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BP stimmt offenbar Milliardendeal mit der russischen Rosneft zu

21.10.2012 | 18:52 Uhr
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Der Milliardendeal des britischen Energiegiganten BP mit dem russischen Ölkonzern Rosneft ist offenbar unter Dach und Fach. Der Vorstand von BP hat sich nach Angaben aus informierten Kreisen darauf geeinigt, seinen Anteil am britisch-russischen Ölförderer TNK-BP an Rosneft zu verkaufen.

London (dapd). Der Milliardendeal des britischen Energiegiganten BP mit dem russischen Ölkonzern Rosneft ist offenbar unter Dach und Fach. Der Vorstand von BP hat sich nach Angaben aus informierten Kreisen darauf geeinigt, seinen Anteil am britisch-russischen Ölförderer TNK-BP an Rosneft zu verkaufen. Das Unternehmen dürfte dadurch zehn bis 15 Milliarden Dollar einnehmen und einen Anteil von 15 bis 20 Prozent an Rosneft erhalten, sagte der Gewährsmann am Sonntag. Genaue Zahlen könne er allerdings nicht nennen, weil die Details des Abkommens noch ausgehandelt würden. Eine offizielle Ankündigung solle es aber "bald" geben. Auch britische Zeitungen berichteten, dass der Deal beschlossene Sache sei.

Das Abkommen würde BP erlauben, in Russland präsent zu bleiben, aber aus der problembeladenen Partnerschaft mit dem Konsortium russischer Milliardäre AAR auszusteigen. Diesem gehört die andere Hälfte von TNK-BP. Zudem würde es den britischen Konzern auch näher an den Kreml heranführen, der Rosneft kontrolliert. Fünf wichtige BP-Anteilseigner hätten wegen der politischen Dimension Bedenken gegen die Vereinbarung gehabt, berichtete der britische "Sunday Telegraph".

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dapd

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