Das aktuelle Wetter NRW 9°C
Wirtschaft

Bericht: EZB bereitet drastische Maßnahmen gegen Kapitalflucht vor

22.03.2013 | 09:56 Uhr
Foto: /dapd/Patrick Sinkel

Die Europäische Zentralbank (EZB) trifft offenbar Vorsorge gegen eine massive Kapitalflucht aus Zypern. So sollen Zyperns Bürger für eine längere Zeit nur einen begrenzten Betrag an Bargeld an Geldautomaten abheben können, wie das "Handelsblatt" (Freitagausgabe) unter Berufung auf Notenbankkreise berichtet. Zurzeit liegt das Limit bei 400 Euro pro Tag und Bankkunde.

Düsseldorf (dapd). Die Europäische Zentralbank (EZB) trifft offenbar Vorsorge gegen eine massive Kapitalflucht aus Zypern. So sollen Zyperns Bürger für eine längere Zeit nur einen begrenzten Betrag an Bargeld an Geldautomaten abheben können, wie das "Handelsblatt" (Freitagausgabe) unter Berufung auf Notenbankkreise berichtet. Zurzeit liegt das Limit bei 400 Euro pro Tag und Bankkunde.

Zusätzlich sei im Gespräch, die Spareinlagen vollständig einzufrieren und Überweisungen nur mit einer vorherigen Genehmigung der nationalen Zentralbank zu erlauben, schreibt die Zeitung. Wie lange die Gelder auf den Sparkonten gesperrt werden, sei noch nicht entschieden.

Die EZB wolle den Kapitalverkehr auch dann reglementieren, wenn Zyperns Regierung ein Rettungspaket mit den internationalen Geldgebern bis Anfang nächster Woche ausgehandelt habe. "Die Gefahr ist zu groß, dass es zu einem Ansturm auf die Banken kommt, wenn diese nach mehr als einer Woche wieder öffnen", sagte ein Notenbanker der Zeitung.

Die EZB werde dafür sorgen, dass die Kapitalverkehrskontrollen "sozialverträglich" ausgestaltet werden. Jeder Bürger werde das zum Leben notwendige Geld erhalten, hieß es. Dazu gehöre auch die Auszahlung von Renten und anderen Sozialleistungen.

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
22.03.2013
14:29
Bericht: EZB bereitet drastische Maßnahmen gegen Kapitalflucht vor
von HarryCane | #1

So schnell können nicht demokratisch legitimierte Organisationen (EZB, IWF, Eurogruppe) also die Schlinge um den Hals eines Landes legen, dass sich nicht komplett ohne Widerstand den Fängen des Geld- und Machtmonopols ergibt.

Ein paar Tastenklicks auf der Tastatur und ein ganzes Land wird lahmgelegt,
Konten eingefroren, Überweisungen verhindert.
Oh du schöne €UDSSR, es ist der helle Wahnsinn!!
Da kann man nur erahnen, was uns in den nächsten Jahren hier noch erwartet, wenn sich nicht absolut massiver Widerstand regt...aber der wird kommen und dann heftig.
Sobald die Masse der Bürger das miese Spiel endlich durchschaut..

Auch hier steht interessantes:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=16619#h03

Umfrage
Vermutlich wegen einer erhaltenen WhatsApp-Nachricht starb am 17. Februar eine 21-jährige Autofahrerin bei einem Unfall auf der B54 in Herdecke. Lassen Sie sich beim Autofahren vom Handy ablenken?

Vermutlich wegen einer erhaltenen WhatsApp-Nachricht starb am 17. Februar eine 21-jährige Autofahrerin bei einem Unfall auf der B54 in Herdecke. Lassen Sie sich beim Autofahren vom Handy ablenken?

 
Aus dem Ressort
Öffentliche Banken fordern internationale Regeln für Bitcoin
Bitcoin
Die Digitalwährung Bitcoin soll unabhängig machen von Banken. Doch die jüngsten Pleiten zeigten, wie riskant die Idee sein kann. Ende 2013 war der Kurs auf mehr als 1150 Dollar geschnellt, nachdem ein Bitcoin ein Jahr zuvor 13 Dollar gekostet hatte. Bankenvertreter dringen auf internationale Regeln.
Das beliebte Pangasiusfilet ist häufig eine Mogelpackung
Lebensmittel
Wer im Supermarkt ein Pangasiusfilet kauft, bezahlt in vielen Fällen unfreiwillig eine Menge Wasser mit. Denn die Lebensmittelfirmen fügen dem Fisch Flüssigkeit hinzu. Doch auf den Verpackungen fehlt häufig jeglicher Hinweis auf die zugesetzte Wassermenge.
Deutsche Exportstärke - gut für Europa oder ein Risiko?
Konjunktur
Rund 3,5 Millionen Arbeitsplätze in Europa hängen einer Studie zufolge von der Nachfrage deutscher Unternehmen nach Vorleistungsprodukten ab. Über die noch nicht veröffentlichte Studie der Prognos AG im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft berichtete die "Frankfurter Allgemeine...
Wichtigster Absatzmarkt - Volkswagen legt in China stark zu
Auto
Volkswagen will in diesem Jahr auf seinem wichtigsten Absatzmarkt in China wieder stark wachsen. Europas größter Autobauer plant auch einen weiteren Ausbau der Kapazitäten, um dem rasanten Wachstum des größten Automarktes der Welt folgen zu können.
Energiefirmen prüfen Umweltfolgen von Offshore-Windparks
Energie
Die Energiefirmen Eon, Dong Energy und Strabag OW EVS wollen sieben Jahre lang den Einfluss von Offshore-Windparks auf die Nordsee analysieren. Untersucht wird ein 4300 Quadratkilometer großes Gebiet nördlich der ostfriesischen Inseln.