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Deutsche Bank bindet Sal. Oppenheim stärker an sich

28.09.2009 | 17:06 Uhr
Deutsche Bank bindet Sal. Oppenheim stärker an sich

Frankfurt/Main. Der Einstieg der Deutschen Bank bei Oppenheim rückt näher. Das Frankfurter Geldinstitut hat die Kredite an der Privatbank noch weiter aufgestockt. Im Gegenzug habe die Bank offenbar Besicherungsrechte an Aktie von Sal. Oppenheim erhalten - ein "erster Schritt Richtung Beteiligung".

Die Deutsche Bank bindet Sal. Oppenheim immer stärker an sich. Das größte deutsche Finanzinstitut habe den Eignern der Privatbank einen Kredit in Höhe von 350 Millionen Euro gewährt, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Im Gegenzug habe die Bank Besicherungsrechte an Aktien von Sal. Oppenheim erhalten. Der Kredit sei ein «erster Schritt in Richtung Beteiligung» der Deutschen Bank bei Sal. Oppenheim, sagte die Person.

Zusammen mit der von der Deutschen Bank finanzierten Kapitalerhöhung in Höhe von 300 Millionen Euro verstärkt der Marktführer damit die Bindung der Privatbank an sich. Offen lässt die Deutsche Bank bislang, wie hoch der Anteil genau ist, den sie übernehmen will. Auf Nachfrage hatte Vorstandsvorsitzender Josef Ackermann einen kompletten Kauf nicht ausgeschlossen.

Übernahme in mehreren Schritten

Als wahrscheinlich gilt eine Übernahme in mehreren Schritten. Bei den Verhandlungen mit der Deutschen Bank liege der Schwerpunkt ganz klar und unverändert auf dem Vermögensmanagement, wie mehrere informierte Personen der Nachrichtenagentur sagten. Mit einem Abschluss sei eher Ende als Mitte Oktober zu rechnen, hieß es am Freitag. Die Entscheidung über den Verkauf des Investmentbankings von Sal. Oppenheim gehe dagegen schon früher in eine entscheidende Phase. Im Rennen seien nach wie vor die italienische Mediobanca und die australische Macquarie. Mit beiden liefen die Verhandlungen, wenn auch auf unterschiedlichen Ebenen, sagte die Person.

Ins Schlingern war die 220 Jahre alte Privatbank geraten, nachdem sie wegen der Finanzkrise im vergangenen Jahr den ersten Verlust in der Nachkriegsgeschichte geschrieben hatte. (ddp/ap)

DerWesten

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