Finanzparadiese
Deutsche Banken machen Geschäfte mit Steueroasen
02.09.2009 | 16:52 Uhr 2009-09-02T16:52:00+0200
Berlin. Die Deutschen Banken pflegen offenbar gute Beziehungen in fast alle Steuerparadiese der Welt. Das gehe laut einem Medienbericht aus internen Papieren des Bundesfinanzministeriums hervor. Vor allem die Deutsche Bank aber auch Commerzbank und Sal. Oppenheim seien auf dem Geschäftsfeld tätig.
Deutsche Banken sind offenbar tief in das Geschäft mit Steueroasen verstrickt. Dies berichtete «Die Zeit» am Mittwoch vorab unter Berufung auf interne Papiere des Bundesfinanzministeriums. Demnach unterhielten die Finanzinstitute über ihre Tochtergesellschaften in Liechtenstein und der Schweiz Geschäftsbeziehungen zu mehr als 1600 Stiftungen und Trusts in fast allen Steuerparadiesen dieser Welt. Zudem besitzen sie den Angaben zufolge 395 Tochtergesellschaften, Beteiligungen oder sonstige Rechtseinheiten in Offshore-Zentren.
Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums wollte die Sachverhalte aus «internen Papieren» nicht kommentieren. Die Geschichte selbst sei «allerdings nicht ganz taufrisch», sagt er. Um den vergangenen Jahreswechsel herum habe die Bundesanstalt für Finanzdienstleitungen (BaFin) auf Bitten des Ministeriums 31 deutsche Kreditinstitute mit einem Fragebogen um einen Überblick über die Geschäftsaktivitäten ihrer Töchter und Beteiligungen in Liechtenstein und der Schweiz mit Stiftungen Liechtensteinischen Rechts und anderen intransparenten Vehikeln gebeten.
In erster Linie Fondsinvestments
«Die meisten Geschäftsaktivitäten unterhalten die Deutsche Bank und - mit großem Abstand - Commerzbank und Sal. Oppenheim», heißt es dem Zeitungsbericht zufolge zum Thema Offshore in einem internen Vermerk des Bundesfinanzministeriums. Ein Sprecher von Sal. Oppenheim sagte: «Wir haben die Umfrage der BaFin beantwortet; es handelt sich dabei in erster Linie um Fondsinvestments. Hierzu gab es keine Beanstandungen.» Die Deutsche Bank verwies lediglich darauf, dass sie weltweit tätig ist. Die Commerzbank folgt eigenen Angaben zufolge «strengsten internationalen Standards».
Laut dem Zeitungsbericht managt allein die Deutsche Bank von der Schweiz aus Geschäftsbeziehungen zu mindestens 566 Stiftungen und Trusts, die nicht nach schweizerischem Recht ausgestaltet sind, sondern nach dem anderer Steueroasen - von Curaçao bis zu den britischen Jungferninseln. Hinzu kämen 204 Tochtergesellschaften, Beteiligungen und Rechtseinheiten in 13 Offshore-Zentren mit zusammen 2428 Kundenbeziehungen, allein 868 davon in Singapur. Nummer zwei im Geschäft mit Offshore-Zentren sei die teilweise verstaatlichte Commerzbank. (ddp)

10:50
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23:24
Ach so , der operative Kanzler der banana republika Deutschland ist ja sowieso der Schwiezerkracher Ackermann.
23:22
Ja nun Frau Bundeskanzler aus dem Uckermärkischen und Herr Steinbrück aus den SPD - Niederungen,da tun sich aber Betätigungsfelder auf nationaler Ebene auf ,da wären sie aber beschäftigt zum Wohle des deutschen Staatsbürgers.
Was haben Sie eigentlich getan seit Sie beide den Schwur von vor vier Jahren geleistet haben zum Wohle des deutschen Volkes zu arbeiten?
20:15
Jagd auf Steueroasen
Mittwoch, 2. September 2009
Regierungspapiere: Deutsche Banken tief in das Geschäft mit Steueroasen verstrickt. Finanzinstitute halten über ihre Tochtergesellschaften in Liechtenstein und der Schweiz Geschäftsbeziehungen zu mehr als 1600 Stiftungen und Trusts in fast allen Steuerparadiesen dieser Welt.
Interne Papiere des Bundesfinanzministeriums zeigen erstmals auf, wie tief deutsche Banken in das anrüchige Geschäft mit Steueroasen verstrickt sind. Nach Informationen der ZEIT unterhalten hiesige Finanzinstitute über ihre Tochtergesellschaften in Liechtenstein und der Schweiz Geschäftsbeziehungen zu mehr als 1600 Stiftungen und Trusts in fast allen Steuerparadiesen dieser Welt. Zudem besitzen sie 395 Tochtergesellschaften, Beteiligungen oder sonstige Rechtseinheiten in Offshore-Zentren.
Die Daten gehen auf zwei Befragungen zurück, die die deutsche Finanzaufsicht BaFin im November 2008 und Mai 2009 im Auftrag des Bundesfinanzministeriums durchgeführt hat. Dabei gaben 31 respektive 16 Banken Auskunft über ihre Geschäftsaktivitäten in der Schweiz, Liechtenstein und 21 Offshore-Zentren.
Die meisten Geschäftsaktivitäten, heißt es zum Thema Offshore in einem internen Vermerk des Bundesfinanzministeriums zu diesen Befragungen, unterhalten die Deutsche Bank und - mit großem Abstand - Commerzbank und Sal. Oppenheim. Nach den Informationen managt allein der Branchenprimus Deutsche Bank von der Schweiz aus Geschäftsbeziehungen zu mindestens 566 Stiftungen und Trusts, die gar nicht nach Schweizer Recht ausgestaltet sind, sondern nach dem anderer Steueroasen - von Curaçao bis zu den britischen Jungferninseln. Hinzu kommen 204 Tochtergesellschaften, Beteiligungen und Rechtseinheiten in 13 Offshore-Zentren mit zusammen 2428 Kundenbeziehungen, allein 868 davon in Singapur.
Nummer zwei im Geschäft mit Offshore-Zentren ist die teilweise verstaatlichte Commerzbank.
Das umstrittene Geschäft mit Liechtensteinischen Stiftungen oder Trusts wird den Regierungspapieren zufolge nicht über Liechtenstein, sondern primär über die Schweiz gesteuert. So pflegt die Schweizer Tochter der Deutschen Bank Geschäftsbeziehungen zu 301 Liechtensteiner Stiftungen, die Schweizer Tochter der Commerzbank 93 Anstalten nach Liechtensteiner Recht.
Diese Zahlen markieren aber nur die Spitze eines Eisbergs. Die Befragungen der BaFin zielten nur auf Trusts, Stiftungen und Anstalten. Nach schlichten Privat- oder Firmenkonten durften die Aufseher nicht fragen. Für den Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) ist die Beschaffung der genannten Angaben Teil einer neuen Strategie. Es geht darum, das Netz von Bankenaktivitäten offenzulegen, das Steuerflucht überhaupt erst ermöglicht.
19:25
Ja irgendwie müssen doch die armen BANKSTER doch zu ihren überzogegen Boni kommen...
17:46
@1
Nein nicht wirklich!
17:23
das wundert aber jetzt nicht wirklich irgendjemanden --- oder ???
für soziale gerechtigkeit und gegen krieg -> mein herz schlägt links ...
17:46
@1
Nein nicht wirklich!