Das aktuelle Wetter NRW 15°C
Großflughafen

Bahn bereitet Klage gegen Berliner Flughafenbetreiber vor

11.11.2012 | 11:13 Uhr
Bahn bereitet Klage gegen Berliner Flughafenbetreiber vor
Die Bahn erwägt eine Klage gegen die Betreiber des Großflughafens Berlin Brandenburg.Foto: dapd

Berlin.  Die Fluggesellschaft Air Berlin hat es vorgemacht, die Bahn könnte nachziehen: Wegen der jahrelangen Verzögerung der Eröffnung des Großflughafens Berlin Brandenburg erwägt der Konzern laut einem Medienbericht eine millionenschwere Schadenersatz-Klage gegen die Betreiber des Flughafens.

Wegen der auf Oktober nächsten Jahres verschobenen Eröffnung des Großflughafens Berlin Brandenburg bereitet die Deutsche Bahn eine Schadensersatzklage in Millionenhöhe gegen die Betreiber vor. Am 12. Dezember werde der Vorstand den Aufsichtsrat der Bahn über die genaue Höhe und den Zeitpunkt der Klage informieren, berichtet die "Bild am Sonntag". Erst dann solle endgültig über die Klage entschieden werden, erfuhr die Zeitung aus Aufsichtsratskreisen.

Kommentar
Verschwendung ist nicht sexy - von Gerd Heidecke

Der neue Hauptstadt-Flughafen entwickelt sich zum Synonym für XL-Schlampigkeit und Verschwendung bei Großprojekten im Allgemeinen und für Berliner Verhältnisse im Besonderen. Wie weit ist es bis zur Bundesbananenrepublik?

Die Bahn hat eine Strecke zum unterirdischen Bahnhof des Flughafens gebaut. Vor wenigen Tagen hatte bereits die Fluggesellschaft Air Berlin eine Feststellungsklage wegen Mehrkosten in zweistelliger Millionenhöhe gegen die Flughafenbetreiber eingereicht. (dapd)    



Kommentare
Aus dem Ressort
Was Ikea-Kunden zum lebenslangen Umtauschrecht wissen müssen
Ikea
Möbelriese Ikea wirbt damit, Ware ab sofort jederzeit umtauschen zu können - und das auch noch Jahre später. Das lebenslange Rückgaberecht gelte jedoch nur bei Ware, die ab sofort gekauft werde. Ihr Zustand ist dabei vollkommen egal. Mit einer Rückgabe-Welle rechnet das Unternehmen trotzdem nicht.
Gericht macht Weg frei für die Sanierung des Autobauers Saab
Kultmarke
Der Weg für die Sanierung des schwedischen Autoherstellers Saab ist frei. Ein Gericht hat einem Sanierungsverfahren unter Gläubigerschutz zugestimmt. Im ersten Versuch, solch ein Verfahren anzuschieben, waren die Verantwortlichen weniger erfolgreich gewesen.
Stadtwerke übernehmen Steag komplett für 570 Millionen Euro
Steag
Die Verträge sind unterzeichnet: Das Konsortium aus sieben Ruhrgebiets-Stadtwerken übernimmt die Evonik-Tochter Steag komplett. Für die 49 Prozent des Energie-Unternehmens, die noch nicht in ihrem Besitz waren, zahlen die Städte einen Kaufpreis von 570 Millionen Euro.
Ford exportiert Mustang-Neuauflage erstmals weltweit
Mustang
Der Kult geht um die Welt: Ford hat angekündigt, die Produktion der neu aufgelegten Mustang-Reihe erstmals weltweit zu exportieren. Vor allem Länder wie Australien, Großbritannien und Südafrika dürfen sich freuen. Erstmals gibt es eine Variante mit Lenker auf der rechten Seite.
Auch Google entwickelt Drohnen für Waren-Zustellungen
Drohnen
Als Amazon den Prototypen seiner Zustell-Drohnen vorstellte, hielten das viele für einen Werbe-Gag. Aber auch Google arbeitet ernsthaft an fliegenden Paket-Boten. Das ambitionierte Ziel: Warenlieferung in ein bis zwei Minuten.
Umfrage
Die Städte in NRW fordern viele Millionen von Bund und Land, um marode Straßen zu reparieren . Wie zufrieden sind Sie mit dem Zustand der Straßen?