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Bochumer Opel-Betriebsrat warnt vor Kahlschlag bei Opel

13.07.2012 | 10:02 Uhr
Bochumer Opel-Betriebsrat warnt vor Kahlschlag bei Opel
Der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel (l.) hofft auf konstruktive Gespräche mit der neuen Geschäftsführung.Foto: dapd

Bochum.  Der Bochumer Opel-Betriebsrat sorgt sich nach dem Rücktritt des Vorsitzenden Karl-Friedrich Stracke um die Zukunft des Werkes. Es dürfe keinen Kahlschlag durch das neue Management geben, warnt der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel.

Nach dem Rücktritt des bisherigen Opel-Vorsitzenden Karl-Friedrich Stracke fordert der Bochumer Betriebsrat, dass bislang gemachte Zusagen und Verträge eingehalten werden. "Der Bochumer Betriebsrat hat viele konstruktive Vorschläge zur Sicherung des Bochumer Opel-Werkes vorgelegt", teilte der Betriebsratsvorsitzende am Morgen mit. "Wir erwarten, dass der neue Opel-Vorstand die begonnenen Gespräche weiterführt und die Vorschläge sachlich prüft."

Darüber hinaus fordert Einenkel eine neue Modelloffensive und die Möglichkeit für Bochum, seine Autos auch außerhalb Europas zu verkaufen. Es dürfe keine "Kahlschlagpolitik" erfolgen.

Auch IG-Metall-Chef Berthold Huber schlug dramatische Töne an: "Es geht um nicht weniger als die Zukunft von Opel insgesamt", ließ er in einem Statement verlauten. Für die Gewerkschaft sei nur ein Zukunftskonzept tragfähig, bei dem alle Standorten erhalten blieben.

Der bisherige Opel-Boss Stracke hatte am Donnerstag seinen Rücktritt verkündet. Nach Angaben der "Bild"-Zeitung war dafür vor allem der massive Einbruch bei den Verkaufszahlen verantwortlich. Die Verkäufe im ersten Halbjahr seien um rund acht Prozent geschrumpft, berichtet das Blatt unter Berufung auf Firmenkreise. Ein Grund dafür sei die Krise in Südeuropa, hieß es demnach bei Opel. Am 2. August legt die amerikanische Opel-Mutter General Motors (GM) die Zahlen für das erste Halbjahr vor.

Der bisherige Strategievorstand gilt als Nachfolge-Kandidat

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Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke ist zurückgetreten . War das der richtige Schritt?

Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke ist zurückgetreten . War das der richtige Schritt?

 

Auch angesichts der Verkaufsschwäche habe GM nicht mehr daran geglaubt, mit Karl-Friedrich Stracke an der Spitze des Unternehmens die Wende zu schaffen, meldete "Bild" weiter.

Für Stracke übernimmt vorläufig GM-Strategiechef Steve Girsky das Ruder, der auch den Opel-Aufsichtsrat leitet. Als aussichtsreicher Kandidat für den Chefposten gelte Opel-Strategievorstand Thomas Sedran, berichteten mehrere Medien übereinstimmend. (dapd/sing)



Kommentare
14.07.2012
15:27
Bochumer Opel-Betriebsrat warnt vor Kahlschlag bei Opel
von Otti88 | #16

Der Einenkel warnt wie immer, rauskommen wird wie immer ein Lohnverzicht. Dies machen wir schon seit ca. 10 Jahren mit. Leute ich weiß wovon ich rede bin seit über 24 Jahren in der Firma.

14.07.2012
08:38
Bochumer Opel-Betriebsrat warnt vor Kahlschlag bei Opel
von Kadett1960 | #15

Opel, immer nur Opel. Man kann das nicht mehr höhren. Wird Zeit das der Lden endlich geschlossen wird und Ruhe ist. In anderen Branchen wird auch gearbeitet, Personal abgebaut, Standorte geschlossen oderzusammengelegt. Dies ist meist mit hoher flexibilität verbunden und man muß Umziehen oder längere Fahrzeiten in Kauf nehmen, Dies geschieht aber meistens ganz ruhig und ist höchstens eine kleine Pressenotiz wert.
Das gezeter und gejammer der überbezahlten Opelaner in den letzten Jahren ist unerträglich.

1 Antwort
Bochumer Opel-Betriebsrat warnt vor Kahlschlag bei Opel
von Otti88 | #15-1

Was soll ich zu deinen Kommentar sagen, du bist einfach nur ein Dummschwätzer.

14.07.2012
07:25
Bochumer Opel-Betriebsrat warnt vor Kahlschlag bei Opel
von Hastalamuertesiempre | #14

Als Nokia das Bochumer Werk schloß, haben die Arbeiter bis zum bitteren Ende auch noch Handys montiert.

Das ist der deutsche Michel.

Es bleibt den Opelanern zu wünschen übrig, dass diese nicht in demütiger Haltung und voller innovativer Ideen (wo lag nochmal die Schraube X für Teil Z) untergehen bzw. durch Arbeitsstopp und massive Streiks General Motors mal zeigen wo der Hammer hängt.

Denn nur eines ist schlimmer für diese Amis als temporäre rote Zahlen auf den Aktionärsversammlungen.

Tiefrote Zahlen bedingt dadurch, dass die Arbeiter dafür sorgen dass man die Pläne der oberen Zehntausend zerschlägt. Eine Revolution ab und zu kann schließlich nicht schaden.

Fortschritt durch Techn... Nein, durch Widerstand!

14.07.2012
02:25
Einenkel und Konsorten sitzen doch mit in den
von Goodie | #13

Aufsichtsräten. Ich würde mal gerne die Protokolle sehen, in denen dokumentiert
ist, welche tollen Strategien diese Herrschaften gefordert haben. Im Gegenzug
ist aber dokumentiert, daß sich diese Parasiten gegen einen 1000 er Judaslohn
extra monatlich haben kaufen lassen. Pfui Deubel, wenn ich normaler Opelaner
wäre würde ich das **** zum Teufel jagen.

13.07.2012
16:39
Bochumer Opel-Betriebsrat warnt vor Kahlschlag bei Opel
von wilbec | #12

Die bestehenden Automobilwerke sind nicht ausgelastet. Es wird eine Marktbereinigung geben. Opel gehört dazu. Da können die Betriebsräte noch so laut schreien, es wird nichts nutzen. Autos die nicht verkauft werden auf Halde zu produzieren nutzt am Ende Niemanden.
Würde man Opel subventionieren träfe es die Arbeiter in anderen Automobilfabriken, in denen marktgerecht produziert wird.

13.07.2012
16:12
Bochumer Opel-Betriebsrat warnt vor Kahlschlag bei Opel
von schlimm | #11

Den GM-Manager trauen wir zu, das sie Opel in die Insolvenz schicken. Während der Insolvenz werden tausende Mitarbeiter mit kleiner Abfindung entlassen. Zwei bis drei Werke werden geschlossen. Danach wird es einen Neubeginn mit stark abgesenkten Löhne und Gehälter für die Mitarbeiter geben. Wenn das nicht ausreicht, wird die zur Zeit "Billigmarke" Opel vom Markt genommen. So sehen wir das, Herr Einenkel.

13.07.2012
16:05
Wieviel Opel ist eigentlich noch im Opel?
von bernd65 | #10

Wieviele Millionen zahlt eigentlich der Volkswagen-Konzern an ihre beste Werbeagentur GM? Eine bessere Negativ-Publicity als der GM-Konzern seit Jahren kostenlos liefert, kann man sich in Wolfsburg doch gar nicht wünschen. Es gab tatsächlich mal Zeiten, wo Opel beinahe auf Augenhöhe von VW war. Zuverlässige, solide Autos. Dann kam ein gewisser Herr Lopez und seitdem hängt Opel ein Qualitätsproblem am Hals. Es ist auch vollkommen egal, wie gut die jetzigen Autos sind, wenn der eigene Konzern die Marke immer wieder in Verruf bringt. Obwohl man sich fragen muß, welcher Opel überhaupt noch in einem Opel steckt. Modell X ist baugleich mit Modell Y von Hersteller A, der Z rollt aus dem gleichen Werk wie wieder ein anderes Modell von Hersteller B und die Ähnlichkeit zweier Modelle (nein, keine China-Kopie) ist manchmal verblüffend. Es wird so kommen wie mit Nokia. Das Werk in Bochum schließt und die Karawane zieht weiter. Und Nokia? Wer ist Nokia?

13.07.2012
13:40
Einfache Wahrheiten, die keiner hören will:
von radfahrer.ruhr | #9

(1)
Das Marke Opel des Konzernes GM baut Fahrzeuge, die der größte Teil der Käufer nicht haben will (warum auch immer)

(2)
Es gibt deutliche Überkapazitäten auf dem Markt.

(3)
Die Mitbewerber haben Fahrzeuge im Angebot, welche beim Käufer besser ankommen.

(4)
Das Image der Marke liegt tief verschüttet im Keller.

Wenn das Werk Bochum geschlossen werden sollte, dann ist es halt so. Glaubt eigentlich irgendjemand außer den gewerkschaftlichen Berufsoptimisten noch an eine Zukunft des Werkes?

Angeblich gibt es ja einen großen Facharbeitermangel in diesem Land und in der Region, da müsste ja ein großer Teil der jetzigen Beschäftigten schnell und ohne Probleme bei neuen Arbeitgebern unterkommen.

13.07.2012
12:56
Obwohl ich mir gerade einen Opel gekauft habe,
von traurigeWahrheit | #8

und damit vermutlich mehr für Opel getan habe als mancher klassenkämpferische Kommentator, wäre eine Schliessung eines Opelwerkes keine Katastrophe. Opel baut scheinbar Autos, die nicht den Geschmack der Mehrheit treffen, sowas bedeutet in der Marktwirtschaft immer grosse Probleme....Für Opel bauen dann eben andere Hersteller Autos, so hart das auch klingt.

Ich persönlich bin zufrieden mit meinem Opel Corsa aus Eisenach: Gute Verarbeitung, niedriger Verbrauch, schickes Design. Ich kann auch nicht sagen, das Opel teuer ist, im Gegenteil, Opel ist richtig günstig. Auch die Jubiläumsfinanzierung "150 Jahre Opel" ist sehr gut ( 0,.9%). Aber so ist das halt: Nicht die Politik entscheidet, sondern der Verbraucher und der fährt halt lieber VW.

1 Antwort
Bochumer Opel-Betriebsrat warnt vor Kahlschlag bei Opel
von lespaul123 | #8-1

"....und damit vermutlich mehr für Opel getan habe als mancher klassenkämpferische Kommentator...." Da vermuten Sie leider falsch ! Mindestens in den letzten 10-12 Jahren hat GM mindestendes einmal jährlich die europäischen Werke gegeneinander ausgespielt, egal wie deren Situation auch immer war. Deshalb wäre es gut wenn die Belegschaften aller Werke zusammenhalten und sich gegen diese ewige Bedrohung mit oftmals durch das Management an den Haaren herbeigezogenen Argumenten zur Wehr setzen. Das ist wichtig, ansonsten gehen immer mehr Arbeitsplätze bei Opel verloren. Vieleicht sollten Sie mal etwas mehr an die Kollegen denken, bevor Sie so etwas loslassen.
"....wäre eine Schliessung eines Opelwerkes keine Katastrophe."
Natürlich wäre es das !
Ich freue mich das Sie zufrieden sind mit Ihrem Corsa. Trotzdem baut VW und andere Konkurenten besser Autos. Denn nur durch Qualität, Preisleistungsverhältnis, Trends etc lassen sich Marktanteile verteidigen und gewinnen. Das spricht gegen Opel.

13.07.2012
12:31
Bochumer Opel-Betriebsrat warnt vor Kahlschlag bei Opel
von lespaul123 | #7

"....Der bisherige Strategievorstand gilt als Nachfolge-Kandidat...."
Das passt doch ins Bild der lächerlichen GM/Opel Manager ! Ein Strategievorstand wird befördert weil er gerade mal wieder einen erhelblichen Absatzrückgang durch seine Strategie mit zu verantworten hat. Unglaublich, was für Pfeifen in diesem Unternehmen am Werke sind ! Wenn es nicht so traurig wäre für die "ehrlichen" Mitarbeiter die sich alle paar Monate erneute Sorgen um Ihre Zukunft machen müssen, könnte man nur noch Lachen über die Unfähigkeit dieser Managerkaste ! Den normalen Arbeitern bei Opel kann ich nur raten, bewerbt euch weg, versucht einen anderen Job zu bekommen. Diese Manager werden euch über kurz oder lang in die Arbeitslosigkeit treiben, selbst werden sie aber selbstverständlich alle Schäflein im Trockenen haben, euch auslachen und ganz selbstverständlich auch noch Millionen an Boni einsacken. Geht auf die Strasse, nix Warnstreikt, legt die Bude ein paar Tage oder Wochen still.

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