Bochumer Wohnungskonzern Vonovia verzeichnet Gewinnsprung

Der Bochumer Wohnungskonzern Vonovia konnte seinen Gewinn 2015 mehr als verdoppeln.
Der Bochumer Wohnungskonzern Vonovia konnte seinen Gewinn 2015 mehr als verdoppeln.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Trotz der gescheiterten Übernahme von "Deutsche Wohnen" ist der Bochumer Vonovia-Konzern gut aufgestellt. Der Gewinn hat sich 2015 verdoppelt.

Düsseldorf/Bochum.. Deutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Das operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (FFO) stieg auf 608 (2014: 287) Millionen Euro, wie das Bochumer Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Es übertraf damit die eigenen Erwartungen und die Schätzungen der Analysten. Die jüngsten Zukäufe Gagfah und Südewo trugen zum Gewinnsprung maßgeblich bei, denn die Mieteinnahmen sind deutlich gestiegen. Inzwischen verwaltet Vonovia bundesweit rund 370.000 Wohnungen.

Wohnungskonzern Einzig mit der feindlichen Übernahme der Rivalin Deutsche Wohnen scheiterte Vonovia-Chef Rolf Buch im Februar. Trotzdem gab er sich zuversichtlich: Die Bilanz beweise, dass Vonovia auch ohne zusätzliche Bestände Wertzuwächse erzielen könne. Denn die Mieten wurden erhöht und der Leerstand reduziert. In Zukunft will Buch vor allem Dienstleistungen rund um das Thema Wohnen ausbauen, etwa das Geschäft mit Kabelanschlüssen.

Die Aktionäre, die in den vergangenen Jahren für die Einkaufstour mehrmals über Kapitalerhöhungen zur Kasse gebeten wurden, können sich über eine höhere Dividende freuen. Vonovia will für 2015 pro Aktie 94 Cent ausschütten, ein Plus von 27 Prozent. In diesem Jahr soll das Ergebnis weiter steigen: Der Konzern peilt unverändert ein FFO von 690 bis 710 Millionen Euro an. Deutsche Wohnen war in dieser Prognose nie eingerechnet. (rtr)