Das aktuelle Wetter NRW 12°C
Teldafax

Bayer Leverkusen trennt sich von Sponsor Teldafax

03.06.2011 | 14:04 Uhr
Bayer Leverkusen trennt sich von Sponsor Teldafax
Bayer Leverkusen verzichtet auf 13 Millionen Euro und trennt sich von Trikotsponsor Teldafax. Über den Nachfolger für Michael Ballack und Co. ist noch nichts bekannt. (Foto: dapd)

Leverkusen.   Bayer Leverkusen verzichtet auf 13 Millionen Euro und gibt Teldafax als Trikotsponsor frei. Der finanziell angeschlagene Stromanbieter will das Geld „zur Stärkung des Unternehmens nutzen“. Bayer sucht nun einen neuen Sponsor.

Der 13-Millionen-Euro-Deal von Fußball-Vizemeister Bayer Leverkusen mit seinem Trikotsponsor Teldafax in den kommenden zwei Jahren ist hinfällig. Der Werksklub gab am Freitag die erwartete Auflösung des noch zwei Jahre laufenden Vertrages mit dem Stromanbieter bekannt, der seit Juli 2007 Hauptsponsor der Rheinländer gewesen war. Das Troisdorfer Unternehmen Teldafax , das finanziell in Schieflage geraten war, will nach Angaben von Bayer die frei werdenden Mittel „von gut 13 Millionen Euro zur Stärkung des Unternehmens nutzen“.

Die Leverkusener werden sich ab sofort in Kooperation mit ihrem Partner Sportfive auf die Suche nach einem neuen Haupt-/Trikotsponsor begeben. Die notwendigen Vorbereitungen hätten laut Klubangaben in den vergangenen Tagen parallel stattgefunden. Bayer wollte keine weiteren Kommentare zu Trennung vom Sponsor abgeben. Als Vizemeister ist Bayer 04 Leverkusen in der kommenden Saison in der Gruppenphase der Champions League vertreten. Der Werksklub kann damit mit Einnahmen von mindestens 15 Millionen Euro rechnen.

Netzbetreiber kündigten Teldafax

Mehrere Netzbetreiber in Deutschland hatten Teldafax in den vergangenen Wochen aus ihrem Stromnetz geworfen, weil das Unternehmen seine Rechnungen nicht mehr gezahlt haben soll. Teldafax hatte angegeben, in unprofitablen Gebieten absichtlich keine Vorauszahlungen mehr geleistet zu haben, um sich aus diesen Regionen zurückzuziehen. Der ehemalige Vorstandschef Hans-Gerd Höptner hatte Mitte Mai dazu erklärt "nur mit einem harten Cut" die "Schatten der Vergangenheit" loswerden zu können. Allein in Berlin und Hamburg waren 45.000 Verbraucher betroffen, als vor zwei Wochen der Vattenfall-Konzern Teldafax aus seinem Stromnetz warf.

Von den ehemals 780.000 Kunden hat die Firma nach eigenen Angaben in den vergangenen Monaten rund 150.000 verloren. Der neue Eigentümer habe aber versichert, das Unternehmen wieder auf Kurs bringen zu wollen, sagte eine Sprecherin am Freitag. Der Anbieter gehört nach eigenen Angaben zu 100 Prozent dem zyprischen Finanzinvestor Prime Mark Financial Group. Teldafax vertreibt konzernunabhängig Strom und Gas und macht damit klassischen Anbietern wie E.ON und RWE Konkurrenz. Über eigene Kraftwerke verfügt der Discounter nicht. (sid/afp/rtr)

DerWesten

Facebook
 
Kommentare
03.06.2011
14:32
Bayer Leverkusen trennt sich von Sponsor Teldafax
von FB-1848 | #1

Finanziell in Schieflage ist noch untertrieben.
Die haben noch nicht mal mehr Geld für Briefmarken.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/4721876/create

Umfrage
Rot-Grün in NRW will den Sonntags-Verkauf auf Trödelmärkten ausbremsen. Der Verkauf von Neuware soll eingedämmt werden. Was sagen Sie dazu?

Rot-Grün in NRW will den Sonntags-Verkauf auf Trödelmärkten ausbremsen. Der Verkauf von Neuware soll eingedämmt werden. Was sagen Sie dazu?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Die wertvollsten Marken der Welt
Bildgalerie
Markenvergleich
"Lasst Opel nicht sterben"
Bildgalerie
Opel Bochum
Blockupy gegen Kapitalismus
Bildgalerie
Demonstration
Aus dem Ressort
Hochtief will mit ACS gemeinsam Milliardenumsätze machen
Baukonzern
Der Baukonzern Hochtief verspricht sich von gemeinsamen Projekten mit dem spanischen Bauunternehmen und Mehrheitseigner ACS zusätzliche Geschäfte in Milliardenhöhe. Solche Projekte könnten nach Unternehmensangaben etwa Verkehrsprojekte in Nordamerika und Australien oder Stromleitungen in Deutschland...
Ruhrbischof Overbeck rügt Umgang mit Opel-Belegschaft
Opel
Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck hat den Umgang mit der Belegschaft des Bochumer Opel-Werkes ungewohnt scharf attackiert. Die schon lange andauernden Unsicherheiten seien nicht mehr hinnehmbar, sagte Overbeck am Sonntag in seiner Pfingstpredigt im Essener Dom.
Foto 20 Kommentare 20