Daimler investiert drei Milliarden Euro
22.10.2009 | 13:04 Uhr 2009-10-22T13:04:00+0200
Rastatt. Drei Milliarden Euro investiert Daimler in diesem und im nächsten Jahr. Damit möchte der Autobauer die Weichen für die Zukunft im Kompaktwagensegment stellen und den Standort Rastatt sichern. In Baden sollen die A- und die B-Klasse gebaut werden. In Ungarn entsteht ein neues Werk.
Der Autobauer Daimler investiert in seinen deutschen Werken in diesem und im kommenden Jahr rund drei Milliarden Euro. Dies sagte Vorstandschef Dieter Zetsche am Donnerstag in Rastatt. In die badische Produktionsstätte werden 600 Millionen Euro gesteckt. Dort werden die A- und B-Klasse gebaut. Zugleich baut der Konzern für 800 Millionen Euro ein neues Werk im ungarischen Kecskemet. Mit den Investitionen stelle Daimler die Weichen für die Zukunft im Kompaktwagensegment und sichere langfristig den Standort Rastatt, sagte Zetsche.
Produktionsverbund mit Ungarn
Ab Ende 2011 sollen in dem badischen Werk die ersten Autos der Nachfolgegeneration der A- und B-Klasse vom Band laufen. In Ungarn ist der Produktionshochlauf für das Jahr 2012 vorgesehen. Zetsche sagte, mit dem Werk in Ungarn wolle der Konzern neue Märkte in Osteuropa erschließen «Und wenn wir dort eine zusätzliche Produktion aufbauen, verbessern wir damit zugleich unsere Gesamtkostenposition und sichern damit Arbeitsplätze in Deutschland.» In Ungarn sollen einmal 100.000 Autos vom Band rollen.
Mercedes-Produktionschef Rainer Schmückle sagte, in Ungarn liege der Stundlohn bei 8 Euro und in Rastatt bei rund 50 Euro. «Für die Wettbewerbsfähigkeit im preissensiblen Kompaktfahrzeugsegment sind die Produktionskosten ein wesentlicher Faktor. Der Produktionsverbund der Werke Rastatt und Kecskemet wird hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten», sagte Schmückle. Drei von vier Fahrzeugen der Nachfolgegeneration der A- und B-Klasse kommen den Angaben zufolge aus dem Werk Rastatt. Damit bleibe der Standort ein zentraler Bestandteil des Produktionsnetzwerks von Mercedes, sagte Schmückle. In Rastatt arbeiten nach Unternehmensangaben rund 5.700 Mitarbeiter.
Billiger oder besser sein
Schmückle sagte am Rande der Veranstaltung auch, der Autobauer erwäge Kooperationen im Kompaktsegment auf Basis der Frontantriebsplattform. Man könne sich gemeinsame Komponenten bis zum Motor vorstellen. Nähere Details nannte er nicht.
Zetsche sieht die Autoindustrie infolge der Wirtschaftskrise vor großen Herausforderungen. «Fahrzeughersteller müssen sich in Zukunft insbesondere auf eine stärkere Polarisierung im Autogeschäft einstellen.» Entweder ein Fahrzeug sei billiger als der Wettbewerber oder es sei besser. «Dazwischen wird die Luft deutlich dünner werden.» Mercedes-Benz sei auch in der Rezession mit seiner Premium-Positionierung gut aufgestellt, meinte der Vorstandschef.

11:31
Ich war Daimler Fahrer und habe wegen des arroganten und unkulanten Verhaltens der Firma den Anbieter gewechselt, zumal die Qualität des von mir gekauften Daimler zu wünschen übrig ließ.
Nach Verkauf des Daimler habe ich mir einen Opel ( :-) )gekauft. Das Verhalten der Firma Opel gleicht dem Verhalten von Daimler, jedoch ist bislang die Qualität des Opel besser als die des Daimler. Zumal man bei Opel für die Hälfte des Geldes im Vergleich zu Daimler veräppelt wird.
Fazit: Opel ist aus meiner Sicht billiger und besser!
Insofern denke ich, Daimler sollte die Milliarden lieber in Kundenbetreuung investieren, sonst laufen noch mehr Kunden weg.
22:14
Nur, wer genügend Geld verdient, kann sich auch einen Daimler kaufen, oder für wen sind die Fahrzeuge da?
Grundsätzlich hört sich die Investitions-Planung nicht schlecht an. Möglicherweise werden die Karosseriepressen, Schweißanlagen, Transportbänder, Hallenkrane usw. hier gefertigt und die Werkzeuge bei unseren Zulieferern gekauft?
Im günstigen Fall könnte alles auf viele Arbeitsplätze und Geld hinauslaufen.
12:13
@3
Nur haben, haben, haben geht nicht.
Gilt das auch für die Aldis, Zumwinkels, Ackermänner und die vielen anderen Geldspeicherbesitzer?
16:57
Nicht von sich auf andere schließen.
15:51
@ 3 Und Dummschwätzer als Kommentatoren ,das geht auch nicht.
15:47
Da können sich die Kollegen bei der Gewerkschaft bedanken Löhne rauf Arbeitszeit runter. So ein Schmarn da wird verlagert und der Michel hofft auf HartzIV. Man denkt endlich mal nach. Nur haben, haben, haben geht nicht.
13:53
Die Werkzeuge für die Produktion in Ungarn werden selbstredend -obwohl in Deutschland geplant ,entwickelt ,gebaut u. repariert - als Schrott deklariert und nach Ungarn exportiert.
Gehen in Ungarn Werkzeuge kaputt ,dann werden diese nach Deutschland ins Mutterwerk geschickt und repariert.
Die Kosten der Reparatur bekommt natürlich das deutsche Stammwerk in Rastatt -oder sonst wo - in die Bilanz geknallt.
Dementsprechend ist natürlich der deutsche Standort immer teurer.
So wird in unserer banana republika gewirtschaftet.
13:38
Hoffentlich können die Investitionen in Ungarn hier von der Steuer abgesetzt werden.