Deutsche Exporte legen im Juli kräftig zu
08.09.2010 | 10:44 Uhr 2010-09-08T10:44:00+0200
Wiesbaden. Deutsche Unternehmen haben im Juli fast ein Fünftel mehr Waren exportiert als vor einem Jahr. Im Vergleich zum Vormonat gingen die Ausfuhren jedoch leicht zurück, meldet das Statistische Bundesamt.
Die deutsche Wirtschaft hat im Juli mehr Waren exportiert als vor einem Jahr. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, stieg der Gesamtwert der Ausfuhren auf 83 Milliarden Euro - 18,7 Prozent mehr als 2009. Allerdings sanken die Ausfuhren gegenüber dem Vormonat kalender- und saisonbereinigt um 1,5 Prozent und die Einfuhren um 2,2 Prozent. Im Juni waren die Ausfuhren im Vorjahresvergleich noch stärker gestiegen, um 28,4 Prozent.
Die Unternehmen führten im Juli Waren im Wert von 69,5 Milliarden Euro nach Deutschland ein, dies entspricht einem Plus von 24,9 Prozent gegenüber 2009.
Zuwachs von zehn Prozent erwartet
Besonders gut liefen die Geschäft mit den Ländern außerhalb Europas. Hier stieg der Umsatz um 25,1 Prozent. Die Exporte in die Euro-Länder legten um 15,1 Prozent zu, die in die EU-Staaten um 14,6 Prozent. Von Januar bis Juli erhöhten sich die Exporte um 18,3 Prozent auf 541,3 Milliarden Euro. Der Außenhandelsverband BGA rechnet für das Gesamtjahr mit einem Plus von „deutlich über zehn Prozent“.
Wegen der Wachstumsschwäche in den USA und einigen Euro-Ländern sowie dem Auslaufen staatlicher Konjunkturprogramme bei wichtigen Handelspartnern dürfte das Geschäft in den kommenden Monaten jedoch schwieriger werden. Die exportabhängige Industrie erhielt im Juli 3,7 Prozent weniger Aufträge aus dem Ausland.
Auch der Kampf der USA gegen den Terror macht deutschen Unternehmen einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ zufolge Probleme. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag beklagt in seinem Außenwirtschaftsreport, dass deutsche Exporteure erst einen umfangreichen Sicherheitscheck über sich ergehen lassen müssten, bevor sie ihre Waren in die USA liefern dürften. (dapd/rtr/ddp)

20:12
US-amerikanischer Protektionismus unter dem Schutzmantel der Terrorbekämpfung?
Die us-amerikanischen ,neoliberalen Geistesriesen in der dortigen Realwirtschaft und Politik haben offenbar begriffen ,dass ein Imperium ohne eine gesunde und wettbewerbsfähige reale Ökonomie auf Dauer seine Position nicht halten kann.
Die Erkenntnis kommt ja ziemlich spät ,nachdem man viele realwirtschaftliche Bereiche entweder in Billiglohn -Länder verlagert hat oder den technischen Breitenanschluss in Sachen Qualifikation der Arbeitnehmer und Breitentechnologie -Förderung - zu Gunsten der Finanzwirtschaft - hat schleifen lassen.
Nun -in der Not -sind alle Mittel recht.
Hoffentlich erkennen unsere sog. elitären Eierköpfe was die Stunde geschlagen hat!
Immer wenn ich dann den Brüderle oder den Westerwelle in der Glotze sehe , dann weiß ich :
Es hat eigentlich keinen Wert!