Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Kapitalerhöhung

Bezahlsender Sky schreibt weiter rote Zahlen

21.01.2013 | 11:22 Uhr
Bezahlsender Sky schreibt weiter rote Zahlen
Trotz steigender Kundenzahlen schreibt der Bezahlsender Sky rote Zahlen.Foto: ddp

München.   Obwohl der Bezahlsender Sky Deutschland seine Abonnentenzahlen deutlich steigern konnte, rutschte das Unternehmen im vierten Quartal des vergangenen Jahres wieder tief in die roten Zahlen. Sky plant nun eine Kapitalerhöhung.

Der Bezahlsender Sky Deutschland ist im vierten Quartal operativ wieder tief in die roten Zahlen gerutscht. Im vergangenen Jahr insgesamt sei der Verlust vor Abzug von Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 48 bis 58 Millionen Euro gesunken, teilte der Fernsehsender am Montag in München mit.

Nach neun Monaten hatte noch ein Plus von einer Million in den Büchern gestanden. Sky gibt zum Jahresende viel Geld für Werbung aus, um im Weihnachtsgeschäft neue Abonnenten zu gewinnen. Wie bereits bekannt, stieg die Zahl der Kunden im letzten Quartal um 151 000 auf 3,363 Millionen. Hauptaktionär Rupert Murdoch hatte vergangene Woche mitgeteilt, erneut mehrere hundert Millionen Euro in das Unternehmen zu pumpen. Sein Anteil stieg damit von knapp 50 auf 54,5 Prozent. Im Zuge einer Kapitalerhöhung sollen auch die anderen Aktionäre rund 91 Millionen Euro einbringen.

Hintergrund
Rupert Murdoch übernimmt Sky Deutschland

Rupert Murdoch hat Milliarden in das Bezahlfernsehen in Deutschland gesteckt. Lange Zeit wurde er dafür belächelt. Doch inzwischen scheint Sky Deutschland die Kurve zu kriegen. Nun übernimmt der Medienmilliardär bei Sky die Mehrheit - er glaubt fest an den Erfolg.

4,46 Euro pro Aktie

Gleichzeitig nannte Sky auch Details zur angekündigten Kapitalerhöhung. Nach der Veröffentlichung des Wertpapierprospekts werde Sky Deutschland seinen bestehenden Aktionären bis zu 20,4 Millionen neue Namensaktien aus genehmigtem Kapital anbieten, um Bruttoerlöse von bis zu 91,0 Millionen Euro zu erzielen.

Das Bezugsverhältnis betrage 42:1 - Aktionäre von Sky haben somit das Recht, für 42 bestehende Aktien, die am Stichtag (21. Januar 2013 abends) gehalten werden, eine neue Aktie zu erwerben. Der Bezugspreis pro Aktie wurde auf 4,46 Euro festgelegt. Hauptaktionär News Corp hatte angekündigt, das Bezugsrecht für seine Beteiligung von 54,5 Prozent vollständig auszuüben. Der Medienkonzern von Rupert Murdoch hatte seine Anteil an Sky in der Vorwoche auf mehr 50 Prozent erhöht. (dpa/rtr)



Kommentare
21.01.2013
14:01
Bezahlsender Sky schreibt weiter rote Zahlen
von TVtotal | #2

Ich hatte damals Premiere...einfach zu teuer und dazu wurden die Filme von Kanal zu Kanal verschoben, ewige Eigenwerbung als programmvorschau getarnt, dazu kamen noch die überzogenen Kosten für Kabelanschluss...also wieder abgeschafft als die nächste Preisrunde eingeleutert wurde...Kosten:Premiere 48,50 DM...Kabel vom berühmt berüchtigten Anbieter in Duisburg 82,89 DM...ist heute bestimmt nicht billiger....

21.01.2013
11:46
Bezahlsender Sky schreibt weiter rote Zahlen
von DerRheinberger | #1

Erst pokern sie die Bundesligarechte um 100% nach oben, und jetzt helfen ihnen die unter der Knute von Parteien, Kirchen und Wirtschaftsverbänden stehenden Sender WDR, NDR usw. durch Ankauf teurer Bundesligaspiele aus der finanziellen Patsche!

Warum lässt man SKY nicht einfach pleite gehen? Dann wissen auch die Bundesligamanager mal wieder, dass die horrenden Gehälter von ihnen und den Spielern auch nur durch Normalverdiener erwirtschaftet werden müssen!

1 Antwort
Bezahlsender Sky schreibt weiter rote Zahlen
von heindaddel | #1-1

Was Kirch und Kohl vor Jahren ausgekungelt haben lässt die cdu nicht vor die Hunde gehen.Und wenn ich dann noch an die Parteispendenskandale des Paten von Oggersheim denke,die nie genannten Spender???????????

Aus dem Ressort
Brüssel prüft Vorwürfe zur Finanzierung der Jugendherbergen
Wettbewerb
Ein privater Hostel-Betreiber aus Berlin klagte bei der EU-Kommission gegen staatliche Subventionen, die deutsche Jugendherbergen erhalten. Nach Angaben des Jugendherbergswerks sind es jährlich drei Millionen Euro für 513 Standorte. Brüssel prüft jetzt etwaige Wettbewerbsverzerrungen.
Karstadt-Chef plant offenbar weiteichende Sparmaßnahmen
Karstadt
Kurz vor der dem mit Spannung erwarteten Treffen des Karstadt-Aufsichtsrats am Donnerstag hat Interimschef Miguel Müllenbach die Belegschaft der Warenhauskette nach einem Medienbericht auf tiefe Einschnitte eingestimmt. Die Sanierung werde „einschneidende Veränderungen“ nach sich ziehen.
Unternehmen dürfen älteren Arbeitnehmern mehr Urlaub geben
Arbeitsrecht
Ältere Arbeitnehmer dürfen aufgrund ihres Alters mehr Urlaub als Jüngere bekommen. Das Bundesarbeitsgericht wies am Dienstag entsprechende Klagen ab. Beschäftigte eines Schuhherstellers waren vor Gericht gezogen, weil ihre Kollegen ab 58 Jahren zwei Tage mehr Urlaub bekommen.
iPhone 6 und iPhone 6 Plus – Das können Apples Großhandys
iPhone 6
Größer, flacher, runder: Das neue iPhone 6 und sein riesiger Bruder iPhone 6 Plus folgen dem Trend zu Smartphones mit großzügigen Bildschirmen. Doch lohnt sich der Umstieg? Eins steht nach dem Test unserer Redaktion fest: Die Zeit, in der ein iPhone unverwechselbar war, ist vorbei.
Neues Apple-Update auf iOS 8.1 bügelt viele Schwächen aus
Apple
Apple hat eine neue Version seines Betriebssystems für iPhones und iPads bereitgestellt. Das Update auf iOS 8.1 stopft Sicherheitslücken und bringt verbesserte sowie neue Funktionen. Außerdem gibt es auch ein neues Tool zum Versenden von Kurznachrichten.
Umfrage
Weil sie laut sind und Feinstaub aufwirbeln hat die Stadt Graz vor kurzem Laubbläser verboten. Würden Sie sich ein solches Verbot auch im Revier wünschen?

Weil sie laut sind und Feinstaub aufwirbeln hat die Stadt Graz vor kurzem Laubbläser verboten. Würden Sie sich ein solches Verbot auch im Revier wünschen?