Deutsche Bank erwartet Milliardenverlust für 2008
14.01.2009 | 13:44 Uhr 2009-01-14T13:44:00+0100
Frankfurt/Main. Josef Ackermann ist "sehr enttäuscht": Die Deutsche Bank erwartet für das vierte Quartal 2008 und für das Gesamtjahr Milliardenverluste. Wie das Institut mitteilte, ist allein im letzten Quartal 2008 ein Verlust nach Steuern in der Größenordnung von 4,8 Milliarden Euro entstanden.
Die Finanzkrise hat die Deutsche Bank tief in die roten Zahlen gerissen. Der deutsche Branchenprimus erwartet nach einem Milliardenverlust im vierten Quartal für das Gesamtjahr ein Minus nach Steuern von rund 3,9 Milliarden Euro. Bisher war das Institut vergleichsweise gut durch die Krise gekommen. Für das dritte Quartal hatten die Frankfurter noch einen Gewinn nach Steuern von 414 Millionen Euro gemeldet.
Die Bank steuert gegen
Nach vorläufigen Zahlen geht die Bank für das vierte Quartal von einem Verlust nach Steuern in der Größenordnung von 4,8 Milliarden Euro aus, wie es am Mittwoch in einer Pflichtmitteilung für die Börse hieß. «Wir sind über das Ergebnis im vierten Quartal, das zu einem Verlust im Gesamtjahr geführt hat, sehr enttäuscht», erklärte Vorstandschef Josef Ackermann. Das extrem schwierige Marktumfeld habe einige Schwächen der Bank aufgezeigt. «Wir haben eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, um diese Schwächen zu beheben. Die Umsetzung der Maßnahmen ist bereits im Gange», betonte der Manager.
Die Bank habe ihre Risikopositionen unter anderem bei gewerblichen Immobilienkrediten und anderen wesentlichen Bereichen deutlich reduziert und erwarte keine weiteren materiellen negativen Effekte aus diesem Bereich.
Verkauf und Handel von Wertpapieren belastet
Die Bank teilte zur Erläuterung der Zahlen für das vierte Quartal weiter mit: «Die außerordentlich schwierigen Marktbedingungen haben die Ergebnisse aus dem Verkauf und Handel von Wertpapieren (Sales and Trading) belastet». Davon seien insbesondere der Handel mit Kreditprodukten, das Aktienderivategeschäft und der Aktieneigenhandel betroffen gewesen. Das Quartalsergebnis spiegle darüber hinaus aber auch die Reduzierung von Risikopositionen und weitere Maßnahmen zum Risikoabbau wider.
Auch für den Unternehmensbereich Asset und Wealth Management (Vermögensverwaltung und vermögende Privatkunden) erwarte die Bank im vierten Quartal einen Verlust. «Dieser ergibt sich im Wesentlichen aus einer Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte in DWS Scudder sowie aus materiellen Zuschüssen zu Geldmarktfonds», erklärte das Institut.
Kernkapitalquote von 10 Prozent erwartet
Die Deutsche Bank erwartet zum Ende des vierten Quartals eine Kernkapitalquote - das Verhältnis von Kernkapital zu vergebenen Krediten - von 10 Prozent. Das Institut wies zudem darauf hin, dass es auch weiterhin nur im geringen Umfang von der Möglichkeit Gebrauch mache, ihre eigenen Verbindlichkeiten zu Marktwerten zu bilanzieren. Hätte die Bank das sogenannte Fair-Value-Prinzip auf alle verbrieften Verbindlichkeiten angewendet, wären im Gesamtjahr den Angaben zufolge zusätzliche Gewinne vor Steuern von mehr als 5,5 Milliarden Euro angefallen. (AP)
Rund ums Thema:

11:04
Bad Boy will Bad Bank. Ein Fall für Aktenzeichen XY...ungelöst? Oder eine neue Geschäftsidee von Franjo P. und dem Skandal-Rapper B.? Mitnichten, Deutsche-Bank-Chef Joe Ackermann will allen Ernstes eine Bad Bank gründen, um auf diesem Wege seine faulen Ramsch- und Risiko-Wertlospapiere abzustoßen und mit dem Victory-Zeichen bzw. seinem berühmten Strahlemann-Lächeln der selbstverschuldeten Finanzkrise zu trotzen. Dabei sollen die Gewinne der Deutschen Bank, der sog. Good Bank, privatisiert bleiben und die milliardenschweren Verluste von einer halbstaatlichen Bad Bank getragen und sozialisiert werden. Regierungskreise schätzen, dass damit auf den Steuerzahler mind. 400-500 Milliarden € zukommen, die durch die Bankenkrise verursacht wurden. Diese überaus unseriöse und unmoralische Aufspaltung der Banken in Good Bank und Bad Bank beweist in meinen Augen das Vorhandensein von enormen, suizidalen Kräften im Kapitalismus. Joe Ackermann mutiert so zum Dr. Jekyll und Mr. Hyde des Spätkapitalimus. Karl Marx sähe damit seine These bestätigt, dass sich der Kapitalismus letztendlich selber überwindet und auflöst.
11:13
........und er kommt doch bald bettelnd bei Angela angekrochen !
08:57
Ackermann hoffentlich zieht mann Ihnen Ihre Unfähigkeit vom Gehalt ab. Damit Sie endlich mal merken dass Sie nur ******* im Hirn haben.
Profit , Profit und nun wo ist Ihr Profit jetzt?
alles weg ! und nun nach dem Staat schreien, so geht das aber nicht.
Zahlen Sie den Verlust aus Ihrer gut gefüllten Privatbörse wie jeder andere Bürger auch wenn dieser ******* gebaut hat.
Da ist auch kein Staat der hilft.
Und wenn Sie nicht zahlen können müssen Sie eben alles was Sie besitzen verkaufen und wenn das noch nicht reicht um den Verlust zu decken , um dann wenn Sie nichts mehr besitzen private Insolvenz anmelden.
Dieser Vorgang ist meiner Ansicht nach völlig gerechtfertigt.
Jemand wie Sie der sich bisher nur auf Kosten anderer bereichert hat, hat es nicht anders verdient
07:23
Dank Herrn Ackermann erhält der Begriff Bankräuber eine völlig neue Bedeutung
22:18
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21:56
Aber Herr Ackermann bleibt..
Warum???
Is doch klar, DER bekommt auch noch Geld vom Staat (=Steuerzahler)
21:40
Gratulation Herr Ackermann!!!!! Jetzt haben Sie sich aber erst einmal eine Dicke Prämie verdient, gestern standen wir kurz vorm Abgrund, heute sind wir schon einen Schritt weiter.
19:51
Angela Merkel, CDU:
DER AUFSCHWUNG IST DA!!!!!!
15:34
Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Habe ich in meiner laienhaften Art noch nirgendwo in der Wirtschaft feststellen können.
Ausser beim Autokauf. Dafür brauche ich kein Betriebswirtschaftstudium. Alles kompliziert reden damit Otto-Normal nicht durchblick.
Herr Ackermann wie schmeckts wenn die 0,5 Million Euro statt 14,0 Millionen winken?
Ihnen würde ein Tortenschirmchen auf dem Kopf für Kanerval gut zu Gesicht stehen. G....s:-)
15:11
Die Aufregung ist aber weit hergeholt.
Mit Fair-Value-Prinzip wären zusätzliche Gewinne von 5,5 Mrd.€ entstanden => immerhin 700 Mio Gewinn, wenn man den jetztigen Verlust berücksichtigt.
Bewertet ruhig weiterhin die eigenen Aktiva unter, und spart Steuern, aber das was hier wieder 90% der Leser denken zeugt nicht gerade von BWL-Kenntnissen...