Bei der Post sollen rund 1000 Zusteller Arbeit niederlegen

Die Streiks bei der Post werden ausgeweitet. Weitere 1000 Postboten sind in den unbefristeten Streik getreten.
Die Streiks bei der Post werden ausgeweitet. Weitere 1000 Postboten sind in den unbefristeten Streik getreten.
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Was wir bereits wissen
Briefe und Pakete sollen liegen bleiben: Rund 1000 Zusteller der Deutschen Post hat Verdi ab Mittwoch zum Streik aufgerufen.

Bonn.. Die Gewerkschaft Verdi hat ihre Streiks bei der Deutschen Post in Nordrhein-Westfalen ausgeweitet. Rund 1000 Zusteller von Briefen und Paketen seien aufgerufen, mit Beginn der Frühschicht ihre Arbeit niederzulegen, sagte ein Verdi-Sprecher am Mittwochmorgen. Seit Montagabend sind nach Gewerkschaftsangaben bereits 1800 Mitarbeiter in 14 Briefverteilzentren in NRW im unbefristeten Ausstand. Die Gewerkschaft geht davon aus, dass zahlreiche Sendungen nicht zugestellt werden können.

Verdi fordert einheitliche Tarife bei der Post

Hintergrund des Tarifkonflikts ist die Ausgründung von 49 regionalen Paketgesellschaften. Verdi sieht darin einen Bruch bestehender Vereinbarungen mit dem Management. In diesen Unternehmen arbeiten bereits mehr als 6000 Paketboten, die nicht nach dem Haustarif der Post bezahlt, sondern nach den niedrigeren Tarifen der Logistikbranche. Verdi will erreichen, dass sie tariflich unter das Dach der Post zurückkehren.

Nach eineinhalb Wochen Streik bei der Post ist ein baldiges Ende des Ausstands nicht absehbar. Beide Seiten reden nach Angaben der Gewerkschaft Verdi im Moment nicht miteinander. Es herrsche "totale Funkstille", sagte Verdi-Sprecher Jan Jurczyk am Mittwoch. (dpa)