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Datenraub am Geldautomat hat sich fast verdoppelt

27.08.2008 | 20:45 Uhr

Bundeskriminalamt schlägt Alarm

Berlin. Die Manipulation und das Ausrauben von Geldautomaten hat in Deutschland stark zugenommen. Im ersten Halbjahr 2008 seien bereits 440 Manipulationen registriert worden, sagte der Präsident des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, am Mittwoch in Berlin. Das seien beinahe genauso viele Fälle wie im gesamten Jahr 2007.

Gleiches gilt für die Zahl der Fälle, in denen Kriminelle über manipulierte Geldautomaten EC- und Kreditkarten ausspionierten: 2007 habe es insgesamt derartige 1349 Angriffe gegeben, in den ersten sechs Monaten 2008 seien bereits 1319 Fälle festgestellt worden. Das ist im Halbjahresvergleich eine Verdoppelung.

Die gesamte Zahlungskartenkriminalität war bereits im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2006 um 49 Prozent gestiegen. In insgesamt 70 000 Fällen entstand dabei laut BKA ein Schaden von insgesamt rund 21 Millionen Euro. In Deutschland seien zunehmend internationale Tätergruppen aus Südosteuropa aktiv. Diese riefen Kundendaten ab und fälschten dann deren Karten. Auffällig sei, dass zwischen der Datenbeschaffung und dem Einsatz der gefälschten Karte oft nur noch wenige Stunden lägen.

Angesichts dieser Entwicklung seien die Hersteller und Betreiber von Geldautomaten und elektronischen Zahlungssystemen etwa für Geschäfte aufgerufen, die Manipulation zu erschweren, sagte Ziercke. So sollten Zahlungskarten nicht länger als Türöffner für den Bankbereich genutzt werden - bereits hier würden Karten illegal ausgelesen. Die Banken müssten zudem mehr Kameras aufstellen.

afp

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