Das Gold kommt zurück

Frankfurt..  Die Aktion dauert sieben Jahre - und Details sind streng geheim: Seit 2013 holt die Bundesbank Gold zurück nach Frankfurt, das seit Jahrzehnten in Tresoren im Ausland lagert. Bis 2020 sollen 674 Tonnen verlagert werden. Bisher läuft alles problemlos. Ende 2013 war nicht einmal jeder dritte der Goldbarren in Frankfurt gestapelt. „Wir sind voll im Plan. Das Gold kommt hier an“, sagt Bundesbank-Präsident Jens Weidmann nun.

Das dürfte viele Deutsche freuen, die den wertvollen Schatz lieber in der Heimat wissen als in der Fremde. Denn die deutsche Öffentlichkeit ist misstrauisch, ob die Barren im Ausland überhaupt vorhanden sind und man im Krisenfall darauf zugreifen kann.

Der Bundesrechnungshof verlangte gar eine genaue Bestandsaufnahme und regelmäßige Kontrollen. Die Bundesbank habe aber nicht etwa auf öffentlichen Druck reagiert, betont Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele: „Das Lagerstellenkonzept beruht auf einer autonomen Entscheidung des Bundesbank-Vorstandes. Diesen Beschluss setzen wir jetzt um.“

Heute hat die Bundesbank nach den USA - den zweitgrößten Goldschatz der Welt. Ende November hatten die Barren einen Wert von 105 Milliarden Euro.