Betrüger am Telefon werden immer dreister
30.11.2011 | 18:44 Uhr 2011-11-30T18:44:00+0100
Berlin. Das Werbeverbot am Telefon schreckt Betrüger nicht ab. Sie nehmen mögliche Strafen offenbar billigend in Kauf, weil sich mit Telefon-Abzocke viel Geld ergaunern lässt. Der zuständige Bundesrat verzögert eine notwendige Gesetzesänderung.
Eigentlich wollte Nadine R. ihren nächsten Handyvertrag bei einer neuen Telefongesellschaft abschließen. Doch dann kam ein Werbeanruf des alten Anbieters. Sie stimmte am Telefon der Zusendung eines Info-Pakets über die Tarife zu. Statt des Päckchens flatterte ihr ein paar Tage später jedoch die Auftragsbestätigung über eine Vertragsverlängerung ins Haus. Beim Rückruf hieß es von der Hotline, sie solle das Schreiben einfach ignorieren, wenn sie keinen Vertrag abschließen wolle. Das tat sie. „Jetzt komme ich aus dem ganzen Schlamassel nicht mehr heraus“, sagt Nadine R. heute.
Denn das Unternehmen pocht auf die Einhaltung der Vereinbarung, weil die Widerrufsfrist abgelaufen ist. An den eigenen Rat mochte sich dort niemand erinnern.
Trickser und Betrüger interessiert das Verbot unerlaubter Werbeanrufe nicht
Untergeschobene Verträge, Gewinnversprechen oder angeblicher Verbraucherschutz – Trickser und Betrüger nutzen das Telefon trotz des seit 2009 geltenden Verbots unerlaubter Werbeanrufe als Mittel, den Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. „Wir haben schnell gemerkt, dass es immer schlimmer wurde“, berichtet die Telekommunikations-Expertin der Berliner Verbraucherzentrale, Susanne Nowarra. Vor allem die kriminellen Aktivitäten über das Telefon hätten stark zugenommen.
Die Strafen schrecken weder Betrüger noch unseriöse Unternehmen ab. Im Einzelfall kann ein unerlaubter Werbeanruf mit 50 000 Euro bestraft werden. Doch die Gerichte haben den Aufsehern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Statt ein Bußgeld für jeden Anruf soll es nur eines pro Kampagne geben. Damit, so meinen die Experten, lohne sich der Verstoß gegen das geltende Recht wieder. Die Netzagentur plädiert deshalb für eine halbe Million Euro als Obergrenze.
Die Netzagentur zählte allein 2010 rund 75 000 Beschwerden über unerlaubte Anrufe. „Lebensmittel, Zeitschriften, Telekommunikation“, erläutert Behördensprecher Rene Henn, seien typische Branchen, in denen diese Praktiken verbreitet sind.
Aber es gibt darüber hinaus noch das Telefon als Tatwerkzeug von Kriminellen. Derzeit versprechen Anrufer ihren Opfern einen Kosmetikgutschein, für den sie nur zwei Ziffern als Code in den Apparat eingeben müssen. Doch der vermeintliche Code löst die Vertragsbestätigung für einen Gewinnspieldienst aus. Kostenpunkt: 9,90 Euro in der Woche, eingetrieben mit der Telefonrechnung. Die Bundesnetzagentur hat bereits in Hunderten solcher Fälle ein Inkassoverbot verhängt. Ist das Geld aber erst einmal weg, wird es schwierig. Die Täter sitzen oft im fernen Ausland.
Bundesrat blockiert eine Gesetzesänderung
Die Bundesregierung tut sich schwer mit einer Gesetzesänderung. Der Bundesrat und das Verbraucherministerium sind zwar bei Telefongeschäften für die Einführung einer generellen nachträglichen Vertragsbestätigungspflicht durch den Kunden. Doch das zuständige, von der FDP-Ministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger geführte Justizministerium ist dagegen und blieb bislang untätig. „Für Glücks- und Gewinnspiele oder entsprechende Eintragungsdienste wäre eine Bestätigungslösung ein guter Weg, bei der eine nachträgliche schriftliche Zustimmung erforderlich ist“, sagt der verbraucherpolitische Sprecher der FDP, Erik Schweickert. Nun warten alle auf einen Vorschlag der FDP-Ministerin.
In der Warteschleife ist auch ein anderes Verbraucherschutz-Gesetz der Koalition. Ob Warteschleifen künftig kostenlos sein müssen, ist wieder offen, nachdem der Bundesrat das Telekommunikations-Gesetz letzten Freitag erst einmal abgelehnt hat.

12:44
Bei nicht angezeigter Nummer lege ich sofort auf und wenn die nicht aufhören dann wird halt eben der Stecker aus der Wand gezogen und dann ist Ruhe.
12:33
Also, meine Kundenzufriedenheit steigt immer dann,
- wenn ich von diesen Kundenzufriedenheitsanalysierern keinen Telefonanruf erhalte
- wenn ich nicht am Telefon mir irgendwelchen Glücksspielen belästigt werde
- wenn mir niemand telefonisch irgendwelche Verträge aufschwatzen will
Wenn ich an einem Glücksspiel teilnehmen möchte, gehe ich in die Lotterieannahme hier an der Ecke oder in eine Spielbank.
Wenn ich ein neues Handy haben möchte, gehe ich in einen Handyladen.
Brauche ich eine neue Versicherung oder will ich meine bestehende überprüfen, dann gehe ich zu einem Versicherungsmakler der keinen direkten Finanzvorteil aus dem abgeschlossenen Vertrag hat. Die gibt es tatsächlich, da bekommt der Versicherungsberater nur seinen Lohn und keine Provisionen - die bekommt die Firma und zahlt daraus die Löhne. Und da haben die Berater auch viel Zeit, um die für den Kunden optimale Lösung zu suchen.
12:44
Bei unbekannten Nummern meld ich mich nie mit Namen, bei Umfragen lege ich direkt auf und was andrehen lass ich mir am Telefon auch nicht. Sollte jeder so machen!
16:14
die kennen nur eine devise und die ist diese, der zweck heiligt alle mittel,.... meine Schwester arbeitete einmal für ein callcenter - glauben Sie mir, die merken für entsprechendes Geld gar nichts mehr . und halten sich auch noch für seriös...und oberwichtig und richtig und für schlau, also gar nicht doof - weil das sind nämlich die anderen,.,,,
11:50
ist eine Straftat und kann gehandet werden. EIN SCHLECHTER RAT!
Man sollte, wenn man solche Anrufe als lästig empfindet freundlich abe bestimmt ablehnen und sämtliche Kindereien vermeiden!
Auch beim nächsten Handykauf einfach mal drauf achten, was im Vertrag steht!!!
Der Hinweis von neune Produkten und Dienstleistungen informiert zu werden läßt sich da mit dem richtigen Häkchen vermeiden.
Übrig bleiben dann nur noch Anrufe für Kundenzufriedenheitsanalysen. Die verfolgen einen anderen Zweck als den aggressiven Verkauf. Auch hier kann man ablehnen. Wenn man sich dort entschließt mitzumachen und eine Reihe Fragen beantworten will, sollte man sich Zeit nehmen.
Zumindest bei diesen Anrufen, die dann von anerkannten Marktforschungsuntenehmen gemacht werden, kann amn auch Anregungen und Kritik loswerden.
Zufallsgenerierte Nummern werden von Sozial- und Marktforschunguntenehmen verwendet bei reinen Umfragen(Aus Datenschutzgründen). Da einfach einen Termin machen und die Angaben (Unternnehmen und eingeblendete Nummer im Display) aufschreiben und bei der Bundesnetzagentur Auskunft einholen. Wenn das zu kompliziert ist, einfach die Internetseite des Instituts aufrufen und unter "Kontakt" die Rufnummer vergleichen!.
11:49
nachdem ich zweimal bei Adressvermittlungsfirmen mit Konsequenzen gedroht habe, einige Nummern der Bundesnetzagentur gemeldet habe und generell bei solchen Anrufen hier ohne jeglichen Kommentar meinerseits sofort auflege, ist Ruhe eingekehrt. Geht doch :-))
10:06
Eine Trillerpfeife wirkt Wunder!
Oder den Anrufer erzählen lassen und einfach den Hörer weglegen.
Oder den Anrufer immer wieder um Wiederholung und langsames Sprechen bitten, weil man schwerhörig ist.
Oder auch mal selber Fragen stellen: von wo rufen sie an? wie war ihr Name? Seit wann arbeiten sie dort? macht ihnen die Arbeit Spaß? Wie stehen sie eigentlich zur Euro-Krise?...
Es gibt so viele Möglichkeiten, einen nervenden Anrufer zur Weißglut zu treiben :-)
09:29
Ob sich die Bundesregierung schwer mit einem Verbot täte, wenn deren Mitglieder auch so dreist abgezockt würden? Aber die kleinen Leute dürfen sich abzocken lassen, weil sie in der Regel ahnungslos sind.
Die Mitglieder der Bundesregierung werden erst dann etwas tun, wenn ihr Nichthandeln mehr Ärger und Einsatz fordert als das Handeln. Wieso sollten die von selber etwas tun?
09:17
Mir wollte jemand irgendwelche Lotterielose andrehen. Regelmäßige Gewinne wurden garantiert und der nette Herr am Hörer rechnete mir vor wie schnell ich die Kosten für das Los wieder drin habe und wie viel Geld ist sicher zusätzlich jeden Monat habe.
Also dachte ich so bei mir wenn das Angebot so toll ist hat er doch bestimmt auch so ein Los. Gefragt und siehe da... Nein!!!
Komisch, versprechen einem hunderte oder besser tausende von Euros und selber sitzen die irgendwo in einem Keller ohne Fenster für einen Hungerlohn.
Naja zumindest war mein Gegenüber ehrlich zu mir. Er hätte mir ja auch einen von seinen vielen Gewinnen erzählen können.
Aber soll man bei den Löhnen erwarten das die Leutchen überzeugend rüber kommen??? Die meisten sind doch bestimmt nicht Stolz auf ihre Arbeit und froh wenn sie Feierabend haben. Freuen wird sich nur der Chef der Firma der dann immer schön abkassieren darf.
09:04
1) hintergründe kann man im allgemeinen zuverlässig erfahren wenn man kurz im netz unter www.whocallsme.com nachschaut.....meist sehr aufschlussreich
2) einmal haben wir den höhrer unserem damals 4 jährigen sohn gegeben....nach einigen minuten hatte die agentin ein einsehen
3) wir speichern ungebetene anrufer entsprechend ab, so braucht man ein zweites mal gar nicht mehr rangehen.