Deutsche spüren weiter Einkaufslust statt Krisenfrust
09.02.2012 | 17:44 Uhr 2012-02-09T17:44:00+0100
Nürnberg. Allen Krisen zum Trotz lassen es sich die Menschen in Deutschland weiter gutgehen: Wie das Marktforschungsunternehmen GfK mitteilte, wird der private Konsum 2012 um 1,0 Prozent zulegen. Leute geben das Geld lieber aus, als es zu Niedrigzinsen anzulegen.
Der private Verbrauch bleibt nach Einschätzung des Marktforschungsunternehmens GfK auch 2012 eine wichtige Stütze der deutschen Konjunktur. Nach einem Plus von 1,5 Prozent im vergangenen Jahr werde der Privatkonsum 2012 voraussichtlich um 1,0 Prozent zulegen, sagte der GfK-Vorstandsvorsitzende Matthias Hartmann am Donnerstag in Nürnberg. Die Gesamtausgaben der privaten Haushalte bezifferte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl für 2011 auf 1,47 Billionen Euro oder 58 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Als Hauptgründe für die positive Prognose nannte Hartmann die gute Einkommenssituation und den robusten Arbeitsmarkt. Beides sorge für Planungssicherheit und damit für eine gestiegene Bereitschaft der Verbraucher zu größeren Anschaffungen. Hinzu komme, dass die Sparneigung wegen der niedrigen Zinsen und des bestehenden Misstrauens in Finanzanlagen gesunken sei. Die Deutschen gäben ihr Geld lieber aus, als es zu schlechten Bedingungen anzulegen.
„Die Deutschen entwickeln sich im europäischen Vergleich vom Konsum-Muffel zu Konsum-Optimisten“, sagte Hartmann. Die Devise für 2012 laute daher „Einkaufslust statt Krisenfrust“.
Deutsche sind mit Abstand europaweit in bester Kauflaune
Dieser Trend zeichnete sich bereits 2011 ab, wie GfK-Forscher Bürkl erklärte. So beurteilten die Deutschen die Konjunktur- und ihre persönliche Einkommensentwicklung im europäischen Vergleich am zuversichtlichsten. Gleichzeitig zeigten sie sich mit weitem Abstand europaweit in bester Kauflaune.
Einen Teil ihres Geldes steckten die Deutschen laut GfK-Handelsexperte Wolfgang Adlwarth 2011 in den Tourismus. Beliebte Kaufobjekte waren Autos, Immobilien sowie Uhren und Schmuck.
Trend bei Kleidung geht zu Qualität statt Quantität
Insgesamt sei der Handelsumsatz im sogenannten Non-Food-Bereich, dem Nicht-Lebensmittel-Bereich, 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 Prozent auf 148,4 Milliarden Euro gestiegen, sagte Adlwarth. Dabei wurden mit Textilien mit 40 Milliarden Euro 0,8 Prozent mehr umgesetzt – bei gesunkener Menge. „Der Trend bei Kleidung geht zu mehr Qualität“, sagte Adlwarth. Die Menschen kauften lieber weniger, aber werthaltigere und teurere Ware.
Diese Entwicklung zeigt sich auch bei Lebensmitteln: Im Lebensmitteleinzelhandel sorgten höhere Preise 2011 für ein Umsatzplus um 1,7 Prozent auf knapp 157 Milliarden Euro. Discounter, die 43,4 Prozent des Gesamtvolumens generierten, bekamen vom Zuwachs weniger ab, klassische Super- und Verbrauchermärkte sowie Drogerien konnten stärker zulegen.
Suche nach Geborgenheit in Markenprodukten
Laut Aldwarth ist besonders bei jungen Menschen der Trend weg von der reinen Preisorientierung, hin zu Qualität zu beobachten. Möglicherweise reagierten sie damit auf die lange vorherrschende „Geiz-ist-geil-Mentalität“, oder sie suchten in Zeiten gestiegener beruflicher Anforderungen und Flexibilität in Markenprodukten nach Geborgenheit.
Für 2012 prognostiziert die GfK ein Umsatzplus im Lebensmitteleinzelhandel von 1,3 Prozent und im Non-Food-Bereich von 1,0 Prozent. Letzteres könnte durch die sportlichen Großereignisse wie Fußball-Europameisterschaft und olympische Sommerspiele auch höher ausfallen. (dapd)

18:46
Mit den Anhängern des unionistischen Konsum -Lagers geht es argumentativ aber zunehmend bergab!
Schließlich sollte es bekannt sein ,dass nicht nur Hartz -Bezieher -trotz Lust - nicht konsumieren können ,sondern Leiharbeiter und sog. Aufstocker ebenfalls -trotz Lust und Arbeit - nicht.
Liest man nicht nur CDU -Propaganda -Flyer ,dann sollte man in der Lage sein als durchschnittlicher Mittel-Europäer ein paar Zahlen zu addieren.
Und dabei darf man nicht vergessen die SGBX!! -Bezieher nicht zu vergessen.
Letztere können auch nicht - trotz Lust - konsumieren ,die bekommen nämlich zugeteilt!
Bei einer derartigen Kopf- Rechnung kommen mal - locker leicht - ungefähr 7 Millionen Mitbürger mit theoretischer Konsum -Lust zusammen!
Die Unionisten unter der ehemaligen FDJ -Merkel werden wahrscheinlich demnächst froh sein so viele Wähler aufweisen zu können!
Aber die - hier Schreibenden - und sich als Unionisten bekennenden Merkelianer ,die halten so viele Menschen in unserer banana republika halt für eine Minderheit!
Der -nominell christliche Polit-Anhänger - der hat eben ein immenses Verdrängungspotential!
Solange er selbst -oder seine Familie - nicht betroffen ist!
Meine Gratulation für diese Leistung!
16:35
Wann wird dem Herrn "wohlzufrieden" denn mal klar, dass Deutschland nicht nur aus Hartzern besteht ? Hartz IV ist nicht der Normalzustand, sondern eine Minderheit.
Die meisten Deutschen gehen arbeiten und verdienen damit ihr Geld.
Ihnen ist ein Einkauf auch zu gönnen, sonst hätten die Hartzer auch bald nichts mehr zu beissen.
13:51
Da muss ein Hartzer den letzten Euro für Lebensmittel ausgeben weil er sonst nicht hinkommt, und dann heißt es:"Deutsche spüren weiter Einkaufslust statt Krisenfrust" Und so, wie es den Hartzern geht, geht es den meisten Rentnern und Kleinverdienern auch, sie m ü s s e n ihr (weniges) Geld ganz für den Konsum ausgeben. Aber nicht für Mercedes, Luxusjacht oder Pelzmantel, sondern für Lebensmittel bei Aldi, und Konsumgüter im Ein-Euro-Shop. So verdummt man Menschen.
08:44
Natürlich konsumiere ich.
Ich haue die wenige Kohle lieber raus, bevor unsere lieben Lobbyvertreter wiede ne tolle Idee haben, wie sie mir das Geld aus der Tasche ziehen können oder die Inflation vorantreiben.
Sachgegenstände kann man mir schlechter wegnehmen.
07:45
Und wieder mal starke Worte von jemanden, der sich für echte soziale Diskussionen schon mit der Wahl seines Nicks disqualifiziert hat...
20:33
Dass ich das noch erleben darf:
Der deutsche Konsument rettet die heile Ökonomie - Welt unserer banana republika!
Und das auch noch mit Lust!
Oh Herr , es geschehen noch Zeichen und Wunder im banana republika -Land!