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Börsen nach EZB-Entscheidung für Anleihenkauf weltweit im Aufwind

07.09.2012 | 07:14 Uhr

Auf die Entscheidung der Europäische Zentralbank (EZB) zum Aufkauf von Staatsanleihen kriselnder Euroländer haben die Börsen weltweit mit deutlichen Gewinnen reagiert. Der japanische Nikkei-Index stieg am Freitag um 2 Prozent auf 8.850,49. Die Indices in Hongkong und Südkorea legten 2,4 Prozent zu, Gewinne gab es auch an den Börsen in China Singapur, Taiwan, Indonesien, Neuseeland und Thailand.

Bangkok/New York (dapd). Auf die Entscheidung der Europäische Zentralbank (EZB) zum Aufkauf von Staatsanleihen kriselnder Euroländer haben die Börsen weltweit mit deutlichen Gewinnen reagiert. Der japanische Nikkei-Index stieg am Freitag um 2 Prozent auf 8.850,49. Die Indices in Hongkong und Südkorea legten 2,4 Prozent zu, Gewinne gab es auch an den Börsen in China Singapur, Taiwan, Indonesien, Neuseeland und Thailand.

Zuvor war schon in den USA der Dow-Jones-Index auf den höchsten Stand seit Dezember 2007 gestiegen, der umfassendere Index Standard & Poor's 500 erreichte wieder das Niveau vom Januar 2008. Der S&P 500 stieg um 28,68 Punkte auf 1.432,12, der Dow-Jones-Index legte 244,52 Punkte auf 13.292 zu. Die Technologiebörse Nasdaq schloss auf dem höchsten Stand in zwölf Jahren bei 3.135,81.

Das EZB-Direktorium hatte das neue Kaufprogramm beschlossen, um die Zinsen für Krisenstaaten wie Spanien oder Italien zu drücken. Zur Bedingung für die Hilfe macht EZB-Chef Mario Draghi dabei, dass sich die betroffenen Regierungen Spar- und Reformauflagen der Rettungsfonds EFSF oder ESM unterwerfen.

Das letzte Mal, dass die Kurse in den USA solche Höhen erreichten, war zu Beginn der Rezession. Anfang 2008 war die Wirtschaftskrise gerade einen Monat alt und den meisten Menschen war die Lage noch gar nicht richtig bewusst. Der S&P-Index hatte zuvor ein Allzeit-Hoch erreicht, die Arbeitslosigkeit lag bei fünf Prozent, heute sind es 8,3 Prozent. Einen Aufschwung erlebt die Börse erst seit März 2009 wieder.

Der positive Börsentrend könnte auch Präsident Barack Obama bei der Wiederwahl helfen. Seit 1900, als der S&P 500 zwischen Juli und Oktober Gewinne verzeichnete, wurden 80 Prozent der Amtsinhaber bei einem ähnlichen Trend wiedergewählt, wie eine Studie von S&P Capital IQ zeigte. Allerdings wurde in der jüngeren Vergangenheit kein Präsident wiedergewählt, wenn die Arbeitslosigkeit so hoch war wie derzeit. Der demokratische Präsident Jimmy Carter scheiterte 1980 mit der Wiederwahl, als die Arbeitslosigkeit bei 7,5 Prozent lag.

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dapd

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