Bahn verbessert Reservierung für Kleinkind-Plätze
11.08.2009 | 09:06 Uhr 2009-08-11T09:06:00+0200
Essen. Die Bahn will ihr Internet-Buchungssystem familienfreundlicher gestalten. Kunden, die in Fernzügen Plätze im Kleinkindabteil buchen, sollen künftig vor Abschluss der Buchung informiert werden, wenn das Abteil belegt ist - und nicht mehr automatisch auf andere Plätze gebucht werden.
Die Bahn will ihr Internet-Buchungssystem familienfreundlicher gestalten. Kunden, die in Fernzügen Plätze im Kleinkindabteil buchen, sollen künftig vor Abschluss der Buchung informiert werden, wenn das Abteil belegt ist – und nicht mehr automatisch auf andere Plätze gebucht werden. Das sagte ein Bahn-Sprecher der NRZ.
Die Katze im Sack
Bislang kaufen Bahn-Kunden, die im Internet ein Kleinkindabteil reservieren möchten, gewissermaßen die Katze im Sack. Denn wer für sich und unter fünfjährige Kinder ein mit - je nach Zug - Kinderwagenstellplatz, Spielteppich oder Klettergerüst ausgestattetes Abteil buchen möchte, kann bei der Reservierung lediglich die Option „wenn möglich” wählen. Nach Abschluss der Buchung erhalten die Kunden eine Bestätigung – und stellen oft erst im Zug fest, dass ihre Plätze mit einem Kleinkindabteil nichts zu tun haben. Angesichts von lediglich vier bis sieben Sitzplätzen in den Kinderabteilen sind diese oft belegt. Und dann bucht die Bahn die Fahrgäste bislang einfach auf andere Plätze. In jedem Fall ist die Buchung danach abgeschlossen – eine Stornierungsmöglichkeit für reservierte Plätze gibt es nicht.
„Wir werden das ändern”, sagte der Bahn-Sprecher, nachdem der Konzern durch NRZ-Recherchen auf den Missstand aufmerksam geworden war. Einen konkreten Zeitpunkt der Umstellung wollte der Sprecher nicht zusichern, die Umstellung werde jedoch eher Wochen als Monate in Anspruch nehmen.
Künftig soll es im Internet-Reservierungsformular auch bei Kleinkindabteilen die Option „unbedingt” geben, die Reisende bislang bereits anklicken können, wenn sie einen Platz im Großraum oder in einem regulären Abteil buchen möchten. Ist der entsprechende Wunsch nicht mehr buchbar, gibt es dem Bahn-Sprecher zufolge die Möglichkeit, einen anderen Platz oder Zug zu wählen oder ohne Reservierung zu reisen.
Reservierung am Automaten
Buchung am Schalter
Wer bei der Bahn auf Nummer sicher gehen will, reserviert seinen Platz am Schalter. Verglichen mit einer Internet- oder Automatenreservierung bei gleichzeitigem Kauf einer Fahrkarte ist eine Reservierung am Schalter zwar doppelt so teuer (zum Beispiel 4 statt 2 Euro für Einzelreisende in der 2. Klasse). Dafür können die Mitarbeiter gezielt jeden gewünschten Sitzplatz sowie zusammenhängende Plätze für mehr als fünf Reisende buchen.
Wer indes auch seine Fahrkarte am Schalter bucht, zahlt zumindest bei den Dauer-Spezial-Tarifen einen Aufpreis von 5 Euro. NRZ
Anders als im Internet informieren die Fahrkarten-Automaten der Bahn schon vor Abschluss einer Buchung, wenn ein Reservierungswunsch nicht erfüllt werden kann. Problem hier: Reisende können nur einmal festlegen, wie sie sitzen möchten. Wenn also eine Familie feststellt, dass nur für die Rückfahrt noch Plätze im Kinderabteil frei sind, sich deshalb für die Hinfahrt etwa mit einem Tisch im Großraum zufrieden gibt und diesen am Automaten reserviert, lässt sich das Kinderabteil für die Rückfahrt nur mit einer zusätzlichen Reservierung buchen. Diese kostet dann acht statt vier Euro bei Reservierung im Rahmen der Ticket-Buchung.
Der Bahn-Sprecher macht wenig Hoffnung, dass der Konzern dieses technische Problem binnen Kürze in den Griff bekommt. Im Einzelfall soll die Bahn nach NRZ-Informationen indes die aufgrund dieser Technikpanne zu viel gezahlten Reservierungsgebühren erstatten.

10:50
Ich bin wirklich kein bahn fahrer aber vor ein paar monaten wollte ich nach bremen zum uefa cup spiel und hatte mir überlegt mit der bahn dahin zu fahren aus essen HBF .ich habe mich also an die DB online seiten hingegangen und wollte karten bestellen und als ich nach 2.5 h bis zum bezahl seite kam bin ich beinahe aus den sochen gefallen da wollten die für 2 personen ungefähr 300 euro.da bin ich lieber für 60 euro mit dem auto hingefahren .bahn ne danke .die haben glück das sie keine konkurrenz haben und das sie vom staat gesponsert wird mit steuerngeldern auch wenn das anders propagiert wird .
12:14
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11:59
Ein ähnliches Problem ist die Reservierung bei Begleitpersonen von Reisenden mit Behinderungen.
Die Reservierung kann ausschließlich am Schalter erfolgen, da mit jeder Fahrkarte, egal ob online gebucht oder am Automaten gekauft, nur ein Sitzplatz reserviert werden kann. So muss die Begleitperson (die ja keine Fahrkarte benötigt) eine extra Reservierung (ebenfalls kostenfrei) am Schalter einfordern. Zweckmäßigerweise bucht man die Reservierung dann komplett am Schalter, damit man auch zusammenhängende Plätze erhält.
Mit einem einfachen Eintrag Begleitperson erforderlich und Angaben zum Schwerbehindertenausweis im Profil Meine Bahn wäre das für die Onlinebucher einfacher zu lösen.
Aber dieser Vorschlag bleibt seit Jahren ungehört.
11:29
Na im Reisezentrum kostet die Beratung aber Aufpreis.....
Daß man Reservierungen nicht zurückbekommt, wenn ein Wagen nicht angehängt ist, kann ich mir nicht vorstellen.
Also entweder bekommt man einen anderen Platz zugewiesen oder den Betrag erstattet, zumindest in der 1. Klasse.....
Also mal schön die Kirche im Dorf lassen, die Bahn macht viel Mist, aber sachlich sollte es hier schon zugehen...
der SAMMY
10:33
Tja die Krux mit der Sitzplatzreservierung. Ich habe auch schon eine nette Erfahrung gemacht. Kommt der Zug nicht oder der Wagen in dem man den Sitzplatz reserviert hat ist nicht angehängt bekommt man die Gebühr auch nicht zurückerstattet.
10:22
Tatsächlich soll es ja auch Leute geben, die ihre Fahrscheine im Reisezentrum kaufen. Gute Beratung inclusive.
09:43
Dieses Reservierungsproblem ist bei der DB schon länger bekannt und nicht erst seit der NRZ-Recherche.
Da ich selber sehr viel mit der Bahn fahren kenne ich dieses Reservierungsproblem oder anders gesagt diese Linzens der Bahn zum Geld drucken.
Eine Reservierung ist in allen Bereichen ein reines Glücksspiel. Wenn man als Kunde erst einmal eine Reservierung bestätigt hat und mal wieder nicht die eigentlich gewünschten Plätze bekommt, gibt es bei der Bahn kein zurück, geschweige denn Geld erstattet.
Ich habe bereit mehrfach an die DB AG angeschrieben ob man dieses System nicht dahingehend ändern kann, dass erst eine Verfügbarkeit angezeigt wird bevor man die Reservierung bezahlen muss. Bei den Fahrkarten funktioniert ein solches System nämlich bereits. Eine Antwort zum Reservierungsschwachsinn steht immer noch aus.
Liebe NRZ Redakteure es ist zwar lobenswert das sie mal versuchen etwas anzustoßen aber bitte nicht mit so viel Eigenlob. Die Probleme sind wie beschrieben seid Jahren bekannt. Wo war die NRZ denn in der Vergangenheit.
Es gibt im übrigen doch noch eine Möglichkeit wie man eine Reservierung mit Wunschplätzen hinkriegt und das sogar ohne besonders hohe Mehrkosten. Aber dies sollte die NRZ mal selber recherchieren.