Bewegung in der Metall-Tarifrunde

Mülheim..  Begleitet von bis zu 10 000 warnstreikenden Demonstranten, so die Angaben der IG Metall, haben sich die NRW-Tarifpartner der Metall- und Elektroindustrie in ihrer dritten Verhandlungsrunde in Mülheim aufeinander zubewegt. Fortschritte gab es beim Thema Bildungs-Teilzeit, hieß es nach dem Gespräch.

Neben 5,5 Prozent mehr Geld und einer Neuregelung für die Altersteilzeit fordert die IG Metall auch ein Recht auf Teilzeit, in der sich Beschäftigte weiterbilden können. Das lehnten die Arbeitgeber bisher strikt ab, nun regte NRW-Metall-Präsident Arnd Kirchhoff an, den bestehenden Tarifvertrag „Zukunft in Bildung“ einem größeren Teilnehmerkreis zu öffnen. Bisher ist eine Bildungs-Teilzeit freiwillig, die IG Metall will nun ein Anrecht darauf erkämpfen. Kirchhoff strebt offenbar einen Kompromiss an. Das Thema soll bis zur vierten Runde vertieft werden. Die Gewerkschaft setzt im Gegenzug ihre Warnstreiks bis zum 18. Februar aus.