Der nächste Strompreis-Schock kommt im Oktober
27.08.2012 | 18:42 Uhr 2012-08-27T18:42:00+0200
Essen. Die Ökoenergie-Umlage wird im Oktober steigen. Derweil steht die deutsche Förderpolitik für erneuerbare Energien steht auf dem Prüfstand. Nicht ganz zufällig macht die Wirtschaft andere Vorschläge als die Umweltverbände. Bundesumweltminister Peter Altmaier spielt auf Zeit.
Spätestens im Oktober kommt der nächste politische Strompreis-Schock. Dann steigt die Ökoenergie-Umlage wahrscheinlich von jetzt 3,59 Cent pro Kilowattstunde auf etwa fünf Cent. Schon jetzt tobt eine neue Debatte über die Förderung Erneuerbarer Energien . Die Industrie erklärt sie zum Haupt-Preistreiber und fordert die Abschaffung. Umweltverbände verweisen auf die Riesen-Gewinne der Stromkonzerne .
Tatsächlich stieg der Strompreis zwischen 2000 und 2012 für Privathaushalte um rund zehn Cent. 3,6 Cent davon entfielen auf die Ökoumlage , 6,4 Cent hatten andere Gründe. Heute kostet die Kilowattstunde für Privathaushalte um die 25 Cent.
Vier Modelle, was der Staat ändern könnte
An Ideen, was der Staat ändern könnte, mangelt es nicht, sie unterscheiden sich je nach Interessenlage. Vier Modelle im Überblick:
Die Wirtschaft möchte das Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) abschaffen. Andernfalls werde die Energiewende den Strompreis bis 2020 um ein Drittel verteuern, warnte etwa Vattenfall-Europa-Chef Tuomo Hatakka. Dazu passend stellte gestern die von Konzernen finanzierte Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ein Gutachten des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) vor. Kern der Kritik: Das Gesetz sei ineffektiv und viel zu teuer.
Bis heute belaufen sich die Gesamtkosten der deutschen Solarkraftwerke demnach auf 100 Milliarden Euro. Diese Summen tragen die Unternehmen, vor allem aber die Privathaushalte mittels Öko-Umlage. Um diese Kosten zu drücken, plädiert das RWI dafür, den Einspeisevorrang für Ökostrom abzuschaffen. Gegenwärtig müssen die Stromnetzbetreiber jede Kilowattstunde Wind- oder Sonnenstrom annehmen, die ihnen angeboten wird – Kohle und Gas haben das Nachsehen.
Bis zur Bundestagswahl 2013 bleibt voraussichtlich alles beim Alten
Später soll die Regierung laut RWI nur noch vorschreiben, wie viel Ökostrom fließen muss. Dieses Quotensystem soll dafür sorgen, dass der preiswerteste, konkurrenzfähigste Ökostrom eingespeist wird. Solar- aber auch Windparks auf See hätten weniger Chancen. Die Förderung könne so von 59 Milliarden auf sieben Milliarden Euro bis 2020 sinken.
Die Umweltverbände wollen am EEG festhalten – mit Änderungen. So überlegt die Deutschen Umwelthilfe (DUH), dass nicht mehr jede produzierte Kilowattstunde Ökostrom ins öffentliche Netz eingespeist wird. Würde man in Zeiten hoher Produktion die Spitze um zwei Prozent kappen, wären Förderung und Netzausbau billiger. Außerdem plädiert die DUH dafür, weniger Unternehmen von der Ökoumlage zu befreien. Kleinere Firmen und die Privathaushalte würden dadurch entlastet.
Bisher versucht die Koalition, das EEG zu renovieren, indem sie die Fördersätze für Ökoenergie stark reduziert. So ist die Einspeisevergütung für Solarstrom binnen acht Jahren von fast 60 Cent pro Kilowattstunde unter 20 Cent gesunken. Ferner will die Regierung die Menge der jährlichen hinzukommenden Solaranlagen verringern.
Umweltminister Altmaiers Ziel ist es, die Debatte zu entschärfen. Im September wird er einen „Verfahrensvorschlag“ dafür präsentieren, wer mit wem in welchem Rahmen über die Reform redet. Nach dieser Debatte könnte sich abzeichnen, was nach der Bundestagswahl 2013 passiert. Heißt: Bis dahin bleibt alles, wie es ist.

00:40
Und da jammern sie wieder die Strom -Strategen in unserer banana republika.
Ja ,ja das Erneuerbare Energien -Gesetz soll an Allem schuld sein!
Das behauptet die Blödzeitung jedenfalls oft.
Der deutsche Michel als denkfauler Zeitgenosse schreit da sofort :
"Hurra ,wir haben sie!"
Man schwenkt also von der Griechen -Hatz nahtlos auf die Hatz von denjenigen Mitbürgern ,die nicht bei der Initiative Neue soziale Marktwirtschaft - oder dem RWI - ihr Geld beziehen.
Man kann sicher sein :
"Unsere Sonne scheint auf die Gerechten und Ungerechten im Land ;aber -Gott sei Dank - auch auf die geistig Armen in unseren Breiten."
Damit meine ich nicht die all überall angeblich grassierende Energie -Armut im Land der Dichter und Denker.
Ansonsten ist dies ein gut geschriebener Artikel ,der die zitierte Quelle -also das RWI und die INSM klar als Arbeitgeber -Lobby -Truppe identifiziert.
22:39
langsam muss der krieg gegen unsere politiker auf die strasse getragen werden. sonst denken sie wir lassen uns alles gefallen. und sie bekommen pöstchen bei den energieunternehmen.
20:01
Als was grüne Politik ausmacht ,da bin ich vorsichtig, das ist mir nicht ganz grün.
09:54
der staat ändert nichts, ersten sind die in berlin abhänging von der steuer, den europa braucht die kohle aus deutschland, zweitens die politiker brauchen nach berlin noch ein zweites standbein, drittens haben sich die politiker zu weit vom volk entfernt, so dass sie nur noch politik für die gross konzerne betreibt! bananenrepublik!!!!
09:41
Eine Errungenschaft unserer grünen Wählerkreise! Die große Grüne kurzsichtige Unsinn-Politik!
09:05
Könnte ich zeichnen, würd ich eine Karikatur zeichnen.
1960 Familie vor dem Ofen mit einem Radio.
2005 Familie vor dem 60" Plasma TV mit schicken Alu Heizkörpern und normalen Glühbirnen als Lichtquelle.
Vor 2 Jahren haben wir uns gewundert wie teuer das Einkaufen in Holland ist.
Gestern war ich nochmal dort, wirklich teurer ist es dort nicht mehr !!
2014 Familie vor dem Ofen, da Heizöl unbezahlbar, Strom für den finanzierten Plasma zu teuer ist und eine schicke und hochgiftige Energiesparlampe leuchtet dazu.
08:37
Wo sind denn die Politiker die das Wohl des Volkes vertreten? Ach richtig, die sitzen ja schon in den Aufsichtsräten dieser Abzockerbanden. Über so eine Ausbeutung der Normalbürger kann man nur noch fassungslos sein. Merkel & Co. schaffen es wunderbar aus uns eine zweite DDR zu machen. Widerlich was diese Regierung und ihre Lobbyisten mit uns Menschen machen.
Also gehen wir zurück zu Kerzen wie im Mittelalter.
08:35
Jeder Cent mehr den wir für Benzin, Gas, Öl, oder Strom bezahlen müssen würgt die Binnenkonjunktur mehr und mehr ab.
Ein unfassbares Projekt aus Deutschland ein Import abhängiges Land zu machen.
Wir verschwenden unsere Landflächen für Ökostrom, Windkraft und Bio Energie, nur zu essen produzieren wir nichts mehr, und das mit Förderung vom Staat.
Zeitgleich beziehen wir Strom von Französischen AKW, nur zahlen die Franzosen etwa 12 Cent die Kilowattstunde!
Bezinpreise von bald 2 Euro werden, von der Regierung geduldet, bringt ja immerhin Geld.
Und einem Pendler gönnt man 0,30 Euro je KM "Einfache" Fahrt Steuerabzug ?
Ich hoffe allen Beteiligten ist klar was geschieht wenn der Export auf Talfahrt geht?
Genau, keine Autos mehr für das Reich der Sonne, keine Autos mehr für Konjukturschwache USA.
Und dann ?
Gehen wir alle zum Amt, ich hoffe bis dahin haben wir noch Geld im ESM, denn das wird nicht billig!
08:31
Volksvertreter machen ihrer Bezeichnung wieder alle Ehren!
00:47
Was wir brauchen ist ein höchstpreis für Energie....
Andere Länder haben den und da gehen die Lichter auch nicht aus.....
Aber hier in Deutschland will man will die Politik ja den Konzernen nicht auf die Füsse treten....
Da lässt man lieber die Stromkonzerne den Kunden die Anschlüsse sperren da die Leute die horrenden Kosten nicht mehr zahlen können.....