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Damit die Industrie stark bleibt

21.10.2012 | 19:07 Uhr
Damit die Industrie stark bleibt
Ließen sich Wirtschaft und Politik gestern noch von fiktiven Finanzvermögen beeindrucken, setzen sie heute eher auf die Realwirtschaft.Foto: dapd

Von einem Comeback der Industrie zu sprechen, wäre nicht ganz richtig. Die Industrie war ja nie weg. Nur an Wertschätzung für die Branche hat es gefehlt.

Von einem Comeback der Industrie zu sprechen, wäre nicht ganz richtig. Die Industrie war ja nie weg. Nur an Wertschätzung für die Branche hat es gefehlt. Dass dies mittlerweile anders ist, lässt sich vor allem mit der Finanzkrise erklären. Wenn es heute um „toxische Produkte“ geht, kommen vielen Menschen wohl eher die Giftpapiere der Banken in den Sinn – und weniger die Erzeugnisse der Chemieindustrie. Ließen sich Wirtschaft und Politik gestern noch von fiktiven Finanzvermögen beeindrucken, setzen sie heute eher auf die Realwirtschaft.

Richtig ist aber auch, dass die Industrie nach wie vor mit Akzeptanzproblemen zu kämpfen hat. Das Eon-Kraftwerk in Datteln und die Bayer-Chemiepipeline am Niederrhein sind nur zwei Projekte, die angesichts von Bürgerbeschwerden zu scheitern drohen. Hinzu kommt: Die Industrie ist stark von der Weltkonjunktur abhängig. Ein Abschwung kommt schnell in den Betrieben an. Auch die im Zuge der Energiewende gestiegenen Stromkosten machen der Industrie zu schaffen. Die Politik sollte sich also nicht nur über die Kraft der Industrie freuen, sondern alles dafür tun, dass die Unternehmen ihre Stärke behalten.

Ulf Meinke

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Kommentare
22.10.2012
16:47
Damit die Industrie stark bleibt
von alterhaudegen | #1

Sehr geehrter Herr Meinke,
ZITAT: Das Eon-Kraftwerk in Datteln und die Bayer-Chemiepipeline am Niederrhein sind nur zwei Projekte, die angesichts von Bürgerbeschwerden zu scheitern drohen. Zitat ende.
Das Eon Kraftwerk hat keine Akzeptanzprobleme, sondern es hat rechtliche Probleme an diesen Standort. Das sollten Sie vorab zur Kenntnis nehmen! Erklären Sie doch einmal den Leser, was der Unterschied ist zwischen der fehlenden Akzeptanz der Industrie und den fehlenden rechtlichen Grundlagen, wegen derer z. B. das Kraftwerk EON an diesen Standort nicht stehen darf. Einfach mal pauschal die "Tresenparolen" nachzuplappern hat mit Jouralismus nichts zu tun.Vielleicht recherchieren Sie die Angelenheit EON Datteln IV mal ausgiebig, lesen wohlmöglich noch die rechtsgültigen Urteile und erzählen dann noch einmal den Leser, dass es Akzeptanzprobleme gibt.
Ich habe selten so einen schlecht gemachten Artikel gelesen.
Glück auf

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