Bei Siemens sind weitere Jobs bedroht

München..  Die Schonfrist für Siemens-Boss Joe Kaeser ist abgelaufen. Anderthalb Jahre, nachdem er den unglücklichen Peter Löscher ablöste, bangen die Mitarbeiter, auch am Standort Mülheim, mehr denn je um ihre Arbeitsplätze. Gleichzeitig ­murren die Aktionäre über schwache Zahlen und strategische Fehler, wie bei der Hauptversammlung des Technologieriesen in der Münchner Olympiahalle überdeutlich wurde. Kleinanleger wie mächtige ­Fondsgesellschaften warten bislang vergeblich auf Erfolge.

Ohne Zahlen zu nennen, ließ Kaeser gestern kaum Zweifel daran, dass über den bereits Abbau von 1200 Stellen weitere Arbeitsplätze wegfallen werden.

Zwischenbilanz nach 18 Monaten bleibt zwiespältig. Allseits gelobt wurde beim Eignertreffen der vom Siemens-Chef verordnete Konzernumbau mit einer organisatorischen Konzentration von 16 auf neun Geschäftsfelder. Die Bahnsparte ist kein Sorgenkind mehr und Randgeschäfte wie Bosch Siemens Hausgeräte und das mit Hörgeräten wurden verkauft.

Bilanziell wirkt sich das aber kaum aus. Die Umsätze stagnieren und beim Geldverdienen klafft weiter eine Lücke etwa zum US-Rivalen General Electric.