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Arbeitsmarkt

DGB kritisiert Missbrauch bei Ein-Euro-Jobs

17.06.2009 | 11:51 Uhr

Hannover. Als ein "vermeintliches billiges Allzweckmittel" benutze die Arbeitsvermittlung Hartz IV-Empfänger, kritisiert der Deutsche Gewerkschaftsbund in einem Medienbericht. Die Langzeitarbeitslosen würden oft bewusst in Ein-Euro-Jobs als Ersatz für qualifizierte Kräfte eingesetzt.

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Die Vermittlung von «Hartz IV»-Empfängern in Ein-Euro-Jobs wird nach Erkenntnissen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) von der Arbeitsvermittlung als «ein vermeintlich billiges Allzweckmittel« in der Arbeitsmarktpolitik benutzt. Das verstoße in «eklatanter Weise» gegen die Absicht des Gesetzgebers, die Vermittlung in Ein-Euro-Jobs nur als letzte Möglichkeit zu nutzen, kritisiert der DGB in einer Untersuchung, wie die »Hannoversche Allgemeine Zeitung« (Mittwochausgabe) berichtet.

Übermäßige Nutzung durch Fehlsteuerung im Gesetz

DGB kritisiert umfangreichen Missbrauch bei den Ein-Euro-Jobs. (Foto: ap)

Im vergangenen Jahr hatten nach der Auswertung 764 000 Langzeitarbeitslose einen Ein-Euro-Job. Auch im laufenden Jahr sei der Trend ungebrochen. Allein im April wurden 76 000 Zugänge registriert. Der DGB führt die «übermäßige Nutzung» auf eine Fehlsteuerung im Gesetz zurück. Die Träger der Arbeitsvermittlung müssten nur die Aufwandsentschädigungen zahlen, während Kommunen und Bund die »Hartz IV«-Kosten tragen. «Gerade in Ostdeutschland» würden die Ein-Euro-Jobs «bewusst als Marktersatzmaßnahme für vermeintlich oder tatsächlich fehlende andere Beschäftigungs- oder Qualifizierungsmöglichkeiten eingesetzt», analysieren die DGB-Arbeitsmarktexperten.

Auch bei Jugendlichen unter 25 Jahren sieht der DGB umfangreichen Missbrauch mit den Ein-Euro-Jobs. Obwohl das Sozialgesetzbuch ausdrücklich vorsehe, dass sie unverzüglich nach einem »Hartz IV"-Antrag in eine Arbeit, eine Ausbildung und erst dann in eine Arbeitsgelegenheit zu vermitteln seien, sehe die Praxis ganz anders aus. Im Januar 2009 befanden sich den Angaben nach 39 898 Jugendliche in Ein-Euro-Jobs - rund 1400 mehr als vor Jahresfrist.

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Kommentare
18.06.2009
09:42
DGB kritisiert Missbrauch bei Ein-Euro-Jobs
von Sabina Bienwald | #35

erstmal die 400€ Jobs abschaffen. Dann die Steuerklasse V. Und schon sind mehr versicherte Jobs da. Und die Steuereinnahmen steigen auch incl. der Einnahmen für KV und Rente.

17.06.2009
19:52
DGB kritisiert Missbrauch bei Ein-Euro-Jobs
von Elektrosteiger | #34

Das war doch von der Erschaffern dieser Einrichtung so geplant.

Alle Leute auf auf Hartz IV Basis, dann mit EIN EURO JOBS versorgen, und schon ist alles i.O. in D.
Hat auch eine positíven Nebeneffekt: DIE LOHNKOSTEN IN D SINKEN UND DIE FIRMEN HABEN MEHR GEWINNE...

17.06.2009
17:49
DGB kritisiert Missbrauch bei Ein-Euro-Jobs
von Gelsenkirchner_Buerger | #33

@supply,

so ein schwachsinn. Ich finde es klasse das man hier nicht seine Meinung äußern kann, ohne das jemand einem seine eigene Meinung aufdrängt. Wie weit soll Deutschland denn noch kommen wenn schon Teenager Leistungen ohne Gegenleistung erhalten. So viel Geld haben die noch nie in der Hand gehalten was sie dann als ALG2 erhalten. Sorry, irgendwann muß man seinen ***** auch hochbekommen. Wenn man das nicht alleine schafft, dann eben mit Hilfe eines Praktikums.

17.06.2009
15:24
DGB kritisiert Missbrauch bei Ein-Euro-Jobs
von J R | #32

Gewerkschaftsvertreter in den ARGE-Beiräten betreiben Lobbyarbeit - und zwar für sich und gegen den Arbeitslosen.

17.06.2009
12:54
Blockierter Kommentar.
von supply | #31

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

17.06.2009
12:49
DGB kritisiert Missbrauch bei Ein-Euro-Jobs
von supply | #30

@ #18 von fsch

das geht aber nur mit Untertanen die sich willenlos dem Schicksal ergeben.....echte denkende Menschen reichen Klage ein....und gewinnen....!!!!!
Noch besser alle Tätigkeiten mit Zeitaufwand in ein Berichtsheft schreiben....das ganze so einen Monat lang und dann auf Festeinstellung und Tarifliche Bezahlung Klagen...kommt echt gut bei den Sklavenhaltern und denen die Sklaven vermitteln....

17.06.2009
11:31
DGB kritisiert Missbrauch bei Ein-Euro-Jobs
von Gelsenkirchner_Buerger | #29

Ich finde es gut das man gerade jugendliche sofort in Maßnahmen steckt. Denn es ist ja rein statistisch erwiesen, dass je länger sie nur rumhängen, je weniger werden sie machen. Ausserdem finde ich es vollkommen ok wenn sie. Kaum ein Arbeitgeber stellt einen Azubi ein der schon ein oder zwei Jahre rumgelungert hat. Ich finde es spricht nichts dagegen wenn sie zum Beispiel ein Einstiegsqualifizerung machen, die dann sogar auf die Ausbildung angerechnet wird. Je länger sie erst mal nichts machen, umso schwerer wird es halt.

17.06.2009
11:06
DGB kritisiert Missbrauch bei Ein-Euro-Jobs
von der solinger | #28

Wen interessiert schon Mißbrauch?

In Wuppertal wurde dadurch sogar das ganze Stadion modernisiert und umgebaut.........wen interessiert`s.

17.06.2009
10:57
Blockierter Kommentar.
von r.kant. | #27

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

17.06.2009
10:18
DGB kritisiert Missbrauch bei Ein-Euro-Jobs
von Andreas Röttenbacher | #26

Nach 5 Jahren Hatz4 fällt das nun auf?
Immer noch nicht abgeändert von der Politik und Gewerkschaft?Lächerlich.
es geht nur auf den Rücken des kleinen Mannes.oder muss man im Jahr 2009 vom Sklaven sprechen?

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