Bahnen vor dem Aus
12.10.2012 | 17:37 Uhr 2012-10-12T17:37:00+0200Köln. Das Veterinärsamt hat alle 292 Galopper auf der Rennbahn in Köln auf den Virus der ansteckenden Blutarmut getestet: Alle Proben waren negativ, trotzdem müssen die Pferde drei Monate in Quarantäne bleiben. Grund: Der Krankheitserreger kann sich tarnen und erst in mehreren Wochen aufbrechen. Der Rennbahn-Betrieb in Weidenpesch ist damit für dieses Jahr erledigt.
Glück im Unglück für die Kölner: Die Quarantäne fällt zum großen Teil in die Winterpause, die zwei Oktober-Renntage wurde aus dem Programm gestrichen, die Existenz ist nicht gefährdet.
Anderen Rennbahnen in Deutschland geht es schlechter. Zum Beispiel Bremen. Nach 155 Jahren droht der Bahn das Aus. Der Senat ist nicht mehr bereit, die Schulden zu übernehmen. Andreas Jacobs, Besitzer des Gestüts Fährhof, sieht schwarz: „Die Hälfte der deutschen Rennvereine steht finanziell vor dem Aus.“

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