Deutschland muss Reservekraftwerke zuschalten
09.02.2012 | 12:14 Uhr 2012-02-09T12:14:00+0100
Essen. Wegen der extremen Kälte steigt der Stromverbrauch deutlich. Da die Windanlagen aber am Mittwoch weniger Energie produzierten, wurden Not-Kraftwerke hochgefahren. Auch am Donnerstag und Freitag würden diese im Betrieb bleiben, teilte die Betreibergesellschaft Tennet mit.
Aufgrund eines drohenden Engpasses bei der Stromversorgung haben die vier deutschen Netzbetreiber am Mittwoch und am Donnerstag auf Reservekraftwerke zurückgegriffen. Wie das „Handelsblatt“ und die „Financial Times Deutschland“ berichteten, war es der zweite Zugriff in diesem Winter auf die sogenannte Kaltreserve.
Dabei wurde auch erstmals ein Reservekraftwerk in Deutschland eingesetzt. Demnach lief zwischen sieben und 17 Uhr ein Steinkohle-Generator der Großkraftwerke Mannheim mit einer Gesamtleistung von 220 Megawatt.
Überdies wurden den Berichten zufolge wie schon Anfang Dezember erneut Reservekapazitäten aus Österreich in Anspruch genommen. Die Bundesnetzagentur hatte dort im vergangenen Sommer vorsichtshalber rund tausend Megawatt Leistung zur Stabilisierung des deutschen Netzes reserviert. Die Hälfte dieser Kapazität sei am Mittwoch abgerufen worden, hieß es. Grund sei, dass wegen der anhaltenden Kälte der Strombedarf in Deutschland, etwa zum Heizen, deutlich gestiegen sei.
Wie die Bundesnetzagentur mitteilte, droht in Deutschland aber kein Blackout. "Die Stromversorgung ist absolut gewährleistet", sagte eine Sprecherin. Es seien noch genügend Kraftwerksreserven vorhanden.
Aktivierung ist eine „Vorbeugungsmaßnahme“
Bei der Aktivierung der Kaltreserve handelte es sich nach Angaben einer Sprecherin der Betreibergesellschaft Tennet am Mittwoch um eine Vorbeugemaßnahme, da in den Abendstunden nur eine geringe Stromversorgung aus Windenergie vorhergesagt worden sei. Das ist insofern problematisch, da im Zuge der Energiewende nur noch neuen Kernkraftwerke in Deutschland in Betrieb sind und vermehrt Strom aus Wind- oder Solarenergie die Versorgung sicherstellen soll.
Allerdings ist eine Entspannung der Situation nicht in Sicht: Auch für Donnerstag und Freitag sei der Einsatz der „eisernen Reserve“ geplant, sagte die Tennet-Sprecherin weiter.
Im Bedarfsfall kann die Leistung schnell hochgefahren werden
Beide Anlagen in Österreich und in Mannheim liefen im Moment auf Mindestleistung, um sie im Bedarfsfall schnell hochfahren zu können, so die Sprecherin. Insgesamt gibt es in Deutschland fünf Reservekraftwerke mit einer Gesamtleistung von rund 1000 Megawatt, dazu kommen die Reserven in Österreich. (afp/dapd/csh)

07:20
Nur komisch, am Anfang der Woche wurde noch überall darüber berichtet das Deutschland Strom nach Frankreich verkauft weil Deutschland zu viel Produziert...HM wer will uns da wieder einnebeln?
19:31
Und die Lichter gehen aus!
Es wird doch auf dem Energie -Sektor nicht etwa genau so dunkel werden wie auf der politischen Ebene?
Eine schwatte ,deutsche Kanzlerin mit FDJ -Vergangenheit und guten Connections zur Finanzwirtschaft ,das reicht doch wohl ,oder?????
17:40
Na da haben wir doch schon wieder auf dem Präsentierteller die perfekte Ausrede geliefert, mit der die Stromanbieter ihre Preise erneut anziehen werden. Irgendwovon muss die Zuschaltung und der Energieimport ja bezahlt werden. Mit dem Argument kommt man ja nu immer. Eigentlich eine schöne Schlappe, wo wir doch sonst als Exportweltmeister dastehen.
17:09
Wie verträgt sich das denn mit der Meldung in dieser Woche, dass Deutschland Strom nach Frankreich exportiert??
Na, das verträgt sich sehr gut. Letzte Woche konnten die Windanlagen noch Strom erzeugen, diese Woche eben nicht mehr. Das ist ja das dumme an Windenergie, es gibt Phasen, da wird produziert und Phasen, da passiert nichts.
13:15
Da hat man doch wohl bei den ÖKO-Strombeziehern den Stecker herausgezogen.
Wenn die rauskriegen daß da schwarz statt grün aus der Dose kommt.......!