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Schienenverkehr

Briten haben Interesse am Rhein-Ruhr-Express

12.02.2014 | 07:06 Uhr
Briten haben Interesse am Rhein-Ruhr-Express
Das ist er nicht, obwohl schon RRX draufsteht: Für das Projekt Rhein-Ruhr-Express laufen jetzt die Ausschreibungen für Betreiber und Zug-Lieferanten. Foto: Archiv/Helmuth Vossgraff/WAZ FotoPool

Essen/Düsseldorf.   Der Rhein-Ruhr-Express nimmt Formen an. Das Schienenverkehrsprojekt mit dem Kürzel RRX soll ab 2018 den Regionalverkehr im Ballungsraum Rhein-Ruhr besser vernetzen. Nun laufen die Ausschreibungen - die größten seit Liberalisierung des Schienenverkehrs. Das könnte auch in China Interesse wecken.

Das Ziel ist ein 15-Minuten Takt: Was bisher bei Straßenbahnlinien in NRW zu finden ist, soll in ein paar Jahren auch Schienenpendler zwischen Köln und Dortmund beglücken. Mit dem Rhein-Ruhr-Express soll der regionale Schienenverkehr ab 2018 schrittweise auf neue Beine gestellt werden. Das Projekt nimmt nun, nach Jahren der politischen Debatte, Formen an.

"Wir kommen dem RRX jetzt einen großen Schritt näher", freut man sich beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR). Das Linienkonzept steht schon länger, aber nun sind die Ausschreibungen dazu gestartet - für Züge und für den Betrieb der RRX-Linien. Laut VRR handelt es sich um die bundesweit größte Ausschreibung im Schienenverkehr seit der Marktliberalisierung von 1996. Es geht um insgesamt 14,2 Millionen Zugkilometer pro Jahr auf den Linien RE1, 4, 5, 6 und 11. Allein in die getrennt ausgeschriebenen neuen Züge würden 900 Millionen Euro investiert.

Interesse an RRX auch aus Großbritannien

Beim Fahrgastverband Pro Bahn geht NRW-Sprecher Lothar Ebbers davon aus, "dass sich Bahnunternehmen weltweit für den RRX-Wettbewerb interessieren werden". Zum Beispiel auch in China, glaubt Ebbers. Mit der MTR Corporation könnte etwa auch der Betreiber der Hongkonger Metro den Sprung nach NRW versuchen, der in Europa bereits Netze in Schweden betreibt. Und sich aktuell in Berlin um den Betrieb des dortigen S-Bahnnetzes bewirbt.

Bereits ein klares Signal kommt aus Großbritannien, bzw. aus Düsseldorf, wo die Deutschlandzentrale des britischen Verkehrsunternehmens National Express ihren Sitz hat. "Wir sind an dem RRX-Projekt sehr interessiert", sagt Geschäftsführer Tobias Richter. National Express mischt seit dem vergangenen Jahr auch im Fernbus-Geschäft in Deutschland mit . Und betreibt ab 2015 erstmals die Bahnlinien RE7 (Krefeld, Köln, Wuppertal, Rheine) und RB 48 (Köln-Wuppertal). Das RRX-Konzept sei "hoch interessant", sagt Richter. Nicht nur in punkto Linien-Konzept, sondern auch "weil es den Wettbewerb ermöglicht". Denn anders als üblich übernehmen die fünf beteiligten Verkehrsverbünde beim RRX auch die Organisation der Fahrzeuge.

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Kommentare
13.02.2014
13:02
Briten haben Interesse am Rhein-Ruhr-Express
von notorisch | #11

Der Himmel steh uns bei! Britische Firmen pfuschen in unserem Eisenbahnwesen herum?
Nachweislich diverser (schwerer) Unfälle in den letzten Jahren,...
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2014-02-12 07:06
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