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Aus für Pumpspeicherkraftwerk in der Eifel

22.06.2013 | 00:20 Uhr

Düsseldorf. Der Stadtwerke-Verbund Trianel hat seine Pläne für ein riesiges Pumpspeicherkraftwerk am Rursee in der Eifel beerdigt. Aufgrund „fehlenden politischen Rückhalts“ gebe es keine Basis mehr für eine Investition von rund 700 Millionen Euro, erklärte Trianel am Freitag nach einer Gesellschafterversammlung. Der Regionalrat im Regierungsbezirk Köln hatte zuletzt eine Entscheidung über die nötige Regionalplanänderung für das Talsperren-Kraftwerk um mehrere Monate verschoben. Eine Bürgerinitiative und zahlreiche Lokalpolitiker hatten zudem gegen die Pläne mobil gemacht.

Die Fraktionsvorsitzenden von SPD und Grünen im Landtag, Norbert Römer und Reiner Priggen, machten Vorbehalte „technikfeindlicher CDU- und FDP-Politiker im Land“ für das Scheitern der innovativen Pläne verantwortlich. CDU-Umweltpolitiker Rainer Deppe wies den Vorwurf als „unverschämt“ zurück und verwies stattdessen auf Wirtschaftlichkeitsberechnungen der Projektleitung: „Es ist einzig und allein eine unternehmerische Entscheidung.“

In einem vertraulichen Bericht vom 20. Dezember 2012, der unserer Zeitung vorliegt, war tatsächlich bereits davor gewarnt worden, dass der Rursee-Standort „die größten Risiken und die schlechteste Wirtschaftlichkeit“ aufweise.

Trianel will sich nun auf zwei weitere geplante Wasserspeicherkraftwerke an der Nethe im Kreis Höxter und in Thüringen konzentrieren.

Tobias Blasius

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2013-06-22 00:20
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