach diesbezüglich die rote Karte gezeigt und selbst das Gerichturteil geht detailliert auf die begangenen Fehler Auskunft und EON hat noch vor Gericht kund gegeben, „wenn das Kraftwerk nicht rechtskonform ist, verpflichtet sich EON dazu alles wieder so herzustellen, wie es einmal war“. Na dann mal los EON, auch ein Abriß kurbelt die Wirtschaft an, da dafür wieder Arbeitsplätze benötigt werden. Außerdem entstehen wiederum neue Arbeitsplätze, denn irgendwo muss der Bahnstrom ja herkommen (Bahn setzt ja neuerdings auf Wasserkraft von RWE).
EON praktiziert aber wie gehabt „Augen zu und durch“, na dann darf man sich nicht wundern, wenn die Konkurrenz (im Oligarchenreich) auf Zukunftsenergieträger setzt und damit berechtigter Weise punktet.
Wer so eine Mißwirtschaft aus der Steinzeit ignorant betreibt, darf nicht am Ende die Mitarbeiter und die Aktionäre dafür bluten lassen, sondern in so einem Laden gehört der Vorstand komplett unehrenhaft entlassen und zwar ohne jegliche Vergütung für geleistete und nachweisliche Mißwirtschaft. Eher ist hier Regreß von Seiten der Aktionäre einzufordern.
Wer 20 Jahre gepennt hat und den Zug des Fortschritt nur versucht neu zu streichen, der darf sich am Ende nicht wundern, wenn es so nicht mehr weiter geht. Die verantwortlichen Vorstände müssen für den entstandenen Schaden in Regreß genommen werden, denn dann würde sich vieles ändern, aber sonst bleibt es weiter nur ein Selbstbedienungsladen für die Vorstände, die machen können was sie wollen ohne dafür jemals belangt zu werden.
Und die Mitarbeiter können wie der berühmte Mohr gehen, nachdem sie jahrelang EON treu gedient haben.
Was sind wir nur für eine kranke Egogesellschaft geworden, die so einem miesen Verhalten tatenlos zusieht?.
Ab eine gewissen Hierarchie, wird in unserem Lande illegales, legal und hoffähig, weil scheinbar Geld nicht stinkt und irgendwen beeindruckt.
Pfuiiiiiiii, es ist das Geld der kleinen Leute, was hier bei Börsen-Monopoly nach wie vor verzockt wird, um die Gewinne in Lichtenstein, Luxenburg, Monaco, der Schweiz usw. vor der Volkswirtschaft zu verstecken. Pfuiiiiiii, was für Sozialschmarozer?
21:14
Das passt nicht in das Bild von wilbec.
21:01
H.wilbec sie schreiben zu jedem Bericht von EON ein Kommentar und immer nur dummes Zeug, wie jetzt auch. Äussern sie sich doch einmal zu dieser Misswirtschaft die Eon selbst angerichtet hat, oder fällt ihnen das zu schwer.
20:31
Genau die Beamten die eine Stunde vor Feierabend ihre Bleistifte für den nächsten Tag anspitzen sind die geborenen Betriebsleiter.
20:22
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
20:14
Nicht das Herr Teyssen seine Stelle mit weg rationalisiert und merkt es nicht einmal.