Deutsche kaufen trotz Krise lieber ein, statt zu sparen
25.09.2012 | 13:50 Uhr 2012-09-25T13:50:53+0200
Nürnberg. Sparen in der Krise? Nicht mit uns, sagen die sonst so angstgebeutelten Deutschen. Laut dem Marktforschungsunternehmen GfK haben die Verbraucher im September lieber Geld ausgegeben, statt zu sparen. Gut für die Wirtschaft, heißt es von der GfK. Sie rechnet mit einer wachsenden Konjunktur.
Deutschlands Verbraucher geben in der Krise ihr Geld lieber aus, als es auf die hohe Kante zu legen. Auch hat ihre Angst vor einer Rezession etwas nachgelassen, wie das Marktforschungsunternehmen GfK am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Dagegen haben sie aber wenig Hoffnung, dass sich ihr Einkommen bald spürbar erhöhen wird.
Die GfK-Forscher erwarten für Oktober einen im Vergleich zum September unveränderten Konsumklimaindex von 5,9 Punkten. Nach drei Monaten mit Rückgängen legte der GfK-Indikator für die Konjunkturerwartungen im September um 1,7 auf nun minus 17,2 Punkte zu. In den Rezessionsjahren 2008 und 2009 hatte er zeitweise unter minus 30 Zählern gelegen. Bei den Einkommenserwartungen lag der Indikator für September bei 23,9 Punkten, nach 31,6 Zählern im August.
Stabile Löhne kurbelten die Kauflust im September an
Da die Lage am Arbeitsmarkt mit guten Tarifabschlüssen noch stabil sei, gelte dies auch für Neigung zum Konsum in der Finanz- und Eurokrise, schreibt das GfK. "Die Verbraucher tendieren nach wie vor dazu, ihre finanziellen Mittel in werthaltige Anschaffungen, wie beispielsweise Immobilien, zu investieren, als diese auf der Bank zu deponieren." Dies belege auch das überaus niedrige Niveau der Sparneigung.
Nachdem die Konjunkturerwartung zuvor dreimal in Folge deutliche Einbußen habe hinnehmen müssen, lege diese nun wieder zu. Ob dieser positive Trend anhalte, lasse sich nicht abschätzen, meinen die Forscher. So könne sich die deutsche Wirtschaft immer weniger den weitreichenden Rezessionstendenzen in Europa entziehen.
Hohe Benzinpreise könnten neue Geldverlust-Ängste schüren
Somit sind auch die Einkommenserwartungen der Bundesbürger laut GfK zunehmend in den Sog der konjunkturellen Verunsicherung geraten. Die Verunsicherung der Verbraucher im Hinblick auf ihre weiteren finanziellen Möglichkeiten habe in den vergangenen Wochen zugenommen. Ursache dafür seien die leicht angestiegenen Arbeitslosenzahlen und die erneuten Rekordstände bei den Benzinpreisen. "Die Verbraucher befürchten daher einen Verlust ihrer Kaufkraft", schreibt das Institut. (dapd)

20:09
#8 Bei diesem Kommentar ist so ziemlich alles quatsch ...
11:12
Bei diesem Artikel ist so ziemlich alles falsch!
:-))))))))
11:09
Die Übershrift ist schon falsch. Es muss heiße:
Deutsche kaufen WEGEN Krise lieber ein, statt enteignet zu werden!
09:10
Liebe dapd, logisch, oder? Da KOnsum unser Leben bestimmt, unser Dasein vom neuesten iphone und Tv abhängt, der neueste Hit meine Gefühle in die einzig richtige Richtung lenkt und der coole Superstar der Nation zum Held meiner Träume mutiert - da hilft nur: kaufen, kaufen, kaufen! Und dann ist es doch gut, das dies Angebot da ist - sonst wäre unser Leben schließlich leer und sinnlos!
07:37
Das nennt sich ganz profan "Crack-up-Boom" und geschieht meistens vor einem Zusammenbruch des Wirtschafts-/Finanzsystems!
00:04
Spanien und Italien jammern,weil die Zinsen für ihre Staatsanleihen bei 5-6% liegen.Der deutsche Michel zahlt,wenn er sein Konto überzieht,13% Zinsen.Wenn er sein Dispo überzieht,18% Wucherzinsen.Auf dem Sparbuch giebt es nur 0,4% Zinsen.Die Inflationsrate beträgt 2,1%.Weiter steigende Strom und Gaspreise noch nicht eingepreist!Wer sein Geld auf dem Sparbuch deponiert wird enteignet.Die Renten sollen auf 43% vom NETTOLOHN abgesenkt werden.Jemand der jetzt 2000 Euro Netto verdient,bekommt dann als Rentner 860 Euro.Die erste Bürgschaft für Griechenland ist bald fällig.Das ENDE ist nah!Die Blase wird platzen!
19:26
...Geld ausgeben,zum Sparen reicht es nicht. -:)
15:29
Die Ersparnisse der Bürger werden ja über den Nonsens EU inzwischen massiv entwertet. Die Flucht in Sachwerte hat längst begonnen. Oder man rettet sich in gute Fremdwährungen. Sonst droht den Bürgern ein Desaster.
15:29
Was ist denn daran falsch? Binnennachfrage hält den Konjunkturmotor am laufen. Sparen wäre jetzt ohnehin nicht richtig, dann ginge es wirklich abwärts. Allerdings habe ich die Sorge, dass die Spritpreise die Konsumlust dämpfen.