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LED-Technik

Den Straßen soll ein Licht aufgehen

31.03.2009 | 17:25 Uhr

Lippstadt. Die eine Revolution ist dem Lippstädter Automobilzulieferer Hella schon erfolgreich geglückt - die Entwicklung des ersten LED-Scheinwerfers für das Auto, der ein dynamisches Licht ermöglicht. Jetzt plant Hella die nächste Revolution auf der Straße.

Diese Straßenlaterne darf etwas länger leuchten. Sie ist auf alt getrimmt, hat aber bereits Energiesparbirnen. Foto: Kortmann

Auch Laternen entlang von Deutschlands Straßen werden künftig mit LED-Technik ausgestattet.

Hella steigt in die Straßenbeleuchtung ein. „Es gibt kein Zurück”, sagt Hella-Projektmanager Roland Dörner über die Firmenpolitik - übrigens unabhängig von der aktuellen Wirtschaftskrise, die auch Hella erwischt hat. Die Lampen sind bereits in der Entwicklung, im Mai werden die ersten Muster auf dem Fabrikgelände installiert, danach werden in Lippstadt die ersten Teststraßen umgerüstet, für Ende des Jahres/Anfang 2010 ist die Serienproduktion geplant. Bürgermeister Christof Sommer freut sich: „Mit dem Wechsel auf die innovative Technik kann Lippstadt als Vorbild für weitere Kommunen dienen.” 150 000 Euro stellt die Stadt in diesem Jahr für die ersten 180 neuen Leuchten bereit.

2000 Leuchten werden ersetzt

9500 Lampen hat die Stadtverwaltung allein an den Lippstädter Straßen gezählt. 2000 davon, vor allem die beliebte „Pilzleuchte”, müssen ersetzt werden. Wie in anderen Städten, gibt es ein Mischmasch aus 44 verschiedenen Leuchten und 20 verschiedenen Leuchtmitteln, dazu eine unterschiedliche Leistung zwischen elf und 200 Watt. Die üblichen 140-Watt-Lampen liefern ein schlechtes Licht ab, müssen alle drei, vier Jahre ausgetauscht werden.

Die Energieverschwendung an der bisherigen Straßenbeleuchtung kostet viel Geld. Lippstadt hat innerhalb von zwei Jahren allein 541 000 Kilowattstunden eingespart, weil jetzt abends ab 23 Uhr eine Leuchte abgeschaltet wird. Doch Energiefresser sind die Lampen immer noch: „Wir haben bewusst auf eine neue Technik gewartet”, sagt Fachbereichsleiter Heinrich Horstmann.

Hohes Energiesparpotential

Jetzt ist diese da. Hella entwickelt ein neues Licht: Die Straßenlampe der Zukunft wird das vierfache Licht abliefern, eine Lebensdauer von zwölf Jahren haben, insektenfreundlicher sein. Die Module mit acht LED's werden dimmbar und drehbar sein, damit punktgenau Straßenbereiche ausgeleuchtet werden können. Sind bislang auf einem Kilometer Straße 40 Lichtpunkte zur Ausleuchtung nötig, so sind es künftig nur noch 29. Die Städte werden echtes Geld sparen können.

Mit in der langfristigen Entwicklung, verrät Hella-Projektmanager Roland Dörner, ist auch eine Nutzung von Solarstrom: „Wir haben das mit auf unserer Road-Map.” Die Lampe der Zukunft wird autark sein, unabhängig vom Strom.

Jürgen Kortmann


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Kommentare
Kommentare
02.04.2009
14:50
Den Straßen soll ein Licht aufgehen
von Thomas Reutther | #5

Energiesparmaßnahmen sind immer gut. Sie schonen die Umwelt und den Geldbeutel. LED-Technik ist im Moment der Renner, doch ist sie noch nicht vollkommen ausgereift. Immer noch sind die gelblichen Natriumdampf-Lampen in puncto Energieausbeute nicht durch die LED zu übertreffen. Daher warne ich etwas davor, vorschnell auf LED-Straßenbeleuchtung umzurüsten. Hier wird es in den kommenden Jahren Entwicklungen geben, die man noch abwarten sollte.

01.04.2009
09:14
Den Straßen soll ein Licht aufgehen
von ein Licht geht auf | #4

Solche innovationsgetriebenen positiven Engagements sind immer schön - besonders in Krisenzeiten.

Wenn Hella Solarzellen mit LED-Technik verbindet könnten auch komplette Sets für Garagen gleich mit erschaffen werden. Diese könnten zudem Batterien (1 Auto o. 1 Motorrad) über die Standzeiten auf einen Ladungsniveau halten. Zum eigentlichen Laden in kurzer Zeit haben die Solarzellen nicht das Potential; es muß eine kleine Solarzelle sein. Aber zur Ladung halten , reicht es wohl.

Auch sollte die Straßenverkehrsordnung etwas entrümpelt werden, was Licht am Auto betrifft; zuviel Bürokratie hemmt - und vieles ist QUATSCH.
An meinem Roller prangt z.B. eine zweite LED Bremslichtleuchte, die das Fahren sicherer macht, da ich beim Bremsen besser wahrgenommen werde (Autos haben ja vielfach eine dritte Bremsleuchte in der oberen Heckscheibe integriert). Hätte ich die Straßenverkehrsverordnung beachtet - dürfte meine zweite Bremsleuchte nicht existieren.

01.04.2009
08:38
Den Straßen soll ein Licht aufgehen
von supply | #3

Und braucht weniger Energie....

01.04.2009
08:20
Den Straßen soll ein Licht aufgehen
von Leser | #2

@ #1, kordit

LED-Leuchten können sehr viel gezielter eingesetzt werden und das Streulicht wird dadurch emorm reduziert. Es passiert durch den Einsatz von LED-Leuchten genau das, was Sie (und ich auch) sich erhoffen.

31.03.2009
22:32
Den Straßen soll ein Licht aufgehen
von kordit | #1

... Weniger (Licht!) wäre mehr!

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