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Verdacht

Bundeskartellamt leitet Verfahren gegen Facebook ein

02.03.2016 | 10:42 Uhr
Bundeskartellamt leitet Verfahren gegen Facebook ein
Facebook-Chef Mark Zuckerberg wird sich mit den Ermittlungen des Bundeskartellamts beschäftigen müssen.Foto: dpa

Düsseldorf.  Verdacht auf Marktmachtmissbrauch: Das Kartellamt prüft, ob Facebook mit seinen Nutzungsbedingungen gegen Datenschutzgesetze verstößt.

Nach dem jahrelangen Druck deutscher Datenschützer steht Facebook nun auch im Visier des Bundeskartellamts. Die Wettbewerbsbehörde gehe in einem Verfahren dem Verdacht nach, dass Facebook bei den Vertragsbestimmungen zur Verwendung von Nutzerdaten seine mögliche marktbeherrschende Stellung missbrauche, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt am Mittwoch. Eine Facebook-Sprecherin erklärte in einer ersten Reaktion: „Wir sind überzeugt, dass wir das Recht befolgen und werden aktiv mit dem Bundeskartellamt zusammenarbeiten, um dessen Fragen zu beantworten.“

Facebook erhebe von seinen Nutzern in großem Umfang persönliche Daten und ermögliche durch die Bildung von Nutzerprofilen Werbekunden ein zielgenaues Werben, teilte das Bundeskartellamt mit. Es müsse geprüft werden, „ob die Verbraucher über die Art und den Umfang der Datenerhebung hinreichend aufgeklärt werden“. Die Nutzer könnten nur schwer nachvollziehen, in welchem Umfang sie in die Datenerhebung und -nutzung durch die Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen einwilligen, erklärte das Bundeskartellamt.

Erhebliche Zweifel an der Zulässigkeit der Vorgehensweise

Es gebe erhebliche Zweifel an der Zulässigkeit der Vorgehensweise des Unternehmens, betonte die Behörde. Ein solcher Verstoß könne auch kartellrechtlich relevant sein, wenn ein Zusammenhang mit der dominierenden Stellung des Unternehmens bestehe. Diverse deutsche Datenschützer und Verbraucherorganisationen werfen Facebook schon seit einiger Zeit vor, zu viele Daten zu erheben und dies nicht transparent genug zu tun. (dpa)

Kommentare
02.03.2016
12:39
Bundeskartellamt leitet Verfahren gegen Facebook ein
von MKVertreter | #3

Dann bitte auch Google, Instagram, Twitter und am besten das gesamte Internet meiden ;-) Wer nichts zu verbergen hat, muss weder FB noch sonstwen...
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2 Antworten
Bundeskartellamt leitet Verfahren gegen Facebook ein
von haralemm | #3-1

Wenn Sie nichts zu verbergen haben, warum posten Sie hier anonym??

Sie haben da was nicht ganz verstanden...
von Willma_Willnich | #3-2

Zu diesem ihrem Auftritt bleibt darüber hinaus noch anzumerken:
Unser Sozialversicherungssystem (und auch die Sozialdemokratie) würde es nicht geben, hätte Bismark Facebook, Vorratsdatenspeichrung und Konsorten zur Verfügung gehabt! Warum konnten die Nazis in den Niederlanden die Judenverfolgung in solch einem Ausmaß durchführen? Wegen des verwendeten Meldesystems - die Nazis haben sich in den Besitz der Datei gebracht.
Vielleicht noch ein Hinweis: Das allerdümmste, was man in diesem Kontext so von sich geben kann, ist der Satz ... na, ahnen Sie`s schon (ich würde es auch Ihnen wünschen) ... richt - wer nichts zu verbergen hat, Dümmer gehts nimmer!

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Bundeskartellamt leitet Verfahren gegen Facebook ein
Bundeskartellamt leitet Verfahren gegen Facebook ein
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2016-03-02 10:42
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