Das aktuelle Wetter NRW 13°C
Bahn

Deutsche Bahn erhöht Preise um 2,8 Prozent

25.09.2012 | 11:03 Uhr
Deutsche Bahn erhöht Preise um 2,8 Prozent
Bahnfahren wird ab Dezember knapp drei Prozent teurer.Foto: Matthias Graben // WAZ FotoPool

Berlin.   Die Deutsche Bahn erhöht mit dem Fahrplanwechsel im Dezember ihre Preise. Durchschnittlich sollen die Ticketpreise um 2,8 Prozent steigen, wie das Unternehmen am Dienstag in Berlin mitteilte. Grund für die Preiserhöhung seien vor allem die kontinuierlich steigenden Energiekosten.

Bahnfahren wird ab Dezember erneut teurer . Die Deutsche Bahn erhöht die Preise im Fern- und Regionalverkehr um durchschnittlich 2,8 Prozent, wie der Konzern am Dienstag in Berlin bekanntgab. Auch die Bahncards werde zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2,4 Prozent teurer. Reservierungen kosten weiter vier Euro pro Platz. Die Sparpreise ab 29 Euro im Fernverkehr bleiben ebenfalls. Unberührt von den Erhöhungen des Unternehmens sind die Tarife der Verkehrsverbünde, die diese eigenständig festlegen. Die Bahn begründete die Verteuerung wie in den vergangenen Jahren mit gestiegenen Energiekosten.


Diese hat die Bahn zumindest zuletzt gut verkraftet: Im ersten Halbjahr 2012 verzeichnete der Konzern einen Passagierrekord sowie einen Gewinnsprung im Fernverkehr. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 verdreifachte sich das Betriebsergebnis von IC und ICE und übertraf damit sogar bereits das Gesamtjahr 2011 deutlich.

Kommentar von Wolfgang Mulke
Die Bahn muss besser werden

In immerhin einem Punkt ist die Bahn ebenso zuverlässig wie pünktlich. Jedes Jahr zum Fahrplanwechsel erhöht der Konzern die Preise. Der Geschäftsverlauf spielt dabei keine große Rolle.

Als Grund nannte die Bahn hier unter anderem "Preismaßnahmen". 2011 hatte der Konzern die Tarife im Fernverkehr um knapp vier Prozent nach oben geschraubt. Geholfen haben dürften dem Unternehmen die deutlich gestiegenen Spritpreise, die mehr Autofahrer zum Umstieg in die Bahn bewegten. (rtr/afp)



Kommentare
25.09.2012
16:20
Deutsche Bahn erhöht Preise um 2,8 Prozent
von CaptainFuture | #9

Ihr wisst doch: Im Herbst kann die Bahn nicht fahren wegen dem Laub auf den Schienen. Im Winter wegen Schnee, im Frühlung wegen den Gleisarbeiten durch die Winterschäden und im Sommer ist es zu heiss.

25.09.2012
15:32
Deutsche Bahn erhöht Preise um 2,8 Prozent
von meinemeinungdazu | #8

Jede Preiserhöhung entwertet die Geldrücklagen der Bürger. Die Inflation beginnt sich zu drehen. Zins- und Lohnausgleich gibt es nicht mehr netto.

25.09.2012
15:29
Deutsche Bahn erhöht Preise um 2,8 Prozent
von dieterborussia | #7

Die nächste Preiserhöhung bitte.
Positiv stellt die Bahn herraus das die "Sparpreise" ab 29 Euro stabil bleiben.
Logisch, gibt es die doch offenbar nur für 90´jährige in begleitung ihrer Eltern !

Es wird Zeit das die Bahn ihr quasimonopol auf Fernstrecken verliert.

25.09.2012
15:29
Deutsche Bahn erhöht Preise um 2,8 Prozent
von Pottriotin | #6

Wieder vermehrt Zugausfälle. Oftmals verschlossene, da defekte Toiletten. Von den toilettenbefreiten S-Bahnen ganz zu schweigen. Schlechte Kommunikationspolitik, wenn die Bahn mal steht oder nicht kommt. Teils des-informierte und/oder mißmutige und/oder feige Schaffner.

Dafür bezahle ich doch gerne 2,8 Prozent mehr! Ehrlich jetzt!

25.09.2012
13:35
Deutsche Bahn erhöht Preise um 2,8 Prozent
von MichaP | #5

Also bezahlt der Kunde zweimal, erst den höheren Ticketpreis und noch die EEG Umlage von der die Bahn befreit wird. Der eigendliche Strompreis ist wohl eher für die Bahn gesunken.

25.09.2012
13:06
Deutsche Bahn erhöht Preise um 2,8 Prozent
von chillkr0ete | #4

hätte man mal lieber die Pünktlichkeit um mindestens 2,8 Prozent erhöht...

25.09.2012
12:51
Deutsche Bahn erhöht Preise um 2,8 Prozent
von WaddeHaddeDuddeDa | #3

Nun bei dieser Leistung und diesen wunderbaren Service ist das ja auch zu verstehen!

25.09.2012
12:11
Deutsche Bahn erhöht Preise um 2,8 Prozent
von CaptainFuture | #2

Irgendwie muss die Bahn ja die gestiegenen Strompreise wieder reinholen. Nachdem unser Atomkraftwerk in Japan abgeschaltet wurde. Oder war das gar nicht unserers?

1 Antwort
Deutsche Bahn erhöht Preise um 2,8 Prozent
von fuffzigpfennig | #2-1

Nein, wir waren nur für die Massenpanik zuständig! Da hat die von den Grünen jahrzehntelang gesähte Atomangst endlich Früchte getragen!

25.09.2012
11:29
Deutsche Bahn erhöht Preise um 2,8 Prozent
von Evennia | #1

Ja Mensch, da haben wir ja Glück, dass die Bahn wieder die Preise erhöht. Nachdem die Bürger selbst über gestiegene Energiekosten geschröpft werden, kriegt die Bahn den Hals nicht voll und langt gierig nach den paar Kröten im Geldbeutel ihrer Kunden... Service ist für die Tonne (ich glaube, ich hab in der Vergangenheit niemals so viele Verspätungen und Ausfälle erlebt), aber wir nehmen mal mehr Geld fürs Bahn fahren...
Super!!
Ich kauf mir n Auto. Flexibler und ich brauch statt ner Stunde nur noch 15 Minuten ins Büro.

1 Antwort
Deutsche Bahn erhöht Preise um 2,8 Prozent
von fuffzigpfennig | #1-1

Und wie können Sie das dann mit unseren ehrgeizigen Klimaschutzzielen vereinbaren? ;-)

Aus dem Ressort
Mülheimer Duo ist schon mit Mitte 20 Supermarkt-Filialleiter
Handel
Karriere im Einzelhandel: Michael Bartels und Marco Hüßelmann hatten das eigentlich nie im Sinn. Jetzt leiten sie gemeinsam einen Lebensmittelmarkt – und sind gerade mal Mitte 20. Am Ende der Karriereleiter sind sie noch nicht, denn abends geht’s wieder auf die "Schulbank".
Essener RWE-Turm soll 120 Millionen Euro kosten
Immobilien
Der Energiekonzern RWE will seine markanten Turm in der Essener Innenstadt verkaufen – und dann zurückmieten. Ein weltweit tätiger Immobilienvermarkter sucht jetzt einen Investor, der 120 Millionen Euro für das Bauwerk zahlt.
Was Ikea-Kunden zum lebenslangen Umtauschrecht wissen müssen
Ikea
Möbelriese Ikea wirbt damit, Ware ab sofort jederzeit umtauschen zu können - und das auch noch Jahre später. Das lebenslange Rückgaberecht gelte jedoch nur bei Ware, die ab sofort gekauft werde. Ihr Zustand ist dabei vollkommen egal. Mit einer Rückgabe-Welle rechnet das Unternehmen trotzdem nicht.
Gericht macht Weg frei für die Sanierung des Autobauers Saab
Kultmarke
Der Weg für die Sanierung des schwedischen Autoherstellers Saab ist frei. Ein Gericht hat einem Sanierungsverfahren unter Gläubigerschutz zugestimmt. Im ersten Versuch, solch ein Verfahren anzuschieben, waren die Verantwortlichen weniger erfolgreich gewesen.
Stadtwerke übernehmen Steag komplett für 570 Millionen Euro
Steag
Die Verträge sind unterzeichnet: Das Konsortium aus sieben Ruhrgebiets-Stadtwerken übernimmt die Evonik-Tochter Steag komplett. Für die 49 Prozent des Energie-Unternehmens, die noch nicht in ihrem Besitz waren, zahlen die Städte einen Kaufpreis von 570 Millionen Euro.
Umfrage
Die Städte in NRW fordern viele Millionen von Bund und Land, um marode Straßen zu reparieren . Wie zufrieden sind Sie mit dem Zustand der Straßen?