Bundesagentur fordert kürzere Ausbildungszeit für Pflegekräfte
14.09.2012 | 08:12 Uhr 2012-09-14T08:12:40+0200
Düsseldorf. Eine kürzere Ausbildungszeit könnte den Fachkräftemangel in der Altenpflege teilweise ausgleichen. Das ist die Einschätzung des Vorstands der Bundesagentur für Arbeit. Eine zweijährige Lehre könnte die Agentur finanzieren - und so innerhalb von zwei Jahren bis zu 10.000 Altenpfleger ausbilden.
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) fordert im Kampf gegen Fachkräftemangel in der Pflege eine verkürzte Ausbildungszeit für erfahrene Hilfskräfte. "Eine zweijährige Ausbildung kann durchgängig von der Bundesagentur für Arbeit finanziert werden", sagte BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker der Düsseldorfer "Rheinischen Post"
10.000 Kräfte könnten sofort eingestellt werden
Weiter erklärt Becker: "Wir wären also in der Lage, innerhalb von zwei Jahren zwischen 5.000 und 10.000 Kräfte zu examinierten Altenpflegern ausbilden zu lassen." Becker sagte, in der Altenpflege könnten sofort 10.000 Fachkräfte eingestellt werden. "Wir haben aber einen erheblichen Mangel an examinierten Kräften."
Laut Einschätzung der BA ist es "nicht sinnvoll", Menschen mit jahrelanger Vorerfahrung eine dreijährige Ausbildungszeit zuzumuten. (dapd)

11:38
Richtig, warum soll man unter bezahlten Kräften auch eine vernünftige Ausbildung angedeihen lassen, und was kümmert uns ob die Alten richtig gepflegt werden....die, die solchen Blödsinn äußern können sich von Ihrer aus Steuergeldern bezahlten und viel zu üppig bemessenen Pension ja ne eigene Pflegekraft leisten!
11:29
am besten doch gleich ohne Ausbilgung und so, wie bei den meisten Mitarbeitern im Jobcenter. 4 Wochen crashkurs und dann ran an die Menschen...
08:53
s. hier:
http://www.mmnews.de/index.php/politik/10830-esm-traumgehaelter#13476916513132&if_height=6437
Dabei sind die 22.000 Euro Jahresgehlt nur das Minimum, Maximum für Hilfskräfte und Praktikanten sind 72.000 Euro....
20:04
Niedlich ist vor allem das viele Altenpfleger ihren Job schmeißen weil er zu anstrengend ist und die Pfleger mittlerweile zu alt. Ich meine mal etwas von einem Alter von ca. 45 Jahren mit dem die meisten Pfleger aus gesundheitlichen Gründen aussteigen. Die BA geht nun hin und will ältere Arbeitslose zu Altenpflegern ausbilden? Wo soll das denn hinführen?
Das ist eine Sparmaßnahme. Die Hartzer sollen später in der Lage sein, sich selbst zu pflegen.
17:20
Was kriegt der da auf dem Bild denn für eine Pampe gereicht? Hat die verkürzt ausgebildete Pflegekraft hier versehentlich den Siphon ausgekratzt?
16:22
Typisch deutsch: möglichst billig und umsonst! Vielleicht fangen die Arbeitsämter und Jobagenturen einfach mal bei sich selbst an und fegen vor der eigenen Haustüre...Schlechte Berichterstattung, denn die Vorgaben des MDK und der Kassen und praktische Möglichkeiten bzw, Pflegeschlüssel anhand der Pflegestufen weisen eine Schere auf, wie es schon krasser gar nicht mehr möglich ist.
12:15
Wenn ich das wieder lese schwillt mir der Kamm,das bedeutet das die Pflegekräfte noch eher ausgemistet werden.Nichts anderes.Ausserdem es gibt in Deutschland kein Pflegenotstand,weil der Hausgemacht ist. Jeder Pflegedienst oder Heimbetreiber sollte mal anfangen und seine Leute besser bezahlen. Oder sind für eine examienierte Altenpflegerin 1200,00 Euro brutto zu viel die eine halbtagsstelle hat. Wenn davon die Steuer und die Sozialversicherungsbeiträge abgehen kann sich jeder ausrechnen was über bleibt. Von den Arbeitbedinungen mal ganz abgesehen. Für 90 Heimbewohner 2 Nachtwachen ???
Die auch noch 10 Stundenschichten haben. Oder für eine Station 2 Pflegekräfte für 30 Heimbewohner. Überstunden sind auch genug.Ich könnte hier noch mehr schreiben.
Alle mal nachdenken !!!!!!!!
12:02
Entschuldigung, einen wirklichen Fachkräftemangel erkennt man daran wenn die Unternehmungen menschenwürdige, gerecht bezahlte und mit sozialen Leistungen versehene Festanstellungen anbieten. Dann würden sich auch mehr Menschen Ausbilden lassen.
Wenn aber bei einem schlecht bezahlten, körperlich schweren Job die Geschäftsführung
den Mitarbeitern auch noch laufend in den Popo tritt sieht das wohl kaum nach Mangel aus.
11:01
Vorab: Die Ausbildung zum Krankenpfleger ist in vielen Ländern schon vierjährig, teilweise ein Studium. In Deutschland hält man dagegen drei Jahre für ausreichend und ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Diese Zeit ist knapp bemessen, bedenkt man die steigenden fachlichen und administrativen Anforderungen. Nimmt man unsere dreijährige Ausbildung als Bezugspunkt, spricht nichts dagegen, Pflegehelfern mit einiger Erfahrung eine verkürzte Ausbildung anzubieten. Allerdings dürfte es am Anreiz fehlen, diese Ausbildung anzutreten. Zu klein ist der (finanzielle) Gewinn, zu groß die Verantwortlichkeit und Inanspruchnahme in einem Gesundheitssystem, in dem Arbeitskraft das A und O, die Personalkosten aber überall Pfui sind, weil Pflege, bitte sehr, nichts kosten darf. Notwendig wird diese Maßnahme aber durch teilweise unzumutbare Arbeitsbedingungen, die die Fachkräfte rasch aus dem Beruf treiben bzw. Interessenten abschrecken. Solange daran nicht verbessert wird, läuft die Forderung ins Leere