Bernotat will Slogan Ruhrn deutlich nachbessern
09.04.2008 | 21:00 Uhr 2008-04-09T21:00:36+0200Auch Marketing-Chefs kritisieren Werbespruch
Essen. Der künftige Moderator des Initiativkreises Ruhr, Eon-Chef Wulf Bernotat, will die neue Werbekampagne für das Ruhrgebiet und den dazugehörigen Slogan "Ruhrn TeamworkCapital" deutlich nachbessern. "Die Standortkampagne ist aus meiner Sicht noch nicht ausgereift und etwas kopflastig. Mit Ruhrn können weder die Menschen im Ruhrgebiet noch außerhalb spontan etwas anfangen", sagte Bernotat der WAZ.
Die von der Düsseldorfer Werbeagentur Grey entwickelte Kampagne, die im März vorgestellt wurde, hatte heftige Kritik nach sich gezogen. Bernotat will nun die Marketing- und Kommunikations-Chefs der im Initiativkreis vertretenen 70 Unternehmen am neuen Auftritt mitarbeiten lassen. "Da müssen die Fachleute der Agentur, vielleicht mit Unterstützung der Kommunikationsexperten der Unternehmen im Initiativkreis, noch mal ran", sagte Bernotat.
Gestern Nachmittag gab es ein erstes Treffen der Marketing-Chefs bei RWE in Essen, denen Grey-Chef Frank Dopheide das Konzept vorstellte. "Es gibt die Tendenz, sich von dem Slogan zu verabschieden", sagte einer der Teilnehmer anschließend. Kritisiert wurde die schwierige Verständlichkeit. "Es kostet sehr viel Kraft, diesen Slogan zu erklären", hieß es.
In der Einladung zu dem Treffen hieß es, es habe bei der Vollversammlung eine breite Zustimmung zur Grey-Kampagne gegeben, die mangels ausreichender Information in der Öffentlichkeit "unterschiedlich" aufgenommen worden sei. Das sieht Bernotat anders. "Es gab noch keine endgültige Zustimmung der Vollversammlung zu der Kampagne", sagte er.

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