Barzahlung begrenzen? Kriminalbeamte loben Walter-Borjans

NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans will Steuervergehen bekämpfen - und schlägt dazu ein Limit für das Bezahlen mit Bargeld vor.
NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans will Steuervergehen bekämpfen - und schlägt dazu ein Limit für das Bezahlen mit Bargeld vor.
Foto: Knut Vahlensieck, Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
NRW-Finanzminister Walter-Borjans regt ein Limit fürs Bezahlen mit Bargeld an. Dafür bekommt er Lob aus Reihen der Polizei.

Düsseldorf.. Für seinen Vorschlag einer Obergrenze bei Barzahlungen bekommt Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) Applaus aus ungewohnter Ecke. Bei Haushalt und Besoldung sei man zwar "alles andere als einer Meinung", sagte der Landesvorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Sebastian Fiedler, am Samstag. Aber im Kampf gegen Schwarzgeldgeschäfte und Steuerhinterziehung habe sich Walter-Borjans mit seiner Forderung ein uneingeschränktes Lob verdient.

Schwarzgeld Nach Ansicht des SPD-Ministers sollten Bargeldzahlungen bei 2000 oder 3000 Euro gedeckelt werden. In anderen Ländern gebe es solche Höchstgrenzen bereits.

"Warum müssen 70.000 Euro für ein Auto bar bezahlt werden?"

"Aus welchem Grund müssen ein Auto für 70.000 Euro oder eine Immobile für 200.000 Euro in bar bezahlt werden können?", fragte Fiedler. In solchen Fällen handele es sich meistens um Geld aus Steuerhinterziehung oder anderen Straftaten. Nach seinen Angaben werden zwei von drei polizeilich bearbeiteten Straftaten begangen, weil es die Täter auf Eigentum oder Vermögen abgesehen hätten.

Nach Überzeugung des BDK müssen auch die 200- und 500-Euro-Noten abgeschafft werden. "Sie haben für den Bargeldschmuggel eine überragende Bedeutung, vom Normalbürger hingegen werden sie ohnehin nicht genutzt", sagte Fiedler. (dpa)