Daimler hat im Jahr 2009 Milliardenverluste eingefahren
18.02.2010 | 12:06 Uhr 2010-02-18T12:06:19+0100
Stuttgart.Daimler hat im vergangenen Jahr Verluste in Höhe von 2,64 Milliarden Euro nach Steuern gemacht. Der Konzern wird deshalb keine Dividende ausschütten. Die Aktie des Autobauers stürzte an der Frankfurter Börse um mehr als acht Prozent ab.
Die weltweite Nachfrageflaute hat Daimler den ersten Milliardenverlust seit neun Jahren eingebracht. Der Autokonzern fuhr 2009 ein Minus beim Konzernergebnis von 2,64 Milliarden Euro ein, wie Vorstandschef Dieter Zetsche am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. „Das vergangene Jahr brachte auch für Daimler große Herausforderungen mit sich.“ Der Konzern will angesichts der roten Zahlen die Dividende ausfallen lassen. Die Aktie des Konzerns stürzten an der Börse in Frankfurt am Main am Donnerstag nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen um mehr als acht Prozent ab.
Für 2010 ist das Unternehmen aber wieder optimistisch und erwartet ein Milliardenergebnis. „Wir kommen mit einem hohen Drehmoment aus der Krise“, sagte der Vorstandschef, dessen Vertrag der Aufsichtsrat am Mittwoch bis 2013 verlängert hatte. Daimler rechnet in diesem Jahr mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von mehr als 2,3 Milliarden Euro aus dem laufenden Geschäft. 2009 wies Daimler hier ein Minus von 1,5 Milliarden Euro aus. Der Umsatz ging um 20 Prozent auf 78,9 Milliarden Euro zurück. Es wurden nur noch rund 1,6 Millionen Fahrzeuge verkauft nach 2,07 Millionen im Vorjahr.
Deutlich weniger Autos verkauft
Die Kernmarke Mercedes-Benz fuhr 2009 einen Verlust von 500 Millionen Euro ein. Der Absatz von Mercedes-Benz Cars sank von 1,2 Millionen auf 1,09 Millionen Autos. Zum Jahresende konnte die Marke mit dem Stern aber wieder zulegen und erzielte ein Ebit von 608 Millionen Euro.
In diesem Jahr peilt Mercedes-Benz ein Ebit von mehr als 1,5 Milliarden Euro an. Zu Begründung erklärte der Konzern, das Wachstum der Premiumhersteller könnte deutlicher ausfallen als der Gesamtmarkt, weil diese 2009 kaum von den Umweltprämien profitierten und damit im laufenden Jahr keine nennenswerten Auswirkungen von dieser Seite zu erwarten hätten.
Hoher Verlust im Lkw-Geschäft
Die Wirtschaftskrise machte im vergangenen Jahr auch der Nutzfahrzeugsparte schwer zu schaffen. Der Absatz sank auf 259.300 Lastwagen. Dies führte zu einem Verlust von 1 Milliarde Euro nach einem Gewinn von 1,6 Milliarden Euro 2008. Im Ergebnis schlugen sich 2009 auch die Kosten für den Umbau von Fuso sowie des Geschäfts in Nordamerika nieder. Die Aufwendungen betrugen 340 Millionen Euro. Der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller erwartet in der Lastwagensparte im laufenden Jahr ein Ebit von rund 200 Millionen Euro.
Der Bereich Mercedes-Benz Vans erzielte im vergangenen Jahr mit 26 Millionen Euro gerade noch ein positives operatives Ergebnis. Die Busparte erwirtschaftete ein Ebit von 183 Millionen Euro nach 406 Millionen Euro im Vorjahr. Durch die endgültige Trennung von dem Restanteil an der US-Tochter Chrysler entstanden Aufwendungen von 378 Millionen Euro.
Der Anteil von Daimler am Ergebnis des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS betrug 88 Millionen Euro. Mögliche Belastungen aus den laufenden Verhandlungen zwischen der EADS und den Bestellländern des Militärtransporters A 400M seien dabei noch nicht berücksichtigt. (apn/afp)

16:51
Ich bin dafür Daimler pleite gehen zu lassen und Opel zu retten :-)
Nur so können Wahlen in NRW gewonnen werden und die Amis wollen GM ja auch noch mit unseren Steuern retten.
Ich bin bereit für alles zu Zahlen :-)
11:53
Daimler, ... who the **** is Daimler? Ah, gefüllt in den PC via CD-Schubfach reinschieben und raus kommt das nur das Daim ... aha.
Was läuft bei denen schief? Haben die arabischen Eigener es ausgeblutet?
11:34
Abschreiben! werden noch weniger(geht das überhaubt noch) Steuern bezahlt.
11:29
Daimler Problem sind die Vorstände, Zeitgeistmanager die jeder neuen globalen Strategie fröhnen anstatt gute vernünftige Autos zu bauen.
11:20
. Der Vorstand schlug vor, den Aktionären für 2009 keine Dividende auszuzahlen.
Wovon denn auch?