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Bahn will mit Fernbussen Gas geben

22.01.2015 | 00:12 Uhr

Berlin. Streiks, Stürme, Billig-Busse: Dem größten deutschen Staatsunternehmen hat ein Mix aus Ereignissen und Entwicklungen die Erwartungen für das Jahr 2014 verhagelt. Bahnchef Rüdiger Grube in einer ersten Bilanz: „Es war ein Jahr, auf das wir mit sehr gemischten Gefühlen zurückblicken.“

Erstmals nennt Grube jetzt neben den Ausfällen durch die neue Bus-Konkurrenz (120 Millionen Euro) und Sturm „Ela“ in NRW (60 Millionen) die Kosten, die der Mehrfach-Streik der Lokführergewerkschaft GDL verursacht hat: In der Summe sind das 150 Millionen Euro, die sich aus Einnahmeausfällen, Mehraufwand für Notfallpläne und Schadenersatz für gestrandete Reisende zusammensetzen.

Zu allem Ärger: Die Bahn musste Züge während des Streiks irgendwo auf der Strecke parken, was Graffiti-Sprayer gerne genutzt haben: Die Waggon-Säuberung hat zusätzlich in die Bücher geschlagen.

Jetzt will der Konzern Gas geben. Im Februar legt er ein Konzept für eine eigene Antwort auf den Fernbus-Verkehr vor – unter anderem mit seiner eigenen Fernbuslinie. Im März folgen ihre Pläne für den Bahn-Fernverkehr. Die fünf Millionen Bahncard-Kunden sollen stärkeren Zugriff auf Sonderangebote bekommen. Die Bahncard bleibe unangetastet. In den ICE soll es für alle Fahrgäste Internetzugang geben.

Dietmar Seher

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2015-01-22 00:12
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