Deutsche Bank schielt auf reiche Privatkunden
28.10.2009 | 22:06 Uhr 2009-10-28T22:06:00+0100
Frankfurt. Die Deutsche Bank wird in Deutschland Marktführer beim Geschäft mit reichen Privatkunden. Wie am Mittwoch mitgeteilt wurdenn, übernimmt die Bank das schwer angeschlagene Bankhaus Sal. Oppenheim nun doch zu 100 Prozent. Der Kaufpreis soll eine Milliarde Euro betragen.
Die Deutsche Bank übernimmt das schwer angeschlagene Bankhaus Sal. Oppenheim nun doch zu 100 Prozent. Der Kaufpreis betrage eine Milliarde Euro, teilte das größte deutsche Finanzinstitut in Frankfurt am Main mit. Sal. Oppenheim führte bereits seit Wochen Gespräche mit dem Branchenprimus.
Erst jüngst hatte das Traditionshaus sein Eigenkapital mit Hilfe der Deutschen Bank um 300 Millionen Euro erhöht. Die Einlage kam von den Anteilseignern und wurde von der Deutschen Bank finanziert. Die Stärkung des Eigenkapitals galt als erster Schritt für eine Kapitalbeteiligung, über dessen Höhe seither spekuliert wurde.
Durch die vollständige Übernahme will die Deutsche Bank ihre Position im gehobenen Privatkundengeschäft insbesondere in Deutschland stärken. Das Vermögensverwaltungsgeschäft von Sal. Oppenheim soll unter dem Namen Sal. Oppenheim weitergeführt und ausgebaut werden.
Grundlage für weltweites Wachstum
"Mit der Übernahme des renommierten Privatbankhauses bauen wir unser Vermögensverwaltungsgeschäft in Europa, besonders in Deutschland, deutlich aus und stärken damit unsere stabilen Geschäftsfelder weiter", sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann. "Das ist eine hervorragende Grundlage für weiteres weltweites Wachstum in diesem Bereich", fügte er hinzu.
Auch der Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter von Sal. Oppenheim, Matthias Graf von Krockow, begrüßte die Übernahme: "Wir freuen uns, unsere Kunden zukünftig aus einem starken Verbund heraus betreuen zu können und dabei die Stärken beider Häuser zu kombinieren. Auch in Zukunft setzen wir auf unsere Tradition und Erfahrung, um das Vertrauen unserer Kunden in unsere Bank weiter zu festigen."
Mit dem Erwerb der in Luxemburg ansässigen Privatbank Sal. Oppenheim gehen nicht nur sämtliche Geschäfte der gleichnamigen deutschen Tochter, sondern auch die BHF-Bank und das in einer eigenständigen Holding geführte Private Equity Dachfondsgeschäft der Sal. Oppenheim Private Equity Partners auf die Deutsche Bank über. Zusätzlich erwirbt die Deutsche Bank die BHF Asset Servicing GmbH (BAS). Dadurch beläuft sich der Gesamtkaufpreis auf 1,3 Milliarden Euro. Die BAS soll allerdings weiterverkauft werden.
Millionen-Verluste bei Sal. Oppenheim
Wegen der Finanzkrise verbuchte Sal. Oppenheim im vergangenen Jahr 117 Millionen Euro Verlust, den ersten seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Übernahme besiegelt nun das Ende der Unabhängigkeit der Privatbank, die seit 1789 in Familienbesitz war. Mit rund 4000 Mitarbeitern, einem Eigenkapital von 1,9 Milliarden Euro und einer Bilanzsumme von mehr als 41 Milliarden Euro war Sal. Oppenheim die größte unabhängige Privatbankgruppe in Europa. Gemeinsam mit der zu Beginn des Jahres 2005 erworbenen BHF-Bank betreut und verwaltet sie ein Vermögen in Höhe von 132 Milliarden Euro.
Die Aktie der Deutschen Bank reagierte mit einem Minus von 3,1 Prozent auf 48,90 Euro, dies allerdings in einem äußerst schwachen Marktumfeld. (afp)

13:36
@ #10 Politikerkritisierer
Einige Anmerkungen zu Ihrem Kommentar:
1.) Da die Kommentatorennamen für den Inhalt eines Kommentars zunächst einmal keinerlei Bedeutung haben, sollten Sie diesen keine allzu große Beachtung schenken.
Anmerkung: Kennen Sie übrigens den Begriff Ironie?
2.) Wenn Sie meinen Kommentar verstanden hätten, wäre Ihnen aufgefallen, dass ich keine Aussagen zu dem Thema Finanzen gemacht habe, mich folglich auch nicht zu einer fachlichen Institution erhoben habe, wie Sie es formulieren.
Ich habe den Vorkommentatoren lediglich die Fähigkeit abgesprochen, sich zu diesem Thema und zu Dr. Ackermann, dem Chef der größten Bank Deutschlands, qualifiziert zu äußern.
Das ist ein Unterschied, den Sie sicherlich beim zweiten Lesen meines Kommentars bemerken werden (ohne Dinge in diesen hinein zu interpretieren, die Sie zwar gerne lesen würden, um reflexartig Ihre Argumentationsketten abzuspulen, die jedoch gar nicht vorhanden sind).
3.) Während Sie mir eine Pauschalisierung bezüglich der Hartz4-Empfänger vorwerfen (die ich in meinem obigen Kommentar nicht erkennen kann – worin soll diese genau liegen?), sehen Sie selbstverständlich ganz genau und sehr diversifiziert hin (Zitat: ...reiche Muttersöhnchen, deren BWL-Studium von ihren Eltern erkauft wurde...).
Durch so viel Sachlichkeit erlangen Sie selbstverständlich das Recht, anderen Kommentatoren Pauschalisierung zum Vorwurf zu machen. Wie war das noch? Den Dorn im Auge des Anderen suchen, aber den Balken im Eigenen nicht sehen? Solche Leute soll es tatsächlich geben.
Freundliche Grüße
Ihr König von Korsika, der Drews, der Jürgen (ich hoffe, Sie haben verstanden, dass das gar nicht mein richtiger Name ist – ich singe noch schlechter)
07:18
Es wird munter weiter das Geld verzockt. Die Banker haben rein gar nichts aus der Wirtschaftskrise gelernt. Aber ist ja auch weiter nicht schlimm, die Machenschaften werden ja von der Regierung unterstützt.
04:50
Interessant, dass sich jemand mit dem Nick Drews Jürgen zur fachlichen Institution erhebt ...
Die Kreuz- und Quersubventionierung des Herrn A. sind mit Sicherheit eine Freude für jedes reiche Muttersöhnchen, dass sich das BWL-Studium von den Eltern hat erkaufen lassen.
Es ist sicherlich Fakt, dass Herr A. sehr erfolgreich ist. Nur gehen Erfolg und soziales Handeln selten Hand in Hand. Herr A. ist ein simpler Renditejunkie, der mit absoluter Sicherheit ähnlich viel Dreck am Stecken hat wie Mr. Maddoff.
Und seine Freundschaft mit Fr. Dr. Merkel hat einen sehr unangenehmen Beigeschmack.
Und jeder, der ALGII-Empfänger pauschal beurteilt, enthebt sich selbst jeder Diskussionskompetenz.
Wie sagte unlängst ein deutscher Kabarettist? Es ist eine alte Tradition in Deutschland, die Wut jener, die wenig haben, auf die zu lenken, die gar nichts haben.
Armes Deutschland. Das Niveau, das hier zu häufig dargestellt wird, macht mich nicht selten sprachlos. Mag daran liegen, dass der Begriff überparteilich schon lange aus den Titeln der WAZ-Mediengruppe getilgt gehört.
01:48
Ich kam mir in letzter Zeit auch so beobachtet vor..........
01:19
Finanzexperten unter sich hier im Forum.
Schade, dass keiner der Kommentatoren eine Ausbildung gemacht hat, die ihn auch nur halbwegs befähigen würde, zwei, drei Hierarchie-Ebenen unterhalb von Dr. Ackermann zu arbeiten.
Ich stelle mir gerade die Kommentatoren in einem Vier-Augen-Gespräch mit Dr. Ackermann vor - oh Mann, was würdet Ihr rhetorisch und fachlich abgeledert.
Aber lassen wir das - freut Euch lieber auf Euren Hartz4-Regelsatz, der müßte bald wieder auf dem Konto sein.
23:51
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23:16
Leider lässt sich mit den Hartzis kein Gewinn erzielen, da sie nur Kosten verursachen. Gut gemacht Herr Ackermann
22:52
Sehr gut. Da werden sicherlich die Aktien wieder weiter steigen. $-)
21:55
Jetzt kann man begutachten für was der Schwiezerkracher Ackermann die -direkt bzw. indirekt - eingesteckten Steuergelder des deutschen Michel verwendet.
Er will an das Geld der vermögenden Kunden bei Salomon Oppenheimer.
Damit kann er den Kredithebel mit dem erarbeitet noch ausweiten.
Schöne neue Bankenwelt ,bis zum Crash .
21:34
Hauptsache Mitarbeiter abbauen...
Weltklasse!