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BAE und EADS bestätigen Fusionsgespräche

12.09.2012 | 18:27 Uhr
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Der britische Rüstungskonzern BAE Systems führt nach eigenen Angaben Fusionsgespräche mit seinem europäischen Konkurrenten EADS. Wie am Mittwoch in London mitgeteilt wurde, wollen die Unternehmen nach einem etwaigen Zusammenschluss zwar als eine Gruppe agieren, aber getrennt an der Börse gelistet bleiben.

London (dapd). Der britische Rüstungskonzern BAE Systems führt nach eigenen Angaben Fusionsgespräche mit seinem europäischen Konkurrenten EADS. Wie am Mittwoch in London mitgeteilt wurde, wollen die Unternehmen nach einem etwaigen Zusammenschluss zwar als eine Gruppe agieren, aber getrennt an der Börse gelistet bleiben. BAE Systems würde 40 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen halten, EADS 60 Prozent, hieß es in der Mitteilung an die Londoner Börse LSE. Die Aktie von BAE Systems reagierte auf die Ankündigung mit einem kräftigen Kurssprung.

Mit einer Reihe von Regierungen seien bereits erste Gespräche über die Auswirkungen eines möglichen Zusammenschluss geführt worden, hieß es in der Mitteilung. Bezüglich der Ausschüttung von Dividenden wurde darin erklärt, angesichts der unterschiedlichen Unternehmenspolitik würde EADS vor einem Zusammenschluss 200 Millionen Pfund (250 Millionen Euro) an seine Anteilseigner zahlen. Die Dividendenpolitik der Unternehmen für das laufende Jahr werde beibehalten.

Der europäische Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern EADS ging im Jahr 2000 aus einer Fusion des deutschen Unternehmens DASA mit dem französischen Konzern Aérospatiale-Matra sowie dem spanischen Unternehmen CASA hervor. Die größte Sparte des Unternehmens ist mit Airbus der Flugzeugbau. Zu EADS gehören unter anderem auch der Satellitenbauer Astrium, der Hubschrauberhersteller Eurocopter und das Rüstungsunternehmen Cassidian. EADS beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit mehr als 128.000 Mitarbeiter an mehr als 170 Standorten.

Sein britischer Konkurrent BAE Systems hatte im Herbst vergangenen Jahres angesichts drastischer Kürzungen in den Verteidigungsbudgets zahlreicher Länder einen weiteren Stellenabbau angekündigt. Weltweit beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben 83.600 Mitarbeiter. Im vergangenen Monat hatte BAE einen leichten Gewinnrückgang für das erste Halbjahr ausgewiesen und einen vorsichtigen Ausblick für den US-Markt gegeben angesichts der Unsicherheiten über die US-Verteidigungsausgaben vor der Präsidentschaftswahl im November.

Beide Unternehmen haben bis zum 10. Oktober Zeit, einen Deal bekanntzugeben oder zu erklären, dass sie die Fusionspläne nicht weiter verfolgen wollen.

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dapd

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