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Ärger über die Post - DHL-Kunden kamen nicht an ihre Pakete

08.11.2012 | 19:06 Uhr
Ärger über die Post - DHL-Kunden kamen nicht an ihre Pakete
Die Post räumte ein, dass es zu Problemen bei der Abholung von DHL-Paketen gekommen ist.Foto: Michael Kleinrensing

Bonn.   Pannen bei der Umstellung von Packstationen auf ein neues System führten dazu, dass Leute ihre Pakete nicht abholen konnten. Seit Ende Oktober bekommen Kunden für jede Sendung eine sogenannte mTAN per SMS auf das Handy geschickt. Doch manche hatten ihre Handy-Nummer nicht hinterlegt.

Die Umstellung seiner Packstationen auf ein neues System hat beim Logistikkonzern DHL offenbar zu Pannen geführt. So können Kunden der Post-Tochter seit dem 29. Oktober ihre Pakete nicht mehr wie bisher mit ihrer Kundenkarte und einer persönlichen PIN aus der Packstation abholen, sondern bekommen für jede Sendung eine sogenannte mTAN per SMS auf das Handy geschickt.

Allerdings waren Übergangsfristen nicht eingeplant, weshalb Kunden, die beispielsweise ihre Handynummer nicht rechtzeitig hinterlegt hatten, von einem auf den anderen Tag ihre Sendungen nicht mehr abholen konnten. „Der Start war holpriger als wir dachten“, räumte Unternehmenssprecher Rainer Ernzer ein.

Nachricht vom 15.10.12
Ein Handy ist bald Pflicht

Möchte man als Vertragskunde die Packstationen von DHL nutzen, ist ein Handy zwingende Voraussetzung dafür.

Lange Wartezeiten bei der Servicenummer der DHL

Entsprechend groß war der Andrang an der kostenpflichtigen Servicenummer der DHL, die tagelang überlastet war. Kunden beklagten Wartezeiten von über einer Stunde. Auch der Sprecher musste eingestehen, dass Kundenanfragen nicht in einem „vernünftigen Zeitraum“ abgearbeitet worden seien. „Doch jetzt ist wieder alles prima“, so Ernzer.

Frustrierte Packstation-Kunden sehen das anders: Über die Hotline sei weiterhin kein Durchkommen, und E-Mails würden nicht beantwortet, lauten zahlreiche Beschwerden, die über den DHL-Twitter-Account und die Facebook-Seite einlaufen.

„Es passieren auch schon mal Dinge, die nicht vorgesehen sind.“

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Pannen bei den Paket-Stationen der Post: Sind Sie auch betroffen?

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Trotzdem blickt Ernzer gelassen auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft.

Zwar werde sich die Anzahl der von DHL deutschlandweit transportierten Pakete in dieser Zeit von drei auf sechs Millionen pro Tag verdoppeln, mit mehr Anrufen sei deswegen aber nicht zu rechnen.

Die im übrigen von Kunden geschilderten Probleme mit ständig defekten Packstationen und grundlos gesperrten Kundenkonten hält Ernzer für Einzelfälle. „Es passieren auch schon mal Dinge, die nicht vorgesehen sind.“

Gianna Schlosser

Kommentare
23.12.2012
14:48
Weihnachts-Lieferzeiten gelten nicht für Packstation-Kunden?
von Bonebreaker | #39

Ein Internethändler bot am 19. Dezember LED-Lichterketten zum Sonderpreis an und sagte die Lieferung noch vor Weihnachten zu. Die bestellten drei...
Weiterlesen

1 Antwort
Fortsetzung ...
von Bonebreaker | #39-1

... ab 11 Uhr erfolgen, machte ich mich umgehend auf den Weg zur Filiale, um zu sehen, ob ich das Paket schon früher erhalten könne. Die Filiale war am frühen Samstag Nachmittag bereits geschlossen und begrüßte seine potentiellen Kunden mit einem Aushang an der Eingangstür, dass die Filiale am 24.12.2012 geschlossen bliebe.

Das Paket ist also etwa zwei Tage vor dem von DHL benannten Zeitpunkt für den rechtzeitigen Versand abgesendet worden, das Paket befindet sich seit dem 22.12.2012 nur wenige Meter von der eigenen Haustür entfernt, doch gibt es wenig Hoffnung, das Paket noch rechtzeitig zu erhalten.

Die Packstation Servicehotline von DHL erwies sich, wie leider zu erwarten war, ebenfalls als wenig hilfreich. Man wolle das Verteilzentrum über das Problem informieren, sah aber wenig Chancen an der Situation etwas zu ändern.

Herzlichen Dank DHL, ich wünsche Ihnen eine schönes Weihnachtsfest mit meinen Lichterketten!

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http://www.derwesten.de/wirtschaft/dhl-kunden-kamen-nicht-an-ihre-pakete-id7273702.html
2012-11-08 19:06
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