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Berggruen dementiert Teil-Verkauf von Karstadt

06.08.2012 | 13:58 Uhr
Berggruen dementiert Teil-Verkauf von Karstadt
Eigentümer Nicolas Berggruen will den Karstadt-Konzern nicht zerschlagen. Foto: dapd

Köln.   Der Karstadt-Konzern soll nicht zerschlagen werden. Das stellte Eigentümer Nicolas Berggruen am Montag klar. Der Milliardär reagierte damit auf einen Bericht, demzufolge die drei Premium-Warenhäuser und die Sportfilialen verkauft werden sollen.

Die Gesellschaft des US-deutschen Investors Nicolas Berggruen hat dementiert, Teile der Kaufhaus-Kette Karstadt verkaufen zu wollen. „Nicolas Berggruen ist ein langfristig orientierter Investor und dementiert entschieden, dass Teile des Karstadt Geschäfts verkauft werden sollen“, erklärte der Verwaltungsrat-Chef der Berggruen Holdings, Jared Bluestein, am Montag. Berggruen unterstütze Karstadt-Chef Andrew Jennings und dessen Strategie „uneingeschränkt“.

Medienberichte, denen zufolge Berggruen konkrete Pläne für einen Verkauf der Karstadt-Premium-Kaufhäuser und der Sportfilialen habe oder darüber verhandele, „sind unwahr und entbehren jeglicher Grundlage“, erklärte Bluestein. Der „Spiegel“ hatte am Wochenende berichtet, Bluestein verhandele persönlich mit dem Finanzinvestor Qatar Holding sowie mit dem kanadischen Familienunternehmen George Weston über einen Verkauf.

Abbau von 2000 Stellen

Berggruen hatte Karstadt Anfang Oktober 2010 nach der Pleite des Touristik- und Handelskonzerns Arcandor übernommen und damit vor der Pleite gerettet. Er versprach, die Arbeitsplätze zu erhalten und die Filialen zu modernisieren. Kürzlich kündigte Karstadt allerdings den Abbau von rund 2000 Stellen bis 2014 an. Der Personalabbau soll nach Angaben der Geschäftsführung möglichst sozialverträglich etwa über natürliche Fluktuation oder Frühverrentungen erfolgen. Betriebsbedingte Kündigungen schloss das Unternehmen aber nicht aus.

Vom Rotstift betroffen sein sollen auch Management- und Abteilungsleiter-Positionen. Es wurden Filialen identifiziert, deren Umsatzsteigerungen unterdurchschnittlich sind. Von Standorten will sich Karstadt nach eigenen Angaben aber nicht trennen. (mit afp)

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Kommentare
06.08.2012
20:50
Ja, kann den Film von @1 nur empfehlen, hatte ihn auch schon gesehen
von nachdenken | #2

und wenn Bergruen ein Investor ist, warum sollte er nicht Teile seines Investments verkaufen, wenn es Rendite verspricht?
Ein Investor ist jemand, der Geschäfte macht, kein Menschendfreund oder Humanist.

06.08.2012
20:04
Berggruen dementiert Teil-Verkauf von Karstadt
von Plem | #1

Als Karstadt 2010 einen neuen Eigentümer bekam, staunte ganz Deutschland über ihn: Nicolas Berggruen. ZDFzoom fragt: Was treibt Berggruen an? Und halten seine Projekte, was sie versprechen?

Bericht über das politische Networking von Finanzinvestoren (Gerhard Schröder ist auch dabei!), die Mechanismen der Steuervermeidung und die gesellschaftlichen Folgen von Fehlinvestitionen werden ebenso herausgearbeitet wie die Intransparenz des Geschäftsgebarens gegenüber Mitarbeitern und Öffentlichkeit.

ZDFzoom
Mister Karstadt
http://tinyurl.com/cnketye

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