Chef des Hochtief-Betriebsrats tritt zurück
05.02.2011 | 08:41 Uhr 2011-02-05T08:41:00+0100
Essen. Nach dem Streit mit der Gewerkschaft IG Bau hat der Konzernbetriebsrats-Vorsitzende von Hochtief, Siegfried Müller, den Rücktritt erklärt. Grund sind die Verhandlungen der Gewerkschaft mit Hochtief-Großaktionär ACS über eine Beschäftigungssicherung.
Der Konzernbetriebsrats-Vorsitzende von Hochtief, Siegfried Müller, hat die Konsequenzen aus dem Streit mit der Gewerkschaft IG BAU gezogen und ist gestern von seinem Amt zurückgetreten. Damit reagierte er auf die Verhandlungen der Gewerkschaft mit dem Hochtief-Großaktionär ACS über eine Beschäftigungssicherung für die Mitarbeiter. Müller hatte sich gegen die aus seiner Sicht eigenmächtigen Gespräche ausgesprochen.
In einem Schreiben teilte Müller mit: „Der Widerstand der Belegschaft gegen die von ACS geplante Übernahme ist in der öffentlichen Wahrnehmung auch mit meinem Namen verbunden. Er hat leider nicht zu dem gewünschten Ziel geführt, die Unabhängigkeit unseres Unternehmens zu erhalten.“ Er wolle nun nicht dem weiteren Lauf der Dinge im Wege stehen.
Müller war knapp zwei Jahre Vorsitzender des Konzernbetriebsrats und bleibt Betriebsratschef für die Essener Unternehmenszentrale. Er trete zudem nun „definitiv“ aus der IG BAU aus, sagte er.

13:35
#17
Laß Dir ein Betriebsverfassungsgesetz schenken!
Der gewählte Betriebsrat ist nicht der Gewerkschaft sondern einzig der Belegschaft verpflichtet.
12:21
Endlich mal ein Betriebsrat der sich gegen die überheblichen Gewerkschaftsfuzzis wehrt. Nur ein Betriebsrat weis was in der Firma wirklich los ist. Hier sieht man wieder das der Gewerkschaft der Arbeiter egal ist. Hier zählt nur die Meinung der IGB Bosse. Fernab jeder Realität!
10:38
Armer Siegfried Müller, ist er doch einer lang angelegten Intriege zum Opfer gefallen. Wo ist sein Stellvertreter? Tritt der jetzt auch aus der Gewerkschaft aus? Der König ist tot, lang lebe der König!
22:40
Es geht hier nicht darum ,dass ein Betriebsratsmitglied laut BetrVG auch die Interessen der Belegschaftsmitglieder - ohne Gewerkschaftsausweis - zu vertreten hat.
Das muss man mir als aktivem Betriebsrat nicht verklickern.
Es geht darum ,dass man als Betriebsratsvorsitzender sich nicht -ich wiederhole nicht - gegen seine Gewerkschaft in der Öffentlichkeit in Stellung bringt.
Denn laut Betriebsverfassungsgesetz ist ein Betriebsrat - der über eine Liste einer einzigen Gewerkschaft im Betrieb gewählt ist - auch ein Vertrauensmann dieser Gewerkschaft in Personalunion.
Anders wäre z.B. ein wesentliches Koalitionsrecht einer Gewerkschaft -nämlich das Streikrecht - faktisch gar nicht operabel durchzuführen.
Und der Betriebsrats-Vorsitzende ist laut dem BetrVG Primus inter Pares ;d,h. der Erste unter Gleichen.
Diese Betriebsrats-Vorsitzenden ,die gleichzeitig quasi als Alleinherrscher auftreten und agieren ,die schaden in aller Regel den eigentlichen Interessen der breiten Belegschaft.
Denn mit dem hier ausgesprochenen Wunsch des Herrn Müller die Übernahme zu verhindern ,mit dem Wunsch allein kann man die Arbeitsbedingungen der Gewerkschaftsmitglieder noch lange nicht zu deren Gunsten regeln.
Dies bedarf denn doch größerer und nachhaltigerer Anstrengungen.
Eine Identifikation mit den bisherigen Strukturen eines Konzerns ,dies mag ja auch im Falle von Hochtief für einen Betriebsrats-Vorsitzenden gut sein.
Die Aufgabe der Arbeitnehmervertretung ist es aber die Interessen der Belegschaft in allen möglichen Eventual-Fällen mit der Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer-Vertretung zu regeln.
Das Schaffen eines Gegensatzes zwischen Gewerkschaft einerseits und Betriebsrats-Vorsitzendem andererseits dient möglicherweise der Konzern -internen Profilierungssucht .
Sie dient aber keinesfalls den Interessen der organisierten Arbeitnehmerschaft.
Wer zu dumm ist dies zu erkennen ,der ist ein nützlicher Idiot für die Kapitalseite und dem spreche ich die Fähigkeit ab optimale Interessen für die Belegschaft zu realisieren.
Unabhängig davon wie sich die Eigentümerstruktur eines Konzerns entwickelt.
20:44
Kuba4711
Ein Betriebsratsmitglied kann , muß aber keiner Gewerkschaft angehören.
Ein Betriebsratsmitglied ist kein Leibeigener einer Gewerkschaft. Er hat die Interessen der Arbeitnehmer seines Betriebes und nicht die Interessen der Gewerkschaft zu vertreten.
Wiesehügel hat wohl vergessen was Demokratie ist. Ohne Wissen des Betriebsrates mit einer Heuschrecke zu verhanden ist hoffentlich ein einmaliger unmoralischer Vorgang. Das Ergebnis seiner Verhandlungen hat keinerlei rechtliche Bindung. Für die Heuschrecken ist Wiesehügel ein nützlicher Idiot.
20:37
Ist schon mal wieder göttlich wie gegen die gewerkschaften gemosert wird.
tja dann mal viel erfolg bei den nächsten lohnverhandlungen in den gerwerkschaftslosen betrieben.
höre das gejammere jetzt schon wenn es die nächsten 10 jahre kein lohnplus gibt.
habe noch nichts von euch schreihälsen gehört.
komischwaren denn auch bei der hochtiefdemo nur gewerkschaftsmitgliederoder auch andere????
und alle die es noch nicht mitbekommen haben-jeder der NICHT in der gewerkschaft ist spielt den arbeitgebern in die hände.
dieter kalaschnikov
ja ja
komisch ist nur das die nichtmitglieder es jagenauso gutheißen.
oder wie und wo wollen sie denn einen protest organiersieren????
ihr seit doch angeeblich so frustriert von den gewerkschaften.
ja dann verstehe ich eure immer noch nicht vernehmebare aktionen für die nicht übernahme bzw sichere arbeitsplätze bzw mehr lohn.
wo seit ihr nörgler?????
wo und was und wie wollt ihr auf euch aufmerksam machen?????
ich warte darauf schon jahre das ihr euch mal rührt.
aber anscheinend könntihr in dem zusammenhang nur heiße luft verbreiten.
und wenn ihr so von den gewerkschaften enttäuscht seit-dann verlange ich das ihr das lohnplus sofort zurückzahlt bzw spendet.
schreien und kassieren.
mehr könnt ihr nicht.
20:24
Er ist bestimmt Insider wie schon Franz Steinkühler.
19:43
Der weiß wohl mehr, was demnächst kommen wird...
19:18
Herr Wiesehügel als Ehrenmann könnten sie sich bei Herrn Müller entschuldigen und abtreten.
Ihr Stil ähnelt dem der Funktionäre des FDGB, ohne Rücksicht der Arbeiter und Bauern immer oben schwimmen.
17:24
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