Das aktuelle Wetter NRW 6°C
Börsen

Deutsche Aktien fallen wegen Sorgen um Syrien-Konflikt

01.09.2013 | 16:49 Uhr
Funktionen

Frankfurt/Main  Sorgen um eine Eskalation des Syrien-Konflikts und durchwachsene Konjunkturdaten haben den deutschen Aktienmarkt am Freitag belastet. Der Dax schloss 1,12 Prozent tiefer bei 8103,15 Punkten.

Auf Wochensicht büßte der deutsche Leitindex damit 3,73 Prozent ein, im August ging es um 2,09 Prozent nach unten. Der MDax fiel am Freitag um 0,43 Prozent auf 14 386,16 Punkte und der TecDax büßte 0,62 Prozent auf 1019,84 Punkte ein.

Wegen des verlängerten Börsen-Wochenendes in den USA hätten die Anleger angesichts der Unsicherheit über die weitere Entwicklung des Syrien-Konflikts Vorsicht walten lassen, sagte Marktanalyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets. Von der Konjunkturseite kamen durchwachsene Nachrichten. So stieg die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone auf ein Zweijahreshoch und in den USA trübte sich das Wirtschaftsvertrauen im August weniger stark ein als zunächst ermittelt. Indes verharrte die Arbeitslosigkeit in der Eurozone auf einem Rekordhoch und in Deutschland sanken die Einzelhandelsumsätze überraschend.

An der Dax-Spitze verteuerten sich die Aktien von Lanxess um rund ein Prozent. Hier sorgte ein «Handelsblatt»-Bericht für gute Stimmung. Diesem zufolge stellt der Chemiekonzern seine Strategie auf den Prüfstand, um eventuell die Kapazitäten und Investitionspläne der derzeitigen Marktentwicklung anzupassen.

Commerzbank-Titel setzten ihre jüngste Erholung fort und kletterten ein halbes Prozent nach oben. Der frühere Chef der Dresdner Bank, Herbert Walter, hält die staatlich gestützte Bank für ein attraktives Übernahmeziel. Mit Blick auf die immer wieder aufflammenden Übernahmespekulationen komme dem Interview zwar keine große Bedeutung zu, sagte ein Händler. Allerdings stütze es den zuletzt positiven Trend der Papiere. Die Papiere des Chip-Herstellers Infineon sowie die Titel der Deutschen Bank profitierten von positiven Analystenkommentaren. Sie verteuerten sich um 0,42 Prozent beziehungsweise 0,71 Prozent.

Als Schlusslicht im deutschen Leitindex büßten die Papiere der Lufthansa fast zwei Prozent ein. Seit ihrem Hoch Anfang Juni haben die Papiere der Fluggesellschaft nun mehr als 20 Prozent verloren.

Auch an den anderen wichtigen Börsen in Europa ging es nach unten. Der EuroStoxx 50 schloss 1,34 Prozent niedriger bei 2721,37 Punkten. Der Pariser Cac 40 und der Londoner FTSE 100 fielen ebenfalls deutlich. In den USA stand der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss rund 0,30 Prozent tiefer.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,55 Prozent am Vortag auf 1,52 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,13 Prozent auf 132,71 Punkte. Der Bund Future aber verlor 0,04 Prozent auf 140,62 Punkte. Der Kurs des Euro sank auf 1,3196 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,3235 (Donnerstag: 1,3266) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7556 (0,7538) Euro.

(dpa)

Kommentare
Aus dem Ressort
Fast alle Absolventen der Revier-Unis finden gute Jobs
Arbeitsmarkt
Absolventen der Hochschulen und Universitäten im Ruhrgebiet sind bei Arbeitgebern begehrt. Sie erhalten zum Großteil gute Einstiegsgehälter.
Duisburg wartet weiter auf Genehmigung für Möbelhaus Höffner
Handel
In Neuss eröffnet Höffner sein neues Möbelhaus. In Duisburg wartet man noch auf das Okay der Bezirksregierung und den Baustart von Investor Krieger.
Dortmund erhält Zuschlag für Sparkassen-Akademie NRW
Sparkassen-Akademie
Viele Städte haben um den neuen Sitz der Sparkassen-Akademie NRW geworben. Jetzt hat Dortmund mit einem Standort am Phoenixsee den Zuschlag erhalten.
Köpi wird ab der Saison 2015/16 neuer Bierpartner des HSV
Sponsoring
Der HSV und die Holsten Brauerei gehen am Ende der Saison nach 75 Jahren getrennte Wege. Neuer Bier-Partner des Bundesligisten wird König Pilsener.
Bankkunden können unzulässige Kreditgebühren zurückfordern
Bankgebühren
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Gebühren beim Abschluss von Krediten oft unzulässig sind. Wer betroffen ist, sollte schnell handeln.