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Abgeltungssteuer

Bund will Fondsanleger stärker zur Kasse bitten

31.03.2008 | 08:27 Uhr

Hamburg. Fondssparer sollen bei der geplanten neuen Abgeltungsteuer stärker belastet werden als bislang bekannt. Ausnahmen gibt es keine.

Die Bundesregierung plane, die ab 2009 fällige Steuer auch auf bestimmte Investmentfonds zu erheben, für die bislang Ausnahmeregeln vorgesehen waren, berichtete die «Financial Times Deutschland» vom Montag unter Berufung auf einen Formulierungsentwurf zum Investmentsteuergesetz. Dies betrifft unter anderem sogenannte Dachfonds, also Fonds, die ihr Geld wiederum in anderen Aktien- und Rentenfonds anlegen. Mit den Plänen wolle die Regierung verhindern, dass Anleger die neue Steuer über diese Fondsmodelle massenweise umgehen.

Steuerfrei nur noch Verkäufe von Aktien

Viele Banken empfehlen ihren Kunden derzeit Dachfonds als Steuersparmodell. Mit der Abgeltungsteuer werden ab Anfang 2009 Gewinne aus Aktien, Fonds, anderen Wertpapieren sowie Zinsen und Dividenden pauschal zu einem Satz von 25 Prozent versteuert. Auf Dauer steuerfrei bleiben sollen nach den Plänen des Finanzministeriums nur noch Verkäufe von Aktien, festverzinslichen Anleihen und Geschäfte am Terminmarkt. Alle übrigen in Fonds aufgelaufenen Gewinne sollen dagegen jährlich mit 25 Prozent besteuert werden. Dies soll außer für Dachfonds auch für Fonds gelten, die Geld in Zertifikate investieren.

Ein Sprecher des Finanzministeriums bezeichnete die Pläne der «Financial Times Deutschland» gegenüber als Stand eines laufenden Verfahrens. Im Gesetzgebungsprozess seien Änderungen möglich. Die Änderungen sollen in die Vorlage zum Jahressteuergesetz 2009 einfließen, das in den kommenden Wochen veröffentlicht wird. Billigen Bundestag und Bundesrat die Vorschläge, tritt das Gesetz kurz vor Silvester und damit rechtzeitig vor der Abgeltungsteuer in Kraft. (afp)

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