Bahn und EVG können sich nicht auf Einmalzahlung einigen

EVG-Chef Alexander Kirchner zeigt sich streikbereit. Am kommenden Dienstag will die EVG über den Verhandlungsstand beraten.
EVG-Chef Alexander Kirchner zeigt sich streikbereit. Am kommenden Dienstag will die EVG über den Verhandlungsstand beraten.
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Was wir bereits wissen
Bei der Bahn kommen die Tarifverhandlungen mit zwei konkurrierenden Gewerkschaften nicht voran. Die EVG sperrt sich weiter gegen eine Einmalzahlung.

Frankfurt/Main.. Bei den Tarifverhandlungen der Deutschen Bahn ist die Gefahr weiterer Streiks nicht gebannt. Auch in der sechsten Verhandlungsrunde konnten sich der Konzern und die Gewerkschaft EVG am Freitag in Frankfurt nicht auf eine Teillösung für das längst abgelaufene Tarifjahr 2014 einigen.

Die Bahn sei weiterhin nicht bereit, alle Beschäftigten gleich zu behandeln, erklärte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba. "Der Dienstleistungsbereich soll nach wie vor weniger bekommen als alle anderen, eine Spaltung der Eisenbahnerfamilie wird die EVG jedoch nicht zulassen." Dem widersprach DB-Personalvorstand Ulrich Weber. Das nachgebesserte Angebot enthalte für die Dienstleister mit ihren durchschnittlich niedrigeren Gehältern überproportional höhere Zahlungen als für die übrigen Eisenbahner. "Wir haben uns deutlich auf die EVG zubewegt."

Die EVG will am kommenden Dienstag in Fulda mit ihrer großen Tarifkommission den Verhandlungsstand beraten. EVG-Chef Alexander Kirchner hatte von möglichen Streiks gesprochen, wenn sich am Verhandlungstisch nichts mehr bewege. Bislang hat die EVG in der aktuellen Tarifrunde noch nicht gestreikt, während die Lokführergewerkschaft GDL im vergangenen Jahr sechsmal den Schienenverkehr in Teilen lahmlegte. Die GDL hat für ihre Mitglieder die Einmalzahlung in Höhe von 510 Euro akzeptiert und verhandelt mit der Bahn bereits über das Jahr 2015. (dpa)