Bewerber fordern flexible Arbeitszeiten stärker ein

Stuttgart..  Flexible Arbeitszeitmodelle werden mehr und mehr zur Selbstverständlichkeit. Laut einer Untersuchung des Centre of Human Resources Information Systems an der Uni Bamberg unter den 1000 größten Unternehmen in Deutschland gelten flexible Ar­beitszeitmodelle und Home Office als Top-Maßnahmen gegen Probleme bei der Stellenbesetzung.

Bewerber fordern Vereinbarkeit von Familie und Beruf inzwischen fast selbstverständlich ein. Doch es zeigen sich auch Schattenseiten: Während man bei den befragten Firmen davon ausgeht, dass flexible Arbeitszeiten die Produktivität der Mitarbeiter durchaus erhöhen, gilt das nicht unbedingt für räumlich verteiltes Arbeiten. Frei wählbare Arbeitszeiten führten darüber hinaus häufig zu Arbeitsintensivierung und Überstunden, sagt Yvonne Lott, Arbeitsmarktforscherin der Hans-Böckler-Stiftung.

„Virtuelles Arbeiten wird nicht in die Wiege gelegt. Das muss man lernen“, erläutert Elke Frank, Personalchefin beim Software-Konzern Microsoft. Drei Bedingungen müssten erfüllt sein: „Klare Zielvereinbarung, klare Regeln und die Kommunikation muss passen.“ Es brauche feste Zeiten, in denen sich das Team in der Realität treffen könne. Ohne persönlichen Kontakt werde ständige Abwesenheit zum Karriererisiko.