Die Drei von der mobilen Technikwerkstatt

Hagen..  Können Sie aus einem Holzklotz einen Rennwagen bauen? Oder einen Roboter auf Rädern ins Rollen bringen?

Sie nicht?

Vielleicht ist Ihr naturwissenschaftliches Talent in Kindertagen nicht entdeckt worden. Nachfolgenden Generationen soll das nicht passieren. Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer (SIHK) zu Hagen wirbt für Nachwuchs.

Und womit?

Mit einer mobilen Technikwerkstatt. Projektbetreuer Ralf Sichelschmidt fährt mit einem Experimentierkasten auf vier Rädern zu den Schulen. Das Auto ist voll gestopft mit Bausteinen, mit denen Mädchen und Jungen in der Klasse Technik schnuppern können.

Praxis statt Theorie

„Die Jugendlichen sollen eine Ahnung davon bekommen, wie Technik geht“, sagt Karl-Josef Reuther, Leiter der SIHK-Stabsstelle „Wirtschaft macht Schule“, „und sich fragen: Macht mir das Spaß? Macht mich das neugierig?“ Es wird nicht doziert und theoretisiert. Reuther: „Sie sollen ausprobieren, praktisch arbeiten.“ Und was?

Die Module bieten ein breites Spektrum. Zwei Beispiele: Der Nachwuchs kann aus Granulat, wie im realen Produktionsprozess beim Spritzguss, eine Butterbrotdose fertigen. Wer das nicht will, darf den Stift mit dem Lötkolben beim Eintauchen in die Welt der Schaltkreise tauschen. Praktische Beispiele sollen den Zugang zum Verständnis für Technik erleichtern. Ein Besuch entsprechender Firmen gehört dazu.

MINT-Kampagne

Die mobile Technikwerkstatt ist Teil der Kampagne, die sich mit der Förderung von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, besser bekannt als MINT, beschäftigt. „Jede Schule“, so Hans-Peter Rapp-Frick, SIHK-Hauptgeschäftsführer, „kann dieses Angebot nutzen. Wir wollen möglichst viele Schülerinnen und Schüler erreichen und für Technik begeistern.“